Capri Cinema ​©Goethe-Institut Pakistan

Sonntagsmatinée

Die Sonntagsmatinéen im Capri Cinema sind unsere Initiative zur Wiederbelebung der Kinokultur in Karatschi.
 
Das Capri Cinema haben wir aufgrund des ikonischen Gebäudes und seiner Geschichte als Veranstaltungsort gewählt: Es ist eines der ältesten Kinos mit nur einer Leinwand in Pakistan, das seinem Publikum seit 1968 mit 809 Plätzen zur Verfügung steht.
 
An einem Sonntag im Monat zeigen wir das Beste des deutschen oder pakistanischen Kinos zusammen mit einigen Kurzfilmen, um dem Publikum in Karatschi das deutsche Kino näher zu bringen und auch die lokalen Nachwuchstalente des Filmemachens zu fördern. Im letzten Jahr konnten wir ein festes Publikum und eine Gruppe von Kinoliebhaber*innen für unsere Sonntagsmatinéen gewinnen und planen, dies auch im Herbst dieses Jahres fortzusetzen. Wir konnten letztes Jahr acht Vorführungen mit insgesamt 930 Zuschauern verzeichnen.

Im letzten Sommer veröffentlichten wir auch eine Ausschreibung für Kurzfilme, die vor den Hauptfilmen gezeigt werden sollten, um Filmemacher*innen eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre Filme auf einer großen (Kino-)Leinwand zeigen können. Wir erhielten eine große Anzahl an Einreichungen. Daraus zeigten wir die folgenden Filme:

Holy Gutter von Samid Ali
Ghunghroo von Ali Rizvi
All that perishes at the edge of land von Hira Nabi
Riff Raff von Ahmed Arif
No More Backseaters von Gulzar Nayani
Lucky Irani Circus von Anam Abbas
Sapola von Aleem Bukhari
Kachrachi von Ali Mehdi
Agency von Omar Rahim
Darling von Saim Sadiq


Diese Spielfilme haben wir bei unseren Sonntagsmatinéen gezeigt:

Der Diktator, die Taliban und ich (Insha’Allah Democracy) von Mo Naqvi
Azmaish – eine Reise durch den Subkontinent von Sabiha Sumar
Oh Boy/Coffee in Berlin von Jan-Ole Gerster (im GI gezeigt)
Indus Blues (Pakistan) von Jawad Sharif
After Sabeen von Schokofeh Kamiz
Closer to God von Annette Berger
Talking Money. Rendezvous bei der Bank von Sebastian Winkels
Der Kick von Andres Veiel

Einige Highlights:

  • Sunday Matinee ©Goethe-Institut Pakistan
    Sunday Matinee
  • Sunday Matinee ©Goethe-Institut Pakistan
    Sunday Matinee
  • Sunday Matinee ©Goethe-institut Pakistan
    Sunday Matinee
  • Sunday Matinee ©Goethe-Institut Pakistan
    Sunday Matinee
  • Sunday Matinee ©Goethe-Institut Pakistan
    Sunday Matinee
  • Sunday Matinee ©Goethe-Institut Pakistan
    Sunday Matinee

 

Zusammenfassung der Filme

Holy Gutter von Samid Ali und Ghunghroo von Ali Rizvi

Holy Gutter und Ghunghroo entstanden im Rahmen unseres Projekts Filmtalente – Stimmen aus Pakistan und Afghanistan (FilmTalents – Voices from Pakistan & Afghanistan).


Ghunghroo handelt von einem jungen Mann aus Karatschis Stadtteil PIB Colony, der aus gesellschaftlichen Fesseln ausbricht, trotz aller Widrigkeiten seine Liebe zum klassischen indischen Tanz verfolgt und zu einem Vertreter dieser Kunstform wird.

Holy Gutter handelt von den sozialen, persönlichen und ökologischen Kosten des Missmanagements von Lahores Wasserressourcen, für die die christlichen Glaubensgemeinschaften Pakistans zahlen müssen.


Der Diktator, die Taliban und ich (Insha’Allah Democracy) von Mo Naqvi
Bei der ersten Wahl in Pakistan muss sich ein Filmemacher zwischen einem religiösen Hardliner und einem säkularen liberalen Führer entscheiden, der zufällig ein ehemaliger Militärdiktator ist. 


Azmaish – eine Reise durch den Subkontinent von Sabiha Sumar
Zwei mutige Frauen, die pakistanische Regisseurin Sabiha Sumar und die französisch-indische Schauspielerin Kalki Koechlin, machen sich auf eine außergewöhnliche Reise durch Indien und Pakistan. 

 
All that perishes at the edge of land von Hira Nabi
All that perishes at the edge of land entstand im Rahmen unseres Projekts Filmtalente – Stimmen aus Pakistan und Afghanistan (FilmTalents - Voices from Pakistan & Afghanistan). In dieser dokumentarischen Arbeit wird das Containerschiff „Ocean Master“ anthropomorphisiert und tritt in einen Dialog mit mehreren Arbeitern der Gadani Werft. Das Gespräch bewegt sich zwischen Träumen und Verlangen, Orte, die man als Zuhause bezeichnen kann.


