Kerstin Preiwuß

Kerstin Preiwuß

Kerstin Preiwuß wurde 1980 in Lübz geboren, einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern. Aufgewachsen ist sie in Plau am See und Rostock. Kerstin Preiwuß ist Prosaautorin und Dichterin.
Größere Bekanntheit erlangte Preiwuß mit einem Langpoem in dreizehn Teilen, das 2012 mit dem Titel Rede bei Suhrkamp erschien. Es geht darin um die Gefährdungen und Verwandlungen des Ich und um den Versuch, sich mit Hilfe von Sprache gleichzeitig seines Selbst zu vergewissern und sich aus dessen Grenzen zu lösen. Der Text bezieht seine Dringlichkeit aus dem Wagnis eines hohen Tons, in den fortwährend das Umgangssprachliche diffundiert. Er präsentiert sich dem Leser als ein kunstvolles Ineinander von unterschiedlichen Stimmlagen, die gemeinsam ein vielgestaltiges Ganzes ergeben.

Die Sprache von Kerstin Preiwuß ist kräftig und weltzugewandt, sie selbst bezeichnet sie als Tier in ihrem Mund, aus dem „das meuternde wort“ hervorbricht. Die Dichterin Monika Rinck sagt im Hinblick auf Rede, hier verberge sich Komplexität in Leichtgesagtem und das Leichte sei wie in einer Kür dasjenige, welches am schwersten zu erringen sei. In der Laudatio zum Mondseer Lyrikpreis, den Kerstin Preiwuß im Jahre 2012 erhielt, würdigt die Schriftstellerin Nadja Küchenmeister am Werk ihrer Kollegin die Innigkeit der Ansprache, die hohe Musikalität der Zeilen und „das Bestreben, auch im Detail auf das ganze, oftmals als brüchig empfundene, Dasein zu verweisen“.
Zuletzt erschien von Kerstin Preiwuß der viel diskutierte Roman Restwärme (Berlin Verlag 2014).

 

Werke

Nachricht von neuen Sternen. Gedichte. Connewitzer Verlagsbuchhandlung, Leipzig 2006.
Rede. Gedichte. Suhrkamp, Berlin 2012.
Restwärme. Roman. Berlin Verlag, Berlin 2014.