Das Goethe-Institut Philippinen präsentiert eine einwöchige, retrospektive Ausstellung über die Arbeit des gefeierten deutschen Regisseurs Werner Herzog. Die Ausstellung findet samstags und sonntags vom 6. Mai bis 4. Juni im FDCP Cinematheque Manila statt. In seiner 55 Jahre anhaltenden Filmkarriere erweiterte Herzog die Möglichkeiten des Kinos als Kunstform und öffnete es gegenüber einem weiten Spektrum an Genres.
Als einer der bedeutendsten Figuren des Neuen Deutschen Films umfasst Werner Herzogs Œuvre Filme und Dokumentationen, welche sich mit den psychologischen Extremen von Frauen und Männern auseinandersetzen. Der Erfolg, den Herzog mit seinen Filmen erreichte, lässt sich mitunter an der großen Anzahl an gewonnen Awards und Nominierungen ablesen. Mit seinem ersten Feature Film „Lebenszeichen“ hat er sogleich seinen ersten Silbernen Bären in der Kategorie Sonderpreis bei den Internationalen Festspielen Berlin im Jahr 1968 gewonnen. Weitere besondere Auszeichnungen erlangte er in den Kategorien „Bester Regisseur“ für „Fitzcarraldo“ beim Cannes Film Festival 1982 und „Grand Prix“ für „Jeder für sich und Gott gegen alle“ beim selben Festival im Jahr 1975.
Filme, die während der Werner Herzog Retrospektive gezeigt werden:
NOSFERATU: PHANTOM DER NACHT, 1979
Werner Herzog hat sich F.W. Murnaus “Nosferatu“ (1921) etwa fünfzig Jahre später zu Händen genommen, um eine neue Geschichte Graf Draculas zu erzählen. Der Protagonist Jonathan Harker aus Wismar möchte mit Graf Dracula in Transsylvanien über den Kauf eines Hauses verhandeln. Doch schon nach der ersten Übernachtung muss Harker herausfinden, dass Dracula ein Vampir ist. Seine Flucht entpuppt sich als aussichtslos. Dracula läuft mit einem Totenschiff in Wismar ein und verbreitet die Pest in der Stadt. Auch die Aufopferung von Harkers Frau Lucy kann das Unheil nicht aufhalten. Zwar löst sich Dracula im Sonnenlicht auf, doch nun verbreitet Harker als eine Art neuer Vampir Angst und Schrecken in der Welt.
AGUIRRE, DER ZORN GOTTES, 1972
Das Goldland der Inkas, El Dorado, lockt eine Expedition spanischer Consquistadores im 16. Jahrhundert in die peruanischen Anden. Machtbesessen und gierig führt der Unterführer Aguirre ein Erkundungstrupp über den Amazonas in die Gegend voraus. Seine Besessenheit wird ihm zum Verhängnis. In der feindlichen Umwelt sieht er sich diversen Gefahren gegenüber: Giftpfeile der Indianer, Hunger, Erschöpfung, Krankheit und Meuterei raffen die Gruppe immer stärker zusammen. Der Film endet damit, dass Aguierres dem Wahnsinn verfällt und auf einem von Leichen bedeckten Floß den Amazonas herabtreibt.
FITZCARRALDO, 1981/82
Brian Sweeney Fitzgerald, genannt Fitzcarraldo, sieht sich als aufstrebender Kautschukbaron und möchte in der ärmlichen Stadt Iquitos ein großes Opernhaus errichten. Von seiner Freundin Molly ersteht er einen alten Flussdampfer und ein unerschlossenes Kautschuk-Gebiet. Die Unzugänglichkeit des Gebietes im lateinamerikanischen Urwald soll ihn von seinen Plänen nicht abhalten. Statt sich in die Stromschnellen des Rio Ucayali zu wagen, hat er die waghalsige Idee, auf den Rio Pachitea auszuweichen. Er will das Schiff an einer Stelle, an der sich beide Flüsse sehr nahe kommen, über einen Berg in den Rio Ucayali ziehen. Dies ist nur eines der Wagnisse, in das er seine Mannschaft hineinstürzt.
COBRA VERDE, 1987
Der gefürchtete Bandit Cobra Verde wird in Brasilien Anfang der 19. Jahrhunderts von einem Plantagenbesitzer angeheuert, um die Zuckerrohrproduktion und Sklaven zu verwalten. Als er jedoch die drei minderjährigen Töchter seines Arbeitsgebers schwängert, will dieser ihn loswerden. Cobra Verde wird nach Westafrika geschickt, um neue Sklaven zu beschaffen und im besten Falle nicht lebendig zurückzukommen. Doch in Westafrika entwickelt Cobra Verde eine ungeahnte Karriere.
THE WILD BLUE YONDER, 2005
Im All geht ein gigantischer Exodus von statten. Um sich und seine Spezies zu retten, landet ein Außerirdischer aus der Andromeda-Galaxie auf der Erde und versucht eine Stadt für seine Spezies zu errichten. Der Plan scheitert, stattdessen bekommt er einen Job bei der CIA. Auch die Menschheit sieht sich einer Klimakatastrophe bevor und bereitet ihrerseits eine Notmission ins All vor, um einen bewohnbaren Planet zu finden.
KONIGIN DER WÜRSTE, 2015
Königin der Wüste ist ein 2015 amerikanisches episches biographisches Drama, das auf dem Leben des britischen Reisenden, des Schriftstellers, des Archäologen, des Forschers, des Kartographen und des politischen Offiziers Gertrude Bell basiert. Der Film folgt Bell's Leben chronologisch, von ihren frühen Zwanzigern bis zu ihrem Tod.
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