Oh Boy/Coffee in Berlin von Jan-Ole GersterEin zielloser Studienabbrecher versucht dem Sinn des Lebens auf die Spur zu kommen, während er einen schicksalhaften Tag lang durch die Straßen Berlins wandert. 


Riff Raff von Ahmed Arif
An einem Abend in der oberen Mittelklasse Karatschis manövriert ein 40jähriger Mann zwischen dem trügerischen Charme seines sozialen Lebens und der Realität seines Zuhauses.  

No More Backseaters von Gulzar Nayani
No more backseaters ist eine experimentelle und beobachtende Dokumentation über Mädchen auf dem Fahrrad in Karatschi. 


Lucky Irani Circus von Anam Abbas
Der Kurzfilm ist eine Ode an den Lucky Irani Circus, Pakistans arbeitsamste Zirkustruppe. Skurrile Vignetten über das Leben seiner Kinderstars abseits der Bühne und die Anstrengungen ihrer Familien erforschen die Kümmernisse und Freuden des Zirkuslebens. 

 
Indus Blues von Jawad Sharif
Pakistanische Folklorekünstler*innen erzählen von ihren Anstrengungen, eine im Verschwinden begriffene Kunstform am Leben zu erhalten und erinnern die Welt daran, was wir im Begriff sind zu verlieren. 

 
After Sabeen von Schokofeh Kamiz

Dokumentarfilm basierend auf dem Leben der ermordeten T2F-Gründerin Sabeen Mahmud. Ein Film, der das Danach des Mordes an Sabeen Mahmud, Gründerin und Direktorin der gemeinnützigen Einrichtung Peace Niche in Karatschi, einfängt.


Closer to God von Annette Berger
Ein faszinierender Schweizer Dokumentarfilm über zwei pakistanische Männer. Einer ein Derwisch auf einer lebenslangen Pilgerreise; der andere der Bewahrer einer jahrhundertealten Musiktradition. Der Film begleitet die Männer zu beeindruckenden heiligen Stätten sowie in ihren alltäglichen Gesprächen und vermittelt einen wunderbaren Seitenblick auf die pakistanische Gesellschaft.
Nach dem Film standen Regisseurin und das Filmteam für Fragen und Antworten zur Verfügung. 


Kachrachi von Ali Mehdi
Der Protagonist des Films ist ein Spiegelbild von Karatschi in Form eines Verrückten, der sich an ihre Einwohner*innen wendet und sie zurechtweist wegen ihrer Nachlässigkeit, ihres mangelnden staatsbürgerlichen Sinns und der Art und Weise, wie die Stadt in krasser Missachtung von Menschlichkeit, Sauberkeit, Bildung und anderer Notwendigkeiten misshandelt wird. 

Sapola von Aleem Bukhari
Sapola ist ein Horror-Krimi über Ehrenmorde.

 
Talking Money. Rendezvous bei der Bank von Sebastian Winkels
Talking Money ist ein beobachtender Dokumentarfilm, in dem Kameras an Beratungstischen auf der ganzen Welt zeigen, wie soziale Transaktionen getätigt werden. Während sich Geschichten aus acht Ländern zu einer globalen Konversation über Geld verweben, wird das Kino virtuell in eine Bank verwandelt. 

 
Der Kick von Andres Veiel
In der Nacht des 13. Juli 2000 griffen die Brüder Marco und Marcel Schönfeld zusammen mit ihrem Freund Sebastian Fink den 16jährigen Marinus Schöberl gewaltsam an und töteten ihn. Der Dokumentarfilmer Andres Veiel führte umfangreiche Recherchen über den sich im Berliner Stadtteil Uckermark zugetragenen Fall für ein Theaterstück durch. Der Film basiert auf und trägt den Namen des von ihm verfassten Stücks.


Darling von Saim Sadiq
Der Kurzfilm Darling des pakistanischen Filmemachers Saim Sadiq erzielte große Erfolge bei den 76. Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Das Meisterwerk, das auf dem Festival seine Weltpremiere feierte, wurde mit dem Orizzonti-Preis für den besten Kurzfilm ausgezeichnet. Er handelt von einem Jungen namens Shani und dem Transmädchen Alina, gespielt von einer jungen Transfrau aus Lahore – Alina Khan. Er zeigt ebenfalls die aufstrebende Schauspielerin Mehar Bano, Abdullah Malik und Nadia Afgan.


Agency von Omar Rahim
Agency. Der Film, der von einem schwulen Paar auf der Suche nach einer Leihmutter erzählt, reflektiert die sich kontinuierlich weiterentwickelnde Familiendynamik südasiatischer Paare der heutigen Zeit, die nicht mehr in konventionelle Klammern fallen. Agency wurde Anfang dieses Jahres in Mumbai beim Kashish Filmfestival uraufgeführt und wird in Chicago und Washington DC die Festivalrunde machen.