Übersetzungsförderung

Goethe-Institut Übersetzungsförderung Foto: Goethe-Institut/Loredana La Rocca

Das Förderprogramm des Goethe-Instituts „Übersetzungen deutscher Bücher in eine Fremdsprache“ unterstützt ausländische Verlage bei der Publikation deutscher Literatur. Damit sollen einem nicht-deutschsprachigen Leserkreis aktuelle Werke der Gegenwartsliteratur, Bücher für Kinder und Jugendliche, wichtige wissenschaftliche Titel und Sachbücher zugänglich gemacht werden.

Das Programm dient kulturpolitischen Zielen und ist ein wichtiges Steuerungsinstrument der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.

Im Falle einer Förderung erstattet das Goethe-Institut dem ausländischen Verlag nach Erscheinen der Fremdsprachenausgabe einen Anteil der Übersetzungskosten. Eine vollständige Übernahme der Übersetzungskosten sowie die Finanzierung von Druck- oder Redaktionskosten sind nicht vorgesehen.

In den fast 40 Jahren seines Bestehens wurde die Veröffentlichung von rund 6.000 Büchern in 45 Sprachen finanziell unterstützt.

  1. Gefördert werden Übersetzungen von Werken deutscher Autorinnen und Autoren, die in gedruckter Form bei einem Verlag im deutschen Sprachraum publiziert sind.
  2. Die Übersetzung muss aus dem deutschen Originaltext vorgenommen werden.
  3. Es können nur solche Projekte berücksichtigt werden, die sich zum Zeitpunkt des Abschlusses des Fördervertrags noch nicht im Stadium der Drucklegung befinden.
  4. Der ausländische Verlag ist verpflichtet, im Impressum das Goethe-Institut als Förderer zu nennen und das Logo des Goethe-Instituts abzudrucken. Sollte dies versäumt werden, behält sich das Goethe-Institut vor, den bewilligten Betrag nicht auszuzahlen.
  5. Im Falle einer Förderung können für die Festlegung der Fördersumme nur solche Honorare herangezogen werden, die der Übersetzer spätestens bei Erscheinen der Übersetzung ausgezahlt bekommt.
Berechtigt zur Bewerbung sind ausschließlich die ausländischen Verlage.Das Goethe-Institut Ihres Landes entscheidet über Ihre Bewerbung. Wir bitten Sie, in Polen die Bewerbung bei dem Goethe-Institut Warschau oder dem Goethe-Institut Krakau einzureichen. Wenn es Ihr Projekt fördern möchte, sendet es seine Empfehlung an die Zentrale des Goethe-Instituts in München weiter. Dort legt ein Ausschuss die Höhe der Fördersumme fest.

Der Ausschuss tritt viermal jährlich zu folgenden Terminen zusammen:
  • Anfang Februar: Belletristik, Kinder- und Jugendbuch
    (Einsendeschluss: 15. Dezember)
  • Ende April: alle Fachrichtungen
    (Einsendeschluss: 15. Dezember für wissenschaftliche Werke,
    15. März für alle übrigen)
  • Ende Juli: Belletristik, Kinder- und Jugendbuch
    (Einsendeschluss: 15. Juni)
  • Anfang November: alle Fachrichtungen
    (Einsendeschluss: 15. Juni für wissenschaftliche Werke,
    15. September für alle übrigen)
Die Goethe-Institute nehmen Ihre Bewerbungen laufend entgegen. Sie werden dann in der nächstfolgenden Ausschusssitzung behandelt.
Bitte fügen Sie folgende Dokumente bei:
– Lizenzvertrag
– Übersetzervertrag
Projektbegründung
Informationen über den Übersetzer / die Übersetzerin

Für wissenschaftliche Werke wird ein Gutachten der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingeholt. Deshalb dauert es länger, bis eine Entscheidung getroffen wird.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung sobald wie möglich nach Abschluss von Lizenz- und Übersetzervertrag ein.