Gespräch mit der Autorin Deniz Ohde: Streulicht

PauseZuHause © Goethe-Institut Peru

Sa, 23.01.2021

#PausezuHause

Mit „Streulicht“ erzählt Deniz Ohde die Geschichte einer jungen Ich-Erzählerin, die aufgrund der bevorstehenden Heirat alter Schulfreunde an den Ort zurückkehrt, an dem sie aufgewachsen ist. Sofort erinnert sie sich an den Vater, der tagein, tagaus in einer Halle Aluminiumbleche beizte und trank.

Und an die Mutter, die in der Enge der westdeutschen Arbeiterwohnung zu ersticken drohte und kurzerhand die Tochter beim trinkenden Vater zurückließ. Schnell wird deutlich, dass sich die Ich-Erzählerin bei ihrer Rückkehr mit ihrer Herkunft und den Zuschreibungen und Erwartungen an sie als Arbeiterkind auseinandersetzen muss, bevor sie diese hinter sich lassen kann.

Sie beginnt, ihre Kindheit und Jugend zu reflektieren und stößt dabei auf soziale Ungerechtigkeit, Scham und Angst sowie auf die Herausforderung, unterschiedlichen Rollenerwartungen gerecht zu werden.
 
Deniz Ohde, geboren 1988 in Frankfurt am Main, studierte Germanistik in Leipzig. Nach der erfolgreichen Teilnahme an verschiedenen Literaturwettbewerben war die Autorin 2017 Stipendiatin des 21. Klagenfurter Literaturkurses.

Für ihren Debütroman „Streulicht“ erhält Deniz Ohde den Literaturpreis 2020 der Jürgen Ponto-Stiftung. 

 

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