Weihnachtsmärkte Weihnachten in Berlin

Weihnachtszauber am Gendarmenmarkt
Weihnachtszauber am Gendarmenmarkt | Foto: Michael Setzpfandt © Weihnachtszauber, Pressematerialien

Obwohl München, Dresden oder Wien sich der größten historischen Weihnachtsmärkte rühmen können, hat Berlin doch seinen eigenen unnachahmlichen Charakter – vielleicht sogar ein bisschen viel davon! Nur in der deutschen Hauptstadt kann man einen solchen Markt auf einem Dachgarten besuchen, das skandinavische Lichtfest in einer denkmalgeschützten Brauerei oder Weihnachten in einem Klub im Freien direkt an der Spree feiern.

Klunkerkranich

Klunkerkranich latem Klunkerkranich latem | Źródło: Flickr © ekvidi Eine der stimmungsvollsten Locations im Viertel Neukölln bietet an den kommenden beiden Dezemberwochenenden „den am höchsten gelegenen Berliner Weihnachtsmarkt“. Der Klunkerkranich ist eine Bar auf dem Dach des Einkaufszentrums Neukölln Arcaden mit einer großartigen Aussicht auf die Stadt und echter Hippie-Atmosphäre. Ein Glas Glühwein und Feiertagshappen vom Zum Fetten Finken, wie etwa ein Kaiserschmarrn, also ein österreichischer Pfannkuchen mit Rosinen, Pflaumen oder Preiselbeeren und Puderzucker, wie er erstmals im 19. Jahrhundert für Kaiser Franz Joseph I. zubereitet wurde, schmecken in der Höhe ausgezeichnet.
 
9. und 10. Dezember, 16. und 17. Dezember, von 14.00 bis 20.00 Uhr.
Eintritt bis 16.00 Uhr frei, danach 3,- €.
Anschrift: Karl-Marx-Straße 66
 

Weihnachtszauber am Gendarmenmarkt

Jarmark Weihnachtszauber na Gendarmenmarkt Jarmark Weihnachtszauber na Gendarmenmarkt | Foto: Philipp Dubrau © Weihnachtszauber, mat. prasowe Das ist eindeutig einer der elegantesten Weihnachtsmärkte in Berlin. Am historischen Gendarmenmarkt gelegen, bietet er handgemachte Weihnachtsdekoration, biologisches Essen aus der Region und Konzerte. Und wenn der Frost langsam stört, kann man sich in einem der provisorischen Restaurants verkriechen, die an Luxuschalets in den Bergen erinnern. Kulinarisch hat man hier wirklich die Wahl: vom Räucherfisch über Käsespätzle bis hin zum Rahmbrot, also überbackene Vollkornbrote. Ich selbst empfehle aber das T-House mit seinen riesigen, sich auf dem Grillrost drehenden Thüringer Truthähne, deren gezupftes Fleisch mit Coleslaw und einer geheimen Preiselbeersauce im Sandwich gegessen wird.
 
Bis 31. Dezember, täglich von 11.00 bis 22.00 Uhr
(am 24.12. von 11.00 bis 18.00 Uhr, am 31.12. von 11.00 bis 13.00 Uhr).
Eintritt 1,- €.
Anschrift: Gendarmenmarkt 2

Lucia Weihnachtsmarkt

Lucia Weihnachtsmarkt Lucia Weihnachtsmarkt | Foto: Jochen Loch © Lucia Weihnachtsmarkt, mat. prasowe Dies wiederum ist einer der romantischsten Weihnachtsmärkte in der Hauptstadt, auf dem Hof einer historischen Brauerei, die jetzt unter dem Namen Kulturbrauerei als Kulturzentrum fungiert. Die Namenspatronin dieses Marktes ist die heilige Lucia, zu deren Ehren in Skandinavien am 13. Dezember das Lichtfest begangen wird. Kein Wunder also, dass alle skandinavischen Länder hier ihre Stände haben, und dass anstelle von Glühwein dessen finnische Variante Glögi getrunken wird. Erwachsene können sich hier überdies beim Bungee-Jumping amüsieren, und wenn all das die Kälte noch nicht erfolgreich bekämpft, dann kann man sich immer noch am Feuer aufwärmen.
 
