Roman Gutek Von Werner Herzog bis „Toni Erdmann”

Ausschnitt aus dem Foto mit Roman Gutek
© Gazeta “Na horyzoncie” fot. Anna Jochymek

Das Problem ist das Überangebot. Roman Gutek im Gespräch mit Jakub Majmurek über die Förderung des deutschen Autorenkinos in Polen.
 

Wie begann ihr Interesse am deutschen Film?

Mit Werner Herzog, mehrere seiner Filme liefen auch in polnischen Kinos. Ich suchte in ihnen nach Antworten auf die Fragen, die mich damals als jungen Menschen bewegten. Meine Jugendzeit fiel in die Mitte der 70er-Jahre, das waren die besten Jahre des deutschen Films. Ich interessierte mich damals auch für die deutsche Kultur an sich.

Woher kam das?

Ich wuchs in der Gegend von Lublin auf, von wo aus man die Gedenkstätte Majdanek sehen konnte. Eines Tages fragte ich meine Großmutter: „Was ist dieses Majdanek?“. Und sie erzählte mir, dass sich dort im Krieg ein Konzentrationslager befunden hatte, in dem die Deutschen Zehntausende von Menschen vergast und verbrannt hatten. Ich war damals vielleicht acht oder neun Jahre alt und konnte nicht begreifen, wie so etwas möglich war. Später las ich viel über die Ursachen des Nationalsozialismus, des Krieges und des Holocausts. Ich wollte mich mit Deutschen über dieses Thema unterhalten, wollte sie und ihre Geschichte wenigstens ein bisschen verstehen lernen. Ich interessierte mich auch dafür, wie sich der deutsche Film mit der jüngsten Vergangenheit auseinandersetzte – Filmemacher aus der Generation von Herzog und Fassbinder, die während des Krieges oder unmittelbar danach geboren wurden und deren Väter eine nationalsozialistische Vergangenheit hatten.

Und später haben sie angefangen, diese Filme einem breiteren Publikum zu präsentieren?

Die erste bedeutende Filmveranstaltung, die ich organisiert habe, war die Retrospektive „Wernera Herzoga esej o człowieku“ (dt: „Werner Herzogs Essay über den Menschen“) im Filmdiskussionsklub „Hybrydy“ – mit Vorträgen von bekannten Kritikern wie Andrzej Werner und Maria Janion. Wir gaben eine spezielle Broschüre heraus, und Andrzej Pągowski entwarf das Plakat zur Veranstaltung.

Die Retrospektive umfasste sämtliche Filme von Werner Herzog, inklusive der Dokumentarfilme, die in Polen damals völlig unbekannt waren. Man darf nicht vergessen, dass der Zugang zu ausländischen Filmen in den 80er-Jahren nur sehr eingeschränkt war. Man konnte sie sich ausschließlich im Kino oder im Fernsehen ansehen, es gab noch nicht einmal VHS-Kassetten. Und natürlich bestimmte der Staat, welche Filme eingeführt und gezeigt wurden, es gab die Zensur („Die Blechtrommel“ von Volker Schlöndorff war z. B. verboten). In den 80er-Jahren war kein Geld da, um Filme zu kaufen, in den polnischen Kinos wurden pro Jahr nur etwa dreißig Filme aus dem Westen gezeigt, über die meisten konnte man nur etwas in Fachzeitschriften lesen.

Wie hatten Sie dann Zugang zu diesen Filmen? Sind Sie zu Festivals gefahren?

Das Filmfest München habe ich erstmals 1983 besucht, das war bereits nach der Herzog-Retrospektive. Es war damals praktisch unmöglich, Filme auf eigene Faust nach Polen einzuführen. Die Filmklubs durften keine Devisenkonten führen, also musste ich die nötigen D-Mark auf dem Schwarzmarkt kaufen. Ich kann mich noch erinnern, wie wir eine deutsche Firma für die Vorführrechte an Werner Herzogs „Fitzcarraldo“ bezahlen mussten. Wir gaben unsere auf dem Schwarzmarkt gekauften D-Mark einem Mitarbeiter der bundesdeutschen Botschaft mit, der gerade nach Deutschland fuhr, weil wir selbst nicht wussten, wie wir das organisieren sollten.

