Łukasz Jarosz erzählt

Łukasz Jarosz Foto: Robert Feszak

Wie arbeiten Sie? – künstlerische Methode 

Kaffee oder Sonnenschein – braucht Ihre Phantasie Stimulanzen? Wenn ja, welche?

Weder Sonne, noch Kaffee. Ruhe, Stille und Nacht.

Anfang und Ende – wo fängt ein Gedicht an, wo hört es auf? In der Badewanne, am Waldrand, auf dem Bildschirm?

Gewöhnlicher im Kopf. Auf Wanderungen, Reisen.

Wie arbeiten Sie? – persönlicher Stil

Klebstoff oder Lautmalerei – was hält die Wörter zusammen?

Wörter löten selbst ihre Bindungen: Einvernehmen, Ordnung und Zugehörigkeit.

Steckdose oder Leidenschaft – wie / womit laden Sie Ihre Gedichte auf?

Mit Todesbewusstsein und der Unmöglichkeit von Weltbeschreibung. 


Beruf: Dichter

Arbeit oder Geistesblitz – wie viel Zeit beansprucht ein Gedicht?

Manchmal eine Minute, manchmal Jahre.

Materieller Druck oder inneres Bedürfnis – muss der Dichter über jedes Thema schreiben können?

Er sollte es können, aber das wird nie der Fall sein.

Dichtung als Lebensstil 

Ferien oder Nachtruhe – braucht ein Dichter poesiefreie Zonen? Wenn ja, wo findet er sie?

Ich finde keine poesiefreien Zonen. Früher fand ich solche, als ich nicht schrieb.

Pfiffe oder Beifall – spielt der Leser / die Kritik eine Rolle im Leben des Dichters?

Der Leser ja. Der Kritiker nicht unbedingt.

Dichtung als Kunst

Fallbeispiel oder Lückenbüßer – gibt es überflüssige Wörter?

Solche existieren nicht.

Boulevardpresse oder Sockel – wo gibt es heute Platz für Gedichte?

Weiß ich nicht.