Bis 23. Dezember, montags bis freitags, von 15.00 bis 22.00 Uhr, samstags und sonntags von 13.00 bis 22.00 Uhr
Eintritt frei.
Anschrift: Kulturbrauerei, Sredzkistraße 1

Heissa Holzmarkt

Apfelkrapfen Apfelkrapfen | Źródło: Flickr © r-hol Der Holzmarkt25, die Lieblingskneipe der Berliner direkt am Ufer der Spree, hat sich im Winter in einen zauberhaften Weihnactsmarkt verwandelt. Man kann hier ins Kino gehen, tanzen, ein Puppentheater anschauen, sich im Curling versuchen, eine Gänsekeule, flüssiges Raclette oder Apfelkrapfen verputzen, die deutsche Version eines Apfelkuchens. Wenn ihr die typisch touristischen Berliner Weihnachtsmärkte schon gesehen habt, kommt hierher, um euch von den Klischees zu erholen.
 
Bis 23. Dezember, freitags und samstags von 16.00 bis 22.00 Uhr,
Eintritt frei.
Anschrift: Holzmarktstraße 25

Berliner Weihnachtszeit

Berliner Weihnachtszeit Berliner Weihnachtszeit | Źródło: Flickr © Pascal Volk Die zwischen dem Ziegelbau des Roten Rathauses und der im 13. Jahrhundert erbauten Marienkirche gelegene „Berliner Weihnachtszeit“ ist vielleicht etwas kommerzieller, aber immer noch bezaubernd. Das ist den außergewöhnlichen Attraktionen dieses Marktes zu verdanken: dem schönen Riesenrad mit Blick auf den Alexanderplatz, der Nadel des Fernsehturms und der Eisbahn, die rund um den historischen Neptunbrunnen angelegt ist. Für Abwechslung im Aufenthalt sorgen heißer Honigmet, der im Lehmkrug gereicht wird, und ein Tütchen mit gebrannten Mandeln.
 
Bis 29. Dezember, montags und freitags 12.00 bis 22.00 Uhr, samstags und sonntags 11.00 bis 22.00 Uhr
(24.12. geschlossen, 25.12. und 26.12. von 11.00 bis 21.00 Uhr)
Eintritt frei.
Anschrift: Rathausstraße 15

Historischer Weihnachtsmarkt RAW Friedrichshain

Sznycer na jarmarku Weihnachtszauber na Gendarmenmarkt Sznycer na jarmarku Weihnachtszauber na Gendarmenmarkt | Foto: Philipp Dubrau © Weihnachtszauber am Gendarmenmarkt, mat. prasowe Zum Schluss etwas ganz anderes. Auf der Revaler Strasse, einer industriell geprägten Partymeile, steht nun schon zum zweiten Mal in einer verlassenen Reparaturstation für Züge ein Mittelaltermarkt. Nur in diesem Teil Berlins ist ein solcher Mix aus Graffiti und historischer Musik, Menschen in mittelalterlichen Kostümen, Ofensetzern, Schmieden und Holzschnitzern zu erleben. Hier könnt ihr euch bei Fackellicht aufwärmen, indem ihr Feuerzangenbowle mit einem brennenden, rumgetränkten Zuckerwürfel trinkt, Bogen schießen und Feuerschlucker bewundern.
 
Bis 22. Dezember, montags bis donnerstags 15.00 bis 22.00 Uhr (Eintritt frei), freitags bis samstags 12.00 bis 22.00 Uhr, sonntags 12.00 bis 19.00 Uhr (am Wochenende für Erwachsene 2,- €, für Kinder von sechs bis sechzehn Jahren 1,- €)
Anschrift: RAW-Gelände, Revaler Straße 16A