Lesung und Gespräch „Die Ungehaltenen“ mit Deniz Utlu

Deniz Utlu © Deniz Utlu

Mi, 17.05.2017

Goethe-Institut Peru

Jirón Nazca 722
Jesús Maria
Lima 11

Gegenwartsliteratur

Eine junge Generation erobert die deutsche Literaturszene, für die Fragen nach der eigenen Identität längst nicht mehr mit nationalen Grenzen verbunden sind. Kulturelle und geographische Mobilität sind heute selbstverständlicher Bestandteil vieler moderner Biographien.
So bewegt sich auch Deniz Utlus junger Protagonist Elyas, Sohn türkischer Einwanderer, zwischen deutscher und türkischer Kultur, Berlin und Istanbul – ein „young angry man“, der den Ursprung seiner Wut nicht wirklich zu lokalisieren vermag und sie gegen seine Heimatstadt Berlin richtet.  Von den Menschen um ihn herum und „der Gesellschaft“ wird er ständig mit der Frage nach Identität und Integration konfrontiert und ist doch eigentlich nur mit dem Tod des eigenen Vaters beschäftigt.
Wie leben Menschen der zweiten Einwanderergeneration in Deutschland? Mit welcher gesellschaftlichen Haltung sind sie konfrontiert? Und wie begegnen sie dieser? Im Gespräch mit Deniz Utlu erfahren wir mehr über deutsche Lebensrealität heute und können vielleicht Parallelen zu Migrationsentwicklungen in Lima und Peru ziehen. 

Zum Autor
Deniz Utlu wurde in Hannover geboren und lebt in Berlin. Er hat Volkswirtschaftslehre studiert. 2010 erhielt er erste Stipendien als Schriftsteller, 2011 wurde seine Theaterstücke „Tod eines Superhelden“ und 2012 „Fahrräder könnten eine Rolle spielen“ uraufgeführt. Er gründete das Kultur- und Gesellschaftsmagazin freitext. 2014 erschien sein erster Roman „Die Ungehaltenen“, der 2015 in einer Bühnenfassung am Maxim-Gorki-Theater urauffgeführt wurde. Außerdem arbeitet er in der Forschung im Institut für Menschenrechte in Berlin.

Die Veranstaltung ist Teil des Projektes" Die Angst vor dem Fremden", ein interdisziplinäres Programm mit Dominque Wolton (Frankreich), Greg Germain (Frankreich), Heidrun Friese (Deutschland), Deniz Utlu (Deutschland), Adriana Urrutia (Perú), Cesar Vera (Peru). Das Projekt, organisiert vom Goethe-Institut Peru und der Alianza Francesa Peru in Kooperation mit der Pontificia Universidad Católica del Perú, und unterstützt vom Deutsch-Französischen Kulturfond, findet im Rahmen von “Europa Mobil”, dem thematischen Schwerpunkt des Netzwerkes EUNIC und des Europa-Monats der EU-Delegation in Peru, statt.

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