Über Marta Podgórnik

Marta Podgórnik © Fundacja Wisławy Szymborskiej Foto: Maciej Jarzębiński Marta Podgórnik (geb. 1979) – Lyrikerin, Literaturkritikerin, Redakteurin. Podgórnik wurde bereits mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, u.a. dem Gdynia-Literaturpreis, und war nominiert u.a. für den „Paszport“ der Zeitschrift „Polityka“, den Wrocławer Lyrikpreis Silesius, den „Gryfia“-Literaturpreis. Zudem erhielt sie ein Stipendium des polnischen Ministeriums für Kultur. 2016 wurde sie zum Wisława-Szymborska-Preis nominiert. Ihre Gedichte wurden in viele Sprachen übersetzt: Slowakisch, Tschechisch, Deutsch, Russisch, Schwedisch, Englisch, Italienisch und Ukrainisch. Bisher hat Marta Podgórnik folgende Gedichtbände publiziert: Próby negocjacji [Verhandlungsversuche], Paradiso, Długi maj [Ein langer Mai], Opium i Lament [Opium und Lamento], Dwa do jeden [Zwei zu eins], Pięć opakowań (zebrane) [Fünf Verpackungen (Sammlung)], Rezydencja surykatek [Die Erdmännchen-Residenz], Nic o mnie nie wiesz [Du weißt nichts über mich].  

Die Poesie von Marta Podgórnik ist eine bissige, streitlustige und unbequeme Poesie. Die Autorin bedient sich vielfältiger rhythmisierter, populärer wie traditioneller, Formen, wie Kabarettlied, Ballade oder Sonett, bereichert sie mit Wortwörtlichkeit und starken Gefühlen, indem sie manchmal schmerzhafte und scheinbar intime Geschichten erzählt. Der feministische, mutige und provokative Ton ist die wichtigste Triebkraft der Poesie von Marta Podgórnik. Die Dichterin zersprengt gängige Schemata und Gattungen: sie provoziert und zugleich spielt auf den zarten Saiten der Welt der menschlichen Gefühle und des Empfindens.