Kurzporträts der Juroren/Mentoren
Wettbewerb „Diamantenschliff“

Karolina Kuszyk

geboren 1977, studierte Germanistik und Polonistik, arbeitet als Literaturübersetzerin und Schriftstellerin. Sie übersetzte u. a. Werke von Ilse Aichinger, Max Frisch, Durs Grünbein, Bernhard Schlink, Karen Duve, Wilhelm Weischedel und Ingrid Noll. Sie arbeitete u. a. mit den Zeitschriften Le Monde Diplomatique Polska, Agora und PolenPlus, der Literaturwerkstatt Berlin und dem Sender Deutschlandradio Kultur zusammen. 2009 gewann sie den 2. Preis im literarischen Wettbewerb Poetry Slam slawischer Sprachen am Russischen Theater Berlin. Von 2010 bis 2011 war sie Redakteurin der polnischen Version der europäischen Presseschau „eurotopics“ in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung. Von 2010 bis 2013 war sie Berliner Korrespondentin der Zeitschrift Notes Wydawniczy. Seit 2014 leitet sie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder Seminare zum Thema Literarische Übersetzung und Literaturkritik. Sie lebt in Berlin.
 

Maria Przybyłowska

geboren 1946, Germanistin und Übersetzerin deutschsprachiger Literatur. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Fachübersetzerin für eine Presseagentur und anschließend als Lektorin im Verlag Czytelnik. Seit 1996 ist sie als freiberufliche Übersetzerin tätig. Sie übersetzte u. a. fast das gesamte Schaffen von Elias Canetti sowie Werke von Siegfried Lenz, Horst Bienek, Peter Sichrovsky, Robert Menasse, Helga Hirsch, Thomas Mann, Arno Geiger und Martin Suter. Außerdem übersetzt sie Kinderbücher. Maria Przybyłowska gewann zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem 1993 den Preis der polnischen Literaturzeitschrift „Literatura na Świecie“ für ihr Gesamtwerk unter besonderer Berücksichtigung der autobiografischen Trilogie von Elias Canetti, im selben Jahr den Preis des Ministers für Kultur und Sport Österreichs für ihr Gesamtwerk, 2005 den Karl-Dedecius-Preis und 2007 den Preis des polnischen PEN-Clubs für ihre Übersetzungen der Werke von Elias Canetti. Sie lebt in Warschau.
 

Ryszard Turczyn

geboren 1953, Germanist, Übersetzer literarischer und geisteswissenschaftlicher (philosophischer, psychologischer, soziologischer, literaturwissenschaftlicher und kulturwissenschaftlicher) Texte und Literaturagent. Er übersetzt aus dem Deutschen und dem Niederländischen. Er übersetzte u. a. Werke von Ilse Aichinger, Hermann Broch, Gottfried Benn, Jean Amery und Wladimir Kaminer. Außerdem ist Ryszard Turczyn Mitautor des 1996 beim Verlag „Świat Książki“ erschienenen Synonymwörterbuchs „Słownik synonimów“ (gemeinsam mit Ewa Geller und Andrzej Dąbrówka) und des 2004 beim selben Verlag erschienen Rechtschreibwörterbuchs „Wielki słownik ortograficzno-fleksyjny“ (gemeinsam mit Barbara Janik-Płocińska und Małgorzata Sas). Ryszard Turczyn ist Ehrenmitglied des Polnischen Verbands der Literaturübersetzer. Er lebt in Warschau.