Über Daniel Falb

Daniel Falb © Daniel Falb Daniel Falb, 1977 in Kassel geboren, ist ein in Berlin lebender Dichter. Falb gilt als ein Poets´ Poet, er ist ein Geheimtipp innerhalb der Gruppe derer, die selbst ein Geheimtipp sind.

Der Schriftsteller Gerhard Falkner rühmt an Falbs Texten das Hochdosierte in der schlanken Auslegung und den rasanten „Anspurt“ in den Gedichtauftakten. Falbs Kunst irritiert dabei durch den Verzicht auf stoffschlüssige Verbindungen zwischen den Einzelversen, es wimmelt in ihnen von „kalten Lötstellen“. Unvermittelt findet der Leser sich z.B. in Städten  mit privatisierten Gerichtshöfen, mobilen Kreißsälen und verkohlten Dachstühlen wieder, oder er wird entführt in Landschaften, durch die Anamnesen rauschen und lokale Gewitter ziehen. In Falbs Welt wird über den „mageninhalt / historischer tierkadaver“ nachgedacht, es gibt Devisen zur Entrichtung eines Fruchtzehnts und Zyklone, die violette Palmen beugen.

Die Lyrikerin Monika Rinck empfiehlt dem Publikum die Lektüre von Falbs jüngstem Gedichtband CEK (kookbooks 2015) mit den Worten: „Sie werden ein Unverständnis entwickeln gegenüber dem Leben, welches Sie gelebt hätten, ohne dieses Buch gelesen zu haben.“
 

Werke:

die räumung dieser parks. Gedichte. kookbooks, Idstein 2003.
Bancor. Gedichte. kookbooks, Idstein 2009.
CEK. Gedichte. kookbooks, Berlin 2015.