Die Botschaft half also bei der Vermittlung des deutschen Films?

Sogar sehr, obwohl man mich, als ich zum ersten Mal dort war (ich glaube, das war 1982), ein wenig merkwürdig ansah, als ich erklärte, ich wolle deutsche Filme an der Universität Warschau vorführen. Einer der Mitarbeiter ging mit mir in den Keller und zeigte mir dort irgendwelche Kartons. Ich fand darin sieben hervorragende Filme – auf 35mm-Film und mit polnischen Untertiteln. Die Kopien waren Ende der 70er-Jahre für eine offizielle Retrospektive erstellt und nie nach Deutschland zurückgeschickt worden. Ich zeigte diese Filme im Filmdiskussionsklub „Hybrydy“, später wurden sie noch in vielen anderen Filmklubs vorgeführt.

Auf diesen Kopien befanden sich Aufkleber mit der Adresse Inter Nationes, Bonn, Kennedyallee 91-103. Ich weiß das noch wie heute. Ich schrieb an diese Adresse, und es stellte sich heraus, dass das eine ähnliche Institution wie das Goethe-Institut war – ein Verein, der sich ebenfalls für die Vermittlung der deutschen Kultur einsetzte, in Ländern, in denen es keine Goethe-Institute gab. Ich erhielt blitzschnell eine Antwort, und wenige Tage später erhielt ich ein großes Paket mit Unmengen von Materialien zum deutschen Film – kilogrammweise Bücher und Zeitungsausschnitte.

Ich nutzte also die Gunst der Stunde und beschloss, eine Retrospektive mit westdeutschen Filmen zu veranstalten, von 1962, als die jungen deutschen Filmemacher ihr Oberhausener Manifest verkündet hatten, bis zur Gegenwart, also 1984. Die Retrospektive fand in den Herbstmonaten statt (von Oktober bis Dezember 1984), also gaben wir ihr den Titel „Niemcy jesienią – nowe kino zachodnioniemieckie 1962-1984“ (dt.: „Deutschland im Herbst – der neue westdeutsche Film 1962-1984“), der auch eine Anspielung auf den bekannten gleichnamigen Film aus dem Jahr 1978 war. Andrzej Pągowski entwarf erneut das Plakat. Wir zeigten fast einhundert in Polen überwiegend unbekannte Filme von damals noch weniger bekannten Regisseuren wie R. Hauff (der auch persönlich zu Gast auf der Retrospektive war), Alexander Kluge, Peter Lilienthal, Werner Nekes, Ulrike Ottinger, Helga Sanders-Brahms, Peter Schamoni, Werner Schroeter, Jean-Marie Straub und Hans-Jürgen Syberberg. Viele der Filme habe ich damals selbst zum ersten Mal gesehen.


Plakat "Deutschland im Herbst", Autor: Andrzej Pągowski Plakat "Deutschland im Herbst", Autor: Andrzej Pągowski | © Gapla - Galeria Plakatu Filmowego Wie war der Zuschauerzuspruch?

Sehr gut. Das polnische Publikum war damals ausgesprochen kinohungrig. Dadurch, dass wir diese Filme nach Polen einführten und polnische Dialoglisten erstellten, konnten sie hinterher auch in den Filmdiskussionsklubs gezeigt werden. „Die Blechtrommel“ wurde in den 80er-Jahren von mehreren zehntausend Zuschauern gesehen, obwohl der Film nie in den offiziellen Verleih kam.

Sehr großen Zuspruch erlebte auch die Vorführung des mehrstündigen Films „Heimat – Eine deutsche Chronik“ von Edgar Reitz auf dem Warschauer Filmfestival. Der Film schildert die deutsche Geschichte von 1919 bis 1982 am Beispiel einer fiktiven Familie aus einem kleinen Dorf im Hunsrück.

