SprachenQuest
Deutsche Erfindungen

Deutsche Erfindungen © © Colourbox Deutsche Erfindungen © Colourbox

Bestimmt habt ihr euch mal gefragt, was die größte Erfindung der Menschheit ist. Wisst ihr, dass sich auch Deutsche in diesem Bereich verdient gemacht haben? Besonders das 19. Jahrhundert machte die Deutschen erfinderisch. So viele Erfindungen haben wir den Deutschen zu verdanken.


Zu diesem Thema soll eine Ausstellung organisiert werden, zu der verschiedene Ausstellungsagenturen eingeladen sind.
 


Das Deutsche Museum in München plant eine Ausstellung unter dem Titel „Die besten Erfindungen anderer Art“. Auf der Ausstellung sollen Erfindungen aus aller Welt vorgestellt werden, die in unserem täglichen Leben eine große Rolle spielen, obwohl sie manchmal ganz unauffällig sind. 

Die Kuratoren der Ausstellung haben eure Ausstellungsagentur eingeladen, bei der Wahl der deutschen Exponate zu helfen. Ihr sollt entscheiden, welche von den elf vorgestellten deutschen