Juri Andruchowytsch

Juri Andruchowytsch, geboren 1960 in Iwano-Frankiwsk/Westukraine, dem früheren galizischen Stanislau, studierte Journalistik und begann als Lyriker. 1985 war Andruchowytsch Mitbegründer der legendären literarischen Performance-Gruppe Bu-Ba-Bu (Burlesk-Balagan-Buffonada).
Mit seinen drei Romanen Rekreacij (1992), Moskoviada (1993), Perverzija (1999), die ins Polnische und Russische übersetzt wurden, ist er unfreiwillig zum Klassiker der ukrainischen Gegenwartsliteratur geworden. 2000 erschien in Polen Mein Europa (mit Andrzej Stasiuk), Ergebnis einer gemeinsamen Reise durch den unbekannten europäischen Osten.
Andruchowytsch wurde mit dem Sonderpreis des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises 2005 der Stadt Osnabrück ausgezeichnet. Der Schriftsteller vermittle mit seinen brillanten Essays einen wichtigen Beitrag zur Entdeckung einer nahezu unbekannten Region im erweiterten Europa, hieß es in der Begründung.
Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Völkerverständigung 2006 wurde Juri Andruchowytsch im März 2006 verliehen. 2016 erhielt er die Goethe Medaille für seine Übersetzungstätigkeit.

Veranstaltung mit Juri Andruchowytsch: 20.05.2017, Quo vadis, Europa?

Ausgewählte Titel 

Kleines Lexikon intimer Städte. Erzählungen, Suhrkamp 2016
 
Hg.: Juri Andruchowytsch
Euromaidan - Was in der Ukraine auf dem Spiel steht.
Essays, Suhrkamp 2014
 
Moscoviada.
Roman, Suhrkamp 2012
 
Perversion.
Roman, Suhrkamp 2011
 
Zwölf Ringe.
Roman, Suhrkamp 2007
 
Geheimnis - Sieben Tage mit Egon Alt.
Roman, Suhrkamp 2008.
 
Juri Andruchowytsch, Andrzej Stasiuk:
Mein Europa. Essays, Suhrkamp 2004

 
Das letzte Territorium.
Essays, Suhrkamp 2004

Ausgewählte Veröffentlichungen auf Polnisch  

Ostatnie terytorium. Übersetzung Ola Hnatiuk, Katarzyna Kotyńska, Lidia Stefanowska, Czarne 2002
 
Moskowiada.
Übersetzung Przemysław Tomanek, Czarne 2004
 
Moja Europa.
Übersetzung Lidia Stefanowska, Czarne 2007
 
Perwersja.
Tłum. Ola Hnatiuk i Renata Rusnak, Czarne 2008
 
Dwanaście kręgów.
Übersetzung Katarzyna Kotyńska, Czarne 2008
 
Tajemnica. 
Übersetzung Michał Petryk, Czarne 2008