Schnelleinstieg:
Direkt zum Inhalt springen (Alt 1)Direkt zur Sekundärnavigation springen (Alt 3)Direkt zur Hauptnavigation springen (Alt 2)

Eine Einstellung zur Arbeit

„Arbeiter verlassen ILO“, eine Arbeit im Rahmen des Projekts „Labor in a Single Shot“ Foto (Zuschnitt): Melanie Baoud Menamkat, Z. Chojecki, Genf, 2014

Labor in a Single Shot workshop

in English
Call for applications for filmmakers, video artists and film students
Instructors: Antje Ehmann, Luis Feduchi
Warsaw, 3 - 28 October 2020
Berlin, 3 October - 4 November 2020
Application deadline: 25 September 2020

Apply here for the workshop in Warsaw Apply here for the workshop in Berlin

Projektbeschreibung

Das von Antje Ehmann und Harun Farocki initiierte Konzept, „Eine Einstellung zur Arbeit“, ist ein offenes, unter Aufsicht der Künstlerin und Kuratorin Antje Ehmann, des Architekten Luis Feduchi und der Regisseurin und Filmproduzentin Eva verwirklichtes Projekt.
 
Das Künstlerpaar Antje Ehmann und Harun Farocki führten von 2011 bis 2014 in fünfzehn Städten weltweit Workshops zum Thema Arbeit durch. Seit 2017 setzt Ehmann das Projekt zusammen mit Eva Stotz und Luis Feduchi fort.
 
„Eine Einstellung zur Arbeit“ untersucht die gegenwärtigen Bedeutungen, Bedingungen und  Sichtbarkeiten von Arbeit im globalen Vergleich. Das Ergebnis ist eine Reihe von Kurzfilmen, die in Kooperation mit lokalen Filmemacherinnen und Videokünstlerinnen in Workshops durchgeführt wird.
 
Ein wichtiger Referenzpunkt ist der Filmklassiker der Lumière-Brüder, die Ende des 19. Jahrhunderts Arbeiterinnen beim Verlassen der eigenen Lumière-Fabrik nach Feierabend filmten. Die Suche nach diesem Motiv in den jeweiligen Workshop-Städten und die Herstellung von Remakes, namens „Arbeiter Verlassen Ihren Arbeitsplatz“, ist ein Bestandteil des Projektes.
 
Für alle im Rahmen der Workshops entstehenden Filme gelten nachstehende Kriterien: es geht um Videos von maximal 2 Minuten Länge; mit bewegter oder statischer Kamera, mit Originalton oder einem Sound-Design; fast alle Optionen sind gegeben, nur darf nicht geschnitten werden. Gefilmt wird in einer Einstellung.
 
Die Realisierung der Filme nach den vorgenannten Grundsätzen soll eine genaue Untersuchung des jeweiligen Ablaufs der dokumentierten Arbeit, die nähere Verfolgung der Choreographie der Handlungen und der Arbeitsprozesse und den einmaligen Charakter der ausgeführten Arbeit zu verstehen ermöglichen. 
Kranführer, eine Arbeit im Rahmen des Projekts „Labor in a Single Shot“ Kranführer, eine Arbeit im Rahmen des Projekts „Labor in a Single Shot“ | Foto (Zuschnitt): Katja Berls, Berlin 2012 Das Ergebnis des Projekts ist ein Archiv von über 400 Filmen, welche die menschliche Arbeit vorstellen. Alle Filme sind auf der Projekt-Homepage http://labour-in-a-single-shot.net zu sehen - die gewissermaßen einen enzyklopädischen Charakter annimmt, da sie die vielfältigen Arbeitsrealitäten des globalen Kapitalismus dokumentiert.   
 
Ehmann und Feduchi wollen ihre Forschungen fortsetzen, diesmal in Kooperation mit Filmemachern aus Warschau und Berlin und zwar von August bis November 2020. Interessant ist, dass der deutschsprachige Titel dieses Projekts „Eine Einstellung zur Arbeit“ im doppelten Sinne verstanden werden kann: er bedeutet Arbeit in einer Einstellung und die Einstellung zur Arbeit zugleich.  
 
Eine große Rolle wird natürlich auch die Frage spielen, wie sich die Korona-Krise auf Arbeitsverhältnisse in Warschau und Berlin niedergeschlagen hat. Werden die Filme zeigen, wie sich die Realität verändert hat? Können alle Änderungen visuell eingefangen werden? Werden sich die Filme selbst verändern? Was ist mit der Abwesenheit von Arbeit?
 
Ende dieses Jahres bzw. im Frühling 2021, wenn Auslandsreisen und direkter Kontakt mit anderen Personen hoffentlich nicht mehr gesundheitsgefährdend sind, ist in Warschau eine Ausstellung geplant, in der die im Rahmen der diesjährigen Workshops in Warschau und Berlin entstandenen Filme vorgeführt werden.    
 
Workshop-Sprache ist Englisch. Die Teilnahme ist kostenlos. Jeder Teilnehmer wird 300 Euro Produktionsgeld erhalten.

Teilnehmer*innen

Die Kuratoren des Projekts „Eine Einstellung zur Arbeit“ haben die Auswahl der Teilnehmer für die Filmworkshops getroffen. Es sind folgende Personen:
 
aus Berlin aus Warschau
  • Gladys Lizarazu
  • Monnica Mariel Ross
  • Hansen Zhang
  • Montse de Pablo
  • Max Maeckler
  • Jan-Luc Ott
  • Chanyoung Park
  • Emil Klattenhoff
  • Leonard Geisler
  • Victor Sommerfeld
  • Raphael Kittel
  • Maria Stusio
  • Helena Oborska
  • Zuzanna Grajcewicz
  • Anastazja Dabrowska
  • Iakow Borisow
  • Weronika Jurkiewicz
  • Ewelina Wegiel
  • Ksenia Lytvunchuk
  • Zuzanna Banasinska
  • Katarzyna Lewinska

Kuratoren: 

 
Antje Ehmann Foto: Harun Farocki Antje Ehmann ist Kuratorin, Autorin und Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Sie war unter anderem an folgenden Projekten beteiligt: „Harun Farocki. Pierwszy raz w Warszawie“ im Zentrum für zeitgenössische Kunst im Ujazdowski-Palast (2012), „The Image in Question. War – Media – Art“ in Cambridge (2010) und „Harun Farocki. 22 films 1968-2009“ in der Tate Modern in London (2009).
 
Luis Feduchi © Caitlin Moore Luis Feduchi Luis Feduchi ist Architekt. Er wohnt und arbeitet in Berlin. Nach dem Abschluss seines Studiums und einem Stipendium an der Real Academia Española in Rom, hat er ein Atelier in Madrid gegründet. In seiner Tätigkeit konzentriert er sich auf die Architektur der Ausstellungen, Archive und Museen, er widmet sich auch der Denkmalpflege.
 

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Goethe-Instituts Warschau und der Harun Farocki GbR.

Harun Farocki Institut Silent Green





 
Top