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10. Berlin Biennale
Die Biennale unter rosa-grauer Flagge

Logo 10. Berlin Biennale
Logo 10. Berlin Biennale | © 10th Berlin Biennale for Contemporary Art

Zu einem Song von Tina Turner hat am 9. Juni die 10. Biennale für zeitgenössische Kunst in Berlin begonnen. Die seit zwanzig Jahren stattfindende Veranstaltung spricht aktuelle, oft unbequeme Themen an, und die Arbeiten, die auf der Biennale gezeigt werden, sprengen häufig die klassischen Formate und Definitionen von Kunstwerken.

In diesem Jahr geben die erwähnte Tina Turner und ihr Song We don’t need another hero den Ton der Ausstellung vor; der Titel ist das Motto der Jubiläumsbiennale. Der Hit entstand im Jahr 1985, als die Welt kurz vor großen geopolitischen Veränderungen stand. Gabi Ngcobo, die Hauptkuratorin der Ausstellung, will zusammen mit den vier anderen Kuratoren des Events die Aufmerksamkeit auf Geschichten aus der Vergangenheit lenken, die, zueinander in Bezug gesetzt, dabei helfen können, Ereignisse der Gegenwart zu entschlüsseln und zu deuten. Sie betont dabei aber, dass die „10. Berlin Biennale keine eindeutige Interpretation der Geschichte oder der Gegenwart“ präsentiere. Und obwohl alles um fundamentale Themen kreist – Mechanismen der Kolonisierung und die Herrschaft der Weißen, Flüchtlinge, Heimat oder die Emanzipation der Frauen und der LGBT-Community – ist es nicht das Ziel, allgemein verbindliche Wahrheiten zu zeigen, sondern subjektive Strategien und Standpunkte angesichts gegenwärtiger Probleme.

46 Künstler aus der ganzen Welt wurden eingeladen, um diese Aufgabe zu realisieren. Für eine Biennale ist das eine recht kleine Gruppe, doch gewinnen die Ausstellungen dadurch an Fokus, und sie laden dazu ein, in aller Ruhe eine der vier Locations der diesjährigen Veranstaltung zu besuchen: außer in ihrem Hauptsitz in den Kunst-Werken Institute for Contemporary Art findet die Biennale auch in der Akademie der Künste statt, ferner im ZK/U, dem Zentrum für Kunst und Urbanistik, und im winzigen Pavillon der Volksbühne. Am Begleitprogramm der Veranstaltung können wir außerdem im HAU Hebbel am Ufer teilnehmen. Die Biennale dauert bis zum 9. September 2018.
   