Auch die Vorpremiere von „Heimatmuseum“, einem Fernseh-Dreiteiler aus dem Jahr 1988, der auf dem gleichnamigen Roman des in Ostpreußen geborenen Schriftstellers Siegfried Lenz basierte und vom Schicksal der deutschen Bevölkerung in Masuren handelte, fand regen Anklang. Die Deutschen wollten den Film gerne vor der offiziellen Premiere in Warschau zeigen, und als die offiziellen polnischen Filminstitutionen aufgrund der brisanten Thematik ablehnten, wandte man sich schließlich an mich. Nachdem ich die Freigabe der Zensurbehörde erhalten hatte, mieteten wir ein großes Kino, das „Bajka“ an der Ulica Marszałkowska. Die Vorstellungen waren im Handumdrehen ausverkauft. Viele Gäste – wie Krzysztof Zanussi oder die Frau von Wojciech Jaruzelski, die Germanistin war – mussten wir durch den Hintereingang einlassen.

Ist es ihnen damals gelungen, einen der von ihnen präsentierten deutschen Regisseure nach Polen zu bringen?

Wir wollten mehrere Male Werner Herzog einladen, aber daraus wurde nichts. Mit Wim Wenders klappte es, aber auch erst 1988. Wir veranstalten eine Retrospektive mit seinen Filmen, und Wenders kam persönlich, auch weil er nach möglichen Drehorten für seinen Film „Bis ans Ende der Welt“ suchte. Ich erinnere mich noch, dass er mit dem Morgenzug aus Berlin kam und ich ihn am Hauptbahnhof abholte. Er war schrecklich hungrig und aß gleich am Bahnhof ein großes überbackenes Baguette. Er wollte unbedingt das Kraftwerk Siekerki und den Stadtbezirk Ursynów besichtigen, weil ihm jemand gesagt hatte, diese Orte sähen aus, wie aus einem Science-Fiction-Film und könnten zu seinem neuesten Filmprojekt passen. Er hatte auch vom Bazar Różycki gehört, also ging ich mit ihm auch dorthin. Er besorgte sich dort einige Platten von polnischen Punkbands wie Dezerter, Deuter und Brygada Kryzys.

Bereits zuvor, ich glaube 1986, hatte ich eine Retrospektive mit Werken deutscher Filmemacherinnen organisiert. Damals war Ulrike Ottinger nach Polen gekommen, und die Menschen hatten sich ihre Filme mit offenen Augen angesehen.  

Nach dem Umbruch 1989 gründeten sie den Filmverleih „Gutek Film“. Können Sie sich noch an den ersten deutschen Film erinnern, den Sie als Verleihfirma nach Polen gebracht haben?

Ja, das war „Lisbon Story“. Das war überhaupt der erste Film von Gutek Film, der in den polnischen Kinos lief. Ich hatte den Film bei seiner Premiere in Cannes gesehen, bei meinem zweiten Besuch des dortigen Filmfestivals. Auf dem anschließenden Empfang am Strand spielte die portugiesische Band Madredeus, die auch selbst im Film auftrat und deren Musik für den Soundtrack verwendet wurde. Ich sprach Wenders an, erinnerte ihn an seinen Besuch in Warschau und erzählte ihm, dass ich gerade einen eigenen Filmverleih gegründet hatte und dass „Lisbon Story“ der erste Film sei, den ich in die polnischen Kinos bringen wollte. Er sagte, ich sei wohl verrückt, und erklärte sich – weil er Angst hatte, ich könnte bankrott gehen – bereit, nach Polen zu kommen und Werbung für den Film zu machen. Er verbrachte eine ganze Woche in Polen, die Pressekonferenz fand im ehemaligen Sitz des Goethe-Instituts im Kulturpalast statt und die Premiere im Kino Muranów.

Wie wurde der Film angenommen?

Sehr gut, auch weil die Band Madredeus mit der hübschen Sängerin Teresa gerade äußerst angesagt war. Das Album mit dem Soundtrack verkaufte sich hervorragend, das war sehr hilfreich.
 

  • Wim Wenders in Warschau anlässlich der Premiere von "Lisbon Story" © Gutek Film
    Wim Wenders in Warschau anlässlich der Premiere von "Lisbon Story"
  • Roman Gutek und Wim Wenders in Warschau bei der Premiere von "Lisbon Story" © Gutek Film
    Roman Gutek und Wim Wenders in Warschau bei der Premiere von "Lisbon Story"
  • Wim Wenders in Warschau anlässlich der Premier von "Lisbon Story" © Gutek Film
    Wim Wenders in Warschau anlässlich der Premier von "Lisbon Story"


„Gutek Film“ hat jedoch keine spezielle Verbindung zum deutschen Kino?

