Christian „Flake“ Lorenz über sein Leben Ein ganz normaler Held

Flake
Christian „Flake“ Lorenz | © p.v.brown

Fans der Gruppe Rammstein werden von der Autobiografie des Keyboarders Christian „Flake“ Lorenz möglicherweise enttäuscht sein. Doch für alle, die mit der Musik der Band eher weniger anfangen können, dürfte die Lektüre von „Tastenficker“ eine positive Überraschung darstellen.

 „Bei den Künstlerbiografien reichte es daher aus, sich einen Vordruck zu nehmen, auf dem geschrieben steht, dass man ganz fleißig war, hart gearbeitet hat und nie aufgehört hat, an seinen Traum zu glauben. Dann setzt man an den vorgegebenen Stellen den eigenen Namen und die sonstigen Daten ein“, schreibt Christian „Flake“ Lorenz in seiner Autobiografie. „Bei Heavy-Metal-Bands ist das ganz ähnlich […] Aber das ist ja etwas ganz anderes, als ich erzählen will, denn Heavy-Metal-Bands machen ja im Studio alle das Gleiche. Was sollten die denn da auch sonst tun, außer ihre Lieder aufzunehmen, Bier zu trinken, Billard zu spielen und ihre Lieder danach dann richtig gut finden, weil sie als Band wieder zurück zu ihren Wurzeln gefunden haben, und ihre Lieder ganz von selbst entstanden sind. Diese Platte wird mit Sicherheit ihr bisher allerbestes Album. Ich habe jedem Interviewer exakt dasselbe erzählt.“ Gleich zu Anfang wird deutlich, dass die Lektüre von „Tastenficker“ alles andere als langweilig wird. Doch anstatt mit einigen spektakulären Anekdoten aus der Geschichte der Band zu beginnen, erläutert Lorenz zunächst einmal, was den November zu seinem Lieblingsmonat macht, warum Kornblumen seine Lieblingsblumen und Birken seine Lieblingsbäume sind, singt ein Loblied auf das Autofahren und erklärt den Tatra 603 zu seinem Lieblingsauto. Bei dieser Gelegenheit präsentiert er persönliche Fotografien, auf denen man ihn beim Bergsteigen und im Fitness-Studio sieht: ein schmächtiger, etwas unbeholfener Typ in unmodischen Klamotten und mit einer zu großen Brille.
 

Eine schwierige Kindheit


Der Lebenslauf des inzwischen fast fünfzigjährigen Christian „Flake“ Lorenz erinnert an eine Geschichte im Stil von Forrest Gump, in der ein unscheinbarer Mensch ein ganz gewöhnliches Leben vor dem Hintergrund aufregender Ereignisse führt und rein zufällig in den Strudel der Geschichte gerät. Der in Ostberlin geborene Musiker ist für diese Rolle wie gemacht: Als Jugendlicher ist er weder sportlich noch gut aussehend, trägt eine hässliche Brille und stottert. Die Mädchen beachten ihn nicht, und seine Mitschüler stecken ihn in den Hofpausen in die Mülltonne und zerren ihn beim Schwimmunterricht nackt in den Mädchenduschraum. Seine Eltern versuchen, ihm zu helfen, und schicken ihn zu einem Psychologen, was die ganze Sache für ihn nur noch peinlicher macht. Als Teenager findet Christian schließlich eine Möglichkeit, seinen Mitschülern, die lediglich die Hits von ABBA aus dem Fernsehen kennen, zu imponieren, indem er ihnen in der Raucherecke brühwarm weitererzählt, was er von seinem älteren Bruder über Bands wie AC/DC oder Jethro Tull gehört hat. Die Musik wird für ihn zu einer Leidenschaft, er spielt er in diversen Underground-Bands, lernt eine Menge interessanter Leute kennen und überwindet schließlich sogar seine angeborene Schüchternheit und sein Stottern. In dieser Situation verzichtet er auf seinen Traum von einem Medizinstudium oder einer Karriere als Feuerwehrmann und gibt seinen Beruf als Werkzeugmacher auf, um sich ganz der Musik zu widmen. In den Achtzigerjahren ist er Mitbegründer der legendären Ost-Berliner Band Feeling B und ab Mitte der Neunzigerjahre ist er mit der Gruppe Rammstein international erfolgreich.