  • Die Hauptkuratorin der Biennale, Gabi Ngcobo, Mitgründerin der Johannesburger Plattformen NGO-Nothing Gets Organised und des Center for Historical Reenactments, hat bereits die  Biennale-Veranstaltungen in São Paulo und Kapstadt auf ihrem Konto. Das Bild zeigt das Kuratorenteam der 10. Berlin Biennale. Von links: Thiago de Paula Souza, Gabi Ngcobo, Nomaduma Rosa Masilela, Yvette Mutumba und Moses Serubiri. Foto: F. Anthea Schaap, Pressematerial Berlin Biennale for Contemporary Art
    Die Hauptkuratorin der Biennale, Gabi Ngcobo, Mitgründerin der Johannesburger Plattformen NGO-Nothing Gets Organised und des Center for Historical Reenactments, hat bereits die Biennale-Veranstaltungen in São Paulo und Kapstadt auf ihrem Konto. Das Bild zeigt das Kuratorenteam der 10. Berlin Biennale. Von links: Thiago de Paula Souza, Gabi Ngcobo, Nomaduma Rosa Masilela, Yvette Mutumba und Moses Serubiri.
  • Die miteinander verflochtenen rosa-grauen Streifen sind das Logo der diesjährigen Biennale. Es steht für Vergangenheit und Zukunft, die miteinander in einem ständigen Dialog stehen. Das Logo greift unmittelbar auf Tarnfarben zurück, mit denen Schlachtschiffe während des Ersten Weltkriegs angestrichen waren. © Pressematerialien Berlin Biennale for Contemporary Art
    Die miteinander verflochtenen rosa-grauen Streifen sind das Logo der diesjährigen Biennale. Es steht für Vergangenheit und Zukunft, die miteinander in einem ständigen Dialog stehen. Das Logo greift unmittelbar auf Tarnfarben zurück, mit denen Schlachtschiffe während des Ersten Weltkriegs angestrichen waren.
  • Die Ausstellung in der Akademie der Künste am Hanseatenweg, einer der ältesten Kulturinstitutionen in Europa, bezieht sich auf die Wiedergeburt der Werte durch den kulturellen Austausch. Das gegenwärtige Gebäude, das die brutalistische Architektur repräsentiert, wurde in den 1950er Jahren von Werner Düttmann entworfen. Foto: Timo Ohler, Pressematerialien Berlin Biennale for Contemporary Art
    Die Ausstellung in der Akademie der Künste am Hanseatenweg, einer der ältesten Kulturinstitutionen in Europa, bezieht sich auf die Wiedergeburt der Werte durch den kulturellen Austausch. Das gegenwärtige Gebäude, das die brutalistische Architektur repräsentiert, wurde in den 1950er Jahren von Werner Düttmann entworfen.
  • In die Umgebung der Akademie der Künste passten die Arbeiten von Özlem Maltin und Sara Haq ideal. Maltin hat den Hof der Akademie annektiert. In Rauminstallationen hat sie lyrische Darstellungen hineinkomponiert, die aus dem Internet entliehen sind, oder Bilder aus eigenen, privaten Familienalben. Foto: Marta Czyż
    In die Umgebung der Akademie der Künste passten die Arbeiten von Özlem Maltin und Sara Haq ideal. Maltin hat den Hof der Akademie annektiert. In Rauminstallationen hat sie lyrische Darstellungen hineinkomponiert, die aus dem Internet entliehen sind, oder Bilder aus eigenen, privaten Familienalben.
  • Die strenge modernistische Architektur der Akademie der Künste hat auch Sara Haq genutzt, die in die Spalten im Fußboden Getreide gepflanzt hat. Auf einzelne Ähren oder größere Garben kann man im ganzen Gebäude treffen. Foto: Marta Czyż
    Die strenge modernistische Architektur der Akademie der Künste hat auch Sara Haq genutzt, die in die Spalten im Fußboden Getreide gepflanzt hat. Auf einzelne Ähren oder größere Garben kann man im ganzen Gebäude treffen.
  • Seit den frühen 1990er Jahren sind die Kunst-Werke Institute for Contemporary Art eine der wichtigsten Institutionen, die in Berlin moderne Kunst zeigen. Hier hatten auch alle Berlin Biennalen ihre Hauptausstellungen. Foto: Frank Sperling, Pressematerialien Berlin Biennale for Contemporary Art
    Seit den frühen 1990er Jahren sind die Kunst-Werke Institute for Contemporary Art eine der wichtigsten Institutionen, die in Berlin moderne Kunst zeigen. Hier hatten auch alle Berlin Biennalen ihre Hauptausstellungen.
  • Den zentralen Teil der diesjährigen Ausstellung in den KW nimmt die Installation von Dineo Seshee Bopape ein. Sie ist aus literarischen und musikalischen Elementen erstellt, zu denen unter anderem der Auftritt von Nina Simone auf dem Jazzfestival in Montreux im Jahr 1976 gehört. Foto: Timo Ohler, Pressematerialien Berlin Biennale for Contemporary Art
    Den zentralen Teil der diesjährigen Ausstellung in den KW nimmt die Installation von Dineo Seshee Bopape ein. Sie ist aus literarischen und musikalischen Elementen erstellt, zu denen unter anderem der Auftritt von Nina Simone auf dem Jazzfestival in Montreux im Jahr 1976 gehört.
  • Das ZK/U oder das Zentrum für Kunst und Urbanistik in Moabit stellt zum ersten Mal eine Location für die Berlin Biennale. Das Bild zeigt das Zentrum auf dem Gebiet eines ehemaligen Bahnhofs. Foto © ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik, 2017, Pressematerialien Berlin Biennale for Contemporary Art
    Das ZK/U oder das Zentrum für Kunst und Urbanistik in Moabit stellt zum ersten Mal eine Location für die Berlin Biennale. Das Bild zeigt das Zentrum auf dem Gebiet eines ehemaligen Bahnhofs.
  • Im ZK/U sind zehn Künstler zu Gast, die an alternativen historischen Motiven arbeiten. Das Bild ist eine Aufnahme aus der Arbeit Black Celebration von Tony Cokes. Tony Cokes, Black Celebration, 1988, Video, 17′17″, courtesy of Tony Cokes; Greene Naftali Gallery, New York; EAI, New York
    Im ZK/U sind zehn Künstler zu Gast, die an alternativen historischen Motiven arbeiten. Das Bild ist eine Aufnahme aus der Arbeit Black Celebration von Tony Cokes.
  • In der kleinsten Location, dem Pavillon der Volksbühne, befindet sich die Installation des Duos Las Nietas de Nonó. Sie wird während der gesamten Dauer der Biennale viele der Events und Aktionen begleiten, die hier geplant sind. Foto © Volksbühne Berlin, Pressematerialien Berlin Biennale for Contemporary Art
    In der kleinsten Location, dem Pavillon der Volksbühne, befindet sich die Installation des Duos Las Nietas de Nonó. Sie wird während der gesamten Dauer der Biennale viele der Events und Aktionen begleiten, die hier geplant sind.
 

 

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