Das stimmt, wir hatten tatsächlich nie viele deutsche Filme im Angebot. Das zeitgenössische deutsche Kino interessiert mich auch deutlich weniger als das der 60er- und 70er-Jahre. Ich habe den Eindruck, dass es sich zu sehr auf innerdeutsche Themen konzentriert, ich finde es auch in formaler Hinsicht nicht besonders interessant. Aber ich hatte mehrere Filme von Wim Wenders im Verleih. Und „Die große Stille“, diesen „schwierigen“ Film haben in Polen über hunderttausend Zuschauer gesehen.

Auf dem Festival „Nowe Horyzonty“ zeigen wir jedoch jedes Jahr mehrere neue deutsche Filme. Wir hatten dort auch eine Fassbinder-Retrospektive sowie eine Werner Nekes-Retrospektive und eine Ausstellung mit Objekten aus seiner Sammlung. Ich habe auch „Metropolis“ mit der Musik von Abel Korzeniowski gezeigt – über tausendfünfhundert Menschen haben sich diesen Film in der Jesus-Kirche in Cieszyń angesehen. Auch Fassbinder kam ausgezeichnet beim polnischen Kinopublikum an. Im Kino „Nowe Horyzonty“ in Breslau und im Kino „Muranów“ in Warschau finden regelmäßig Retrospektiven mit zeitgenössischen deutschen Filmen statt. Und in Breslau gab es große, vom Goethe-Institut organisierte Retrospektiven mit Filmen von Herzog und Wenders. Im Augenblick bereiten wir eine Fred-Kelemen-Retrospektive vor – das wird eine der schwierigsten und anspruchsvollsten Werkschauen in der Geschichte des Festivals „Nowe Horyzonty“. Ich würde auch gerne irgendwann eine Retrospektive mit Filmen von Alexander Kluge, Jean-Marie Straub und Werner Schroeter machen – das sind Filmemacher, die ausgezeichnet zum Festival „Nowe Horyzonty“ passen würden.

Zuletzt haben Sie den Film „Toni Erdmann“ in die Kinos gebracht.

Ja, obwohl wir gewisse Befürchtungen hinsichtlich der Länge des Films hatten. Aber, ich beschloss, das Risiko zu wagen, da ich mich selbst so gut bei diesem Film amüsiert hatte.


Plakat zum Film "Toni Erdmann" Plakat zum Film "Toni Erdmann" | © Pressematerialien Gutek Film Sie werden für ihren Beitrag zur Verbreitung der deutschen Kultur im Ausland mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Wie fühlen Sie sich mit dieser Auszeichnung? Wie verstehen Sie selbst ihre Rolle als „Botschafter“ der deutschen Kultur in Polen?
 
Für mich sind das Wichtigste im Leben und bei der Arbeit die Menschen mit all ihren Eigenheiten und ihren Ideen. Es geht darum, einander kennenzulernen, einander zu begegnen und einander zu verstehen, sich gegenseitig zu inspirieren und voneinander zu lernen. Und Filme sind dabei äußerst hilfreich. Am besten sind immer unmittelbare Beziehungen, solche, die nicht von der Politik aufoktroyiert sind. Ich habe viele wunderbare Deutsche kennengelernt und mehrere von ihnen nach Polen eingeladen. Für viele von ihnen war das – obwohl wir Nachbarn sind – ihr erster Besuch in Polen. Ich zeige seit vielen Jahren deutsche Filme in Polen, weil sie interessant sind. Ich habe die Hoffnung, dass die Menschen bei dieser Gelegenheit erkennen, wie ähnlich wir uns im Grunde sind. Ich werde das auch weiterhin tun. Das Bundesverdienstkreuz ändert daran nichts, auch wenn ich mich selbstverständlich sehr über diese Auszeichnung freue.

Was ist heutzutage das größte Problem, für jemanden, der den Menschen Filme zeigen will?

