Über Łukasz Jarosz

Łukasz Jarosz Foto: Robert Feszak

Łukasz Jarosz, 1978 geboren. Dichter, Musiker. Schlagzeuger, Sänger und Autor der Texte der Gruppen Lesers Bend, Chaotic Splutter, Mgłowce, Zziajani Porywacze Makowców. Autor von sieben Lyrikbänden: Soma (2006), Biały tydzień (Weiße Woche, 2007), Mimikra (Mimikry, 2010), Spoza (Von außerhalb, 2011), Wolny ogień (Freies Feuer, 2011), Pełna krew (Volles Blut, 2012), Świat fizyczny (Die physische Welt, 2014). Preisträger vieler Lyrikwettbewerbe, u.a. des Krzysztof Kamil Baczyński-Wettbewerbs, des Rafał Wojaczek-Wettbewerbs und des Rainer Maria Rilke-Wettbewerbs. Wisława Szymborska-Preis. Seine Gedichte wurden ins Englische, Kroatische, Deutsche und Italienische übertragen. Er veröffentlichte u.a. in „Tygodnik Powszechny“, „Gazeta Wyborcza“ und „Twórczość“. 

Wenn Łukasz Jarosz periphere Orte wie Wälder, Dörfer, und leere Räume beschreibt, dann erzählt er nicht nur seine eigenen, persönlichen Geschichten, sondern verweist auch auf eine schmerzhafte Vergangenheit – auf die von Kriegen geprägte Geschichte seiner eigenen Region und ganz Europas. Es ist eine plastische, körperliche, sinnliche und unerhört suggestive Poesie. Das Physische, der unmittelbare Kontakt mit der Natur und ihren Elementen, wird zum Heilmittel gegen das die Welt umgebende Böse und ist zugleich der einzige Weg zur Erfahrung des wirklichen Lebens. Das Erzählen über den Alltag und ganz gewöhnliche Dinge wird zu einem Erzählen über das Sterben, die Vergänglichkeit und das Böse, über individuelle Schicksale und das Drama der Menschheit.