Der Untertitel des Buchs „An was ich mich so erinnern kann“ ist Programm: Die auf fast 400 Seiten zusammengetragenen Geschichten sind nur lose miteinander verbunden und voller unerwarteter Abschweifungen – in einem bestimmte Moment springt seine Katze auf die Tastatur und tippt die Zeichenfolge „ADE_>>>>>>>>“. Flake erzählt ohne chronologische Ordnung, ohne genaue Angaben über Ort und Zeit des Geschehens zu machen und ohne die Namen der Protagonisten zu nennen. Es mangelt auch nicht an eingehenden und ernsthaften Reflexionen über das Leben, die Liebe, die Arbeit und die Politik, die ein Ausdruck seiner Begeisterung für Schriftsteller wie Charles Bukowski sind. Doch insgesamt überwiegt ein lockerer und humorvoller Ton, der ganz im Einklang mit der heiteren Gelassenheit des Autors, seiner Selbstironie und seinem naiven Blick auf die Welt steht. Er selbst sagt: „In meinem Leben ist eigentlich nichts Spektakuläres passiert, also nichts, worüber berichtet werden müsste. Zum Glück, sage ich jetzt einmal. Ich rege mich ja schon bei den geringsten Dingen auf. Brötchen holen ist für mich schon ein Abenteuer. Ich denke die ganze Zeit, dass etwas Blödes passieren kann, und bin demzufolge froh, wenn um mich herum dann doch nichts los ist.“ An dieser Stelle folgt eine lange Auflistung seiner diversen Ängste: vor Krankheiten, vor dem Tod, vor der Dunkelheit, vor offenen Räumen, Lärm, Menschenansammlungen, großen Höhen … Als Kind litt er unter der Furcht, der Berliner Fernsehturm könne ihm auf den Kopf fallen. Als Erwachsener machte ihm vor allem seine Flugangst zu schaffen, der auch mehrere Seiten seiner Autobiografie gewidmet sind. Wie ging Flake während der ausgedehnten Bandtouren mit seiner Angst um? Lange Zeit versuchte er, sich mit Alkohol zu betäuben, heute denkt er lieber an Claudia Schiffer, die einmal sagte, das Flugzeug sei der einzige Ort, an dem sie sich so richtig entspannen könne.