Die Übersättigung. Es wird auch immer schwieriger, das Interesse der Zuschauer zu erregen. Anspruchsvolle Filme haben heutzutage weniger Zuschauer als noch vor zehn oder fünfzehn Jahren. Wenn ich „Gutek Film“ heutzutage gründen würde, wäre das wesentlich schwieriger als in den 90er-Jahren. Heutzutage kommen sehr viele Filme in die Kinos und verschwinden gleich wieder, sodass die Zuschauer es manchmal gar nicht schaffen, sie sich anzusehen. So war es auch mit „Toni Erdmann“, der außer im Warschauer Kino „Muranów” und im Breslauer Kino „Nowe Horyzonty“ in vielen Städten nach zwei Wochen wieder vom Spielplan verschwand. Doch es wird auch immer ein Publikum für Filme wie die von Fred Kelemen geben.

 

Roman Gutek (geb. 1958) – studierte an der Fakultät für Betriebswirtschaft der Universität Warschau und am Institut für Kunst der Polnischen Akademie der Wissenschaften (ein von Prof. Aleksander Jackiewicz geleitetes Seminar über die Anthropologie des Films).
 
Während seiner Studienzeit leitete er an der Universität Warschau die Filmdiskussionsklubs „Ubab“ und „Hybrydy“. In den 80er-Jahren veranstaltete er zahlreiche Retrospektiven mit in Polen bis dahin unbekannten internationalen Filmen (u. a. 1984 die Retrospektive „Deutschland im Herbst“ mit über 100 westdeutschen Filmen).
 
Gründer (1985) und Direktor (bis 1991) des Internationalen Filmfestivals Warschau.
 
Mitbegründer der Stiftung für Filmkunst und Leiter der dortigen Abteilung für Filmverleih (1990 bis 1994).
 
Gründer und Mitinhaber der Verleihfirma „Gutek Film“, die zahlreiche Autorenfilme in die polnischen Kinos gebracht hat. Besitzer des Kinos „Muranów“ in Warschau, das sich durch ein außergewöhnliches Repertoire mit Filmen von Regisseuren wie Peter Greenaway, Pedro Almodóvar, Wim Wenders, Nanni Moretti, Paolo Sorrentino, Lars von Trier, Mike Leigh, Jim Jarmusch, Derek Jarman, Paul Cox und Wong Kar-Wai auszeichnet. „Gutek Film“ hat circa 450 Filme in die polnischen Kinos gebracht, die von über 17 Millionen Zuschauern gesehen wurden.
 
„Gutek Film“ wurde 2010 und 2013 vom Polnischen Institut für Filmkunst für den Verleih nichtkommerzieller internationaler Filme in Polen ausgezeichnet.
 
Von 1995 bis 2000 war Roman Gutek Programmdirektor des internationalen Film- und Kunstfestivals „Lato Filmów“ in Kazimierz Dolny.
 
Gründer (2001) und Direktor des Filmfestivals „Nowe Horyzonty“, das seit 2006 in Breslau stattfindet.

Mitbegründer (2003) und Mitglied des Vereins „Nowe Horyzonty“.
 
Gründer (2010) und Direktor des American Film Festivals in Breslau.
 
2003 wurde Roman Gutek mit dem renommierten „Paszport“ der Zeitschrift „Polityka“ ausgezeichnet.
 
Das von „Gutek Film“ geleitete Kino „Muranów“ in Warschau erhielt 2003 den Europa Cinemas Award (als bestes Kino Europas) und 2007 den Preis des Polnischen Instituts für Filmkunst.
 
2004 wurde Roman Gutek vom französischen Kulturministerium für seine Verdienste um die Verbreitung des französischen Films in Polen und die Förderung der polnisch-französischen Beziehungen mit dem Ordre des Arts et des Lettres geehrt.
 
2006 erhielt er vom Polnischen Minister für Kultur und Bewahrung des Nationalen Erbes die Silberne Gloria-Artis-Medaille für kulturelle Verdienste.
 
2008 wurde er vom Präsidenten der Republik Ungarn für sein langjähriges Engagement für den ungarischen Film mit dem Ritterkreuz des Verdienstordens der Republik Ungarn ausgezeichnet.
 
Von 2007 bis 2011 war er Mitglied im Beirat des Polnischen Instituts für Filmkunst.
 
Mitglied der Europäischen Filmakademie.
 
Kurator des Filmprogramms der Kulturhauptstadt Europas Breslau 2016.
 
Am 16. Mai 2017 wurde Roman Gutek für seine langjährigen Verdienste um die Vermittlung der deutschen Filmkunst in Polen mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.