Christian „Flake“ Lorenz weiß nicht nur lebendig und humorvoll zu erzählen, sondern er hat auch einiges erlebt. Über die Hälfte des Buchs handelt von seiner Kindheit und Jugendzeit in der DDR der 70er- und 80er-Jahre bis hin zur Wende Anfang der 90er-Jahre. Der Autor beschreibt die zerstörten und schmutzigen Straßen im Prenzlauer Berg, seine Nachbarn, die Kneipen, den Friedhof vor seinem Fenster, das Leben in einer Wohnung ohne warmes Wasser und zeitweise ohne Strom. Er erinnert sich an die praktischen Ratschläge seines Vaters, wie man Stasi-Agenten erkennt, wie man in Sperrmüllcontainern brauchbare Möbel findet und wie man möglichst sparsam mit Lebensmitteln umgeht. Er erzählt Geschichten über seine Lieblingspuppe namens Lidushka, Gipsindianer, Holzsoldaten und Matchbox-Autos, die nicht mehr gut fuhren, weil sich Haare um ihre Achsen gewickelt hatten. Seine Vorstellungswelt wurde von den Büchern Erich Kästners, Jack Londons und Jules Vernes sowie von dem Comic „Digedags“ aus der Zeitschrift „Mosaik“ geprägt, dank derer ihm das Amerika der Bürgerkriegszeit vertrauter war als das Gebiet hinter dem Alexanderplatz. Wie alle anderen wartete auch er auf Pakete aus dem Westen mit Süßigkeiten, die besser schmeckten als die schwer genießbaren Ostbonbons. Obwohl in dem Buch durchaus eine gewisse Sehnsucht nach einer vergangenen Epoche mitschwingt, versteht sich Flake nicht als „Ostalgiker“. Sein Leben in der DDR war frei von Stress, er brauchte kein Geld, hatte keine größeren materiellen Bedürfnisse und konnte das tun, was er wollte – seine einzige Sorge war, wie er dem Militärdienst entgehen könnte. Nach der Wiedervereinigung wurde sein Vater arbeitslos, die Wohnungen wurden privatisiert, die Lebenshaltungskosten stiegen und das Reisen in den Westen verlor seinen Reiz. „Wenn wir uns schon wiedervereinigen mussten, wäre es doch sinnvoller gewesen, gleich ein neueres Deutschland zu errichten, das die Vorteile beider Systeme in sich trägt. So kam es mir vor, als wären wir von der BRD geschluckt worden. Alles, womit ich aufgewachsen war, wurde jetzt für falsch erklärt, alles, was an den Osten erinnern konnte, wurde schnellstens entsorgt, beiseitegeschoben, abgerissen. Angeblich war überall Asbest drin“, erklärt Flake. 

 
Ein kompliziertes Erwachsenwerden

In dieser Flut von Anekdoten und Reflexionen gerät das Thema Musik völlig in den Hintergrund. Flakes Ausführungen über seine Lieblings-Oldtimer sind interessanter als die über seine Lieblingsalben und die Erzählungen über sein Lieblingspferd bewegender als die über seine Musikerkollegen. Fans der Gruppe Rammstein werden bei der Lektüre von „Tastenficker“ bestenfalls amüsiert oder verblüfft sein. In seiner Kindheit hörte der Autor vor allem Country-Musik, weil die Alben von Johnny Cash und Hank Williams aus der Plattensammlung seines Vaters für ihn „nach heißen Nächten in der Steppe und echten Männern klangen“. Später begeisterte er sich für Blues-Musiker wie Lightnin' Hopkins, Memphis Slim oder Willie Dixon: „Die Musiker konnten zum Teil gar nicht so gut spielen, aber sie hatten etwas zu sagen. Und die wenigen Töne, die sie spielten, waren voller Ausdruck und Gefühl.“ Sein erstes Instrument war ein gebrauchtes Klavier, das seine Eltern einer alten Frau über eine Annonce für 100 Mark abgekauft hatten. Er nahm Musikstunden, doch mehr Spaß als die Bachschen Präludien bereiteten ihm Ragtime-Stücke und eigene Kompositionen. Schließlich brachte ein Unfall eine entscheidende Wendung in seinem Leben: Während eines Urlaubsaufenthalts wurde er von einem Auto angefahren, und als er wieder zu sich kam, lag er auf der Straße und hatte den noch leuchtenden Blinker im Mund (auch wenn er selbst zugibt, dieses Detail frei erfunden zu haben). Mehrere Monate lang konnte er nicht in die Schule gehen, sein Arm war gebrochen, seine Vorderzähne herausgeschlagen, und er bekam Spritzen ins Bein, also kaufte sein Vater ihm zum Trost einen Kassettenrekorder. Endlich konnte er seine Lieblingssongs aus dem Radio aufnehmen und sich in Ruhe immer wieder anhören. Er entdeckte die Aufnahmen von John Lee Hooker mit Canned Heat und vor allem die Hits der Rolling Stones, die seinen Wunsch noch verstärkten, in einer richtigen Band mitzuspielen.

Auch mit seinem ersten Auftritt als Musiker verbindet sich eine lustige Anekdote. Sobald er zwei Mitmusiker gefunden und seine ersten vier Stücke komponiert hatte (eines auf Deutsch und die anderen „in sogenanntem Arbeiterenglisch, das heißt englisch klingende Wortstücke wurden sinnlos aneinandergefügt“), meldete er sich zu einem Schulfest an der Schule seines Bruders als Band an. Passend zum Anlass versuchte er sich möglichst „punkig“ anzuziehen: mit schwarzem Jackett, zu kurzer Hose und selbst gebastelten Buttons mit der Aufschrift „Peace“, „Sex Pistols“ und „Pankow“. Leider bekamen es die beiden anderen Bandmitglieder im letzten Moment mit der Angst zu tun und weigerten sich, mit ihm zusammen auf die Bühne zu gehen. Also bat er den Drummer einer anderen Band, mit ihm gemeinsam aufzutreten, und gab ihm nur die Anweisung, er solle irgendetwas Schnelles spielen. Schließlich stand er auf der Bühne vor einem E-Piano – ein Instrument, das er in seinem Leben noch nie gesehen, geschweige denn gespielt hatte. Er hatte Probleme mit dem Raumklang und konnte das, was er spielte, mit dem, was er hörte, in keinen Zusammenhang bringen. Nach dem ersten Stück hatte etwa die Hälfte des Publikums den Saal verlassen und während des zweiten machte sich der Schlagzeuger aus dem Staub, also spielte er zum Abschluss noch ein Solo auf der Mundharmonika und versuchte sich anschließend möglichst unauffällig unter die Menge zu mischen – jedoch gleichzeitig voller Stolz auf seinen ersten Bühnenauftritt. Weil er unbedingt Keyboarder in einer Band werden wollte (bzw. „Tastenficker“, wie es in der Ostrock-Szene hieß), kaufte ihm sein Vater für 2000 Mark eine Weltmeister-Orgel. Er wurde Mitglied der Gruppe Feeling B, mit der er eine „staatliche Spielerlaubnis für Laienmusiker“ erhielt, spielte „Blues mit Freygang und Pasch, New-Wave mit den Happy Straps, Beat mit Die 3 von der Tankstelle[Heinz Ros1]  und Tina has never had a Teddybear und viel undefinierbare Musik im Proberaum mit den Leuten der Ichfunktion und irgendwelchen Freunden und Bekannten“. Er selbst erklärt: „Ich spielte so, wie Kinder spielen, um die Welt von Grund auf kennenzulernen. Nur dass ich dabei Bier und Wein oder eben Schnaps aus der Flasche trank statt Babymilch.“

Leider geht aus dem Buch nicht wirklich hervor, was genau Feeling B mit ihrem charismatischen Bandleader Aljoscha Rompe zu einem so besonderen Phänomen machte. Die Band, bei der Flake auch mit seinem späteren Rammstein-Kollegen, dem Gitarristen Paul Landers, zusammen spielte und deren Auftritte sogar das Interesse von David Bowie weckten, veröffentlichte 1989 auf dem Label AMIGA das erste offiziell veröffentlichte Punk-Album einer DDR-Band in der DDR. Stattdessen erfahren wir einiges über die Alkoholprobleme der Musiker, die Strapazen des gemeinsamen Tourens und auch über Flakes Begeisterung über seinen ersten Casio-Synthesizer. Außerdem erzählt er anschaulich, wie er in den Achtzigerjahren mit Feeling B durch Polen reiste: „Dort schmeckte mir das Essen so gut, dass ich gar nicht mehr wegwollte. Die Frauen sahen schöner aus als bei uns. Es kann aber sein, dass uns diese Schönheit nur so vorkam, weil wir sie nicht verstanden, also das, was sie zu uns sagten.“ Die Musiker reisten in einem alten LKW, packten ihre Instrumente aus, steckten ihre Anlage in die Steckdose, und spielten einfach drauflos. „Wenn wir pro Konzert und Mann umgerechnet 20 Mark verdienten, reichte das locker, um uns etwas Gutes zu Essen zu kaufen und einige Geschenke für unsere Eltern mitzubringen. Das war weder Urlaub noch Tournee, aber für mich war es die ideale Art zu leben.“ Besonders beeindruckt war Flake von Warschau: „Ich war nie in einer Stadt, wo es so viele interessante Konzerte gab wie in Warschau. Die Warschauer lieben die Musik und den Schnaps. Als wir da waren, wurde vor 13 Uhr nirgendwo Alkohol ausgeschenkt. Trotzdem habe ich nie so viele Betrunkene herumliegen sehen wie in den Vormittagsstunden. Um eins machten dann die Kneipen auf und um zwei war das Bier alle. Das hieß dann: Pivo brak.“
 

Ein glückliches Erwachsenenleben

Als Christian „Flake“ Lorenz schließlich das Ende seiner autobiografischen Tour de Force erreicht, fällt ihm auf, dass er eigentlich gar nichts über Rammstein erzählt hat. Tatsächlich wird der Name „Rammstein“ im Buch oft durch den neutralen Ausdruck „die Band“ ersetzt und die Mitmusiker werden einfach als „unser Gitarrist“ oder „unser Trommler“ bezeichnet. Einmal rutscht ihm der Bandname fast doch heraus, als Flake nämlich über das Berühmtsein räsoniert und seiner Enttäuschung über das Showbusiness Ausdruck verleiht (an dieser Stelle präsentiert er eine Fotografie, die ihn gemeinsam mit Dieter Bohlen zeigt). Als er vor einigen Jahren in Mailand war, um an den MTV Music Awards teilzunehmen, fragte ihn ein Hotelangestellter in gebrochenem Englisch: „Are you from Remm....?”. Da die Aussprache des Bandnamens Ausländern oft Probleme bereitet, nickte Flake nur und wunderte sich darüber, dass der Mann ihn trotz dicker Hornbrille und Fellhut erkannt hatte. Auf der Veranstaltung spielte schließlich auch die Gruppe R.E.M., deren Bassist eine ähnliche Brille und einen ähnlichen Hut wie er trug – der Hotelangestellte hatte ihn offensichtlich verwechselt. Man könnte sich jetzt fragen, warum Flake so mit der eigenen Bekanntheit kokettiert und warum er eine Autobiografie schreibt, die fast nichts von dem enthält, was seine Fans am meisten interessiert. Die Antwort liefert Flake selbst: „Man könnte jetzt den Eindruck gewinnen, ich interessiere mich mehr für Spaziergänge, Pferde, alte Autos und Müll als für Musik, aber ganz so ist es nicht. Ich versuche ja, mich in der Musik zu äußern und meinen Gefühlen musikalischen Ausdruck zu verleihen, und dazu muss ich erst einmal Gefühle verspüren und wissen, wovon ich sprechen will. Und zu entsprechenden Gefühlen komme ich nicht durch die Beschäftigung mit Musik, sondern durch das tägliche Leben und die Erfahrungen, die ich so mache, also, was ich bei allem spüre. Ich will schließlich als Musiker nicht davon singen, wie ich Musik mache. Es gibt ja schon so einige Rockbands, bei denen immer nur die Worte Rock 'n' Roll im Text auftauchen. Ich muss zuerst etwas erlebt haben und mir darüber eine Meinung bilden, damit ich das dann musikalisch umsetzen kann.“
 

BEGEGNUNG MIT CHRISTIAN „FLAKE" LORENZ, DEM KEYBOARDER DER GRUPPE RAMMSTEIN


Samstag, 23.04.2016, 18:00 Uhr
Goethe-Institut Pop Up Pavillon
Plac Nowy Targ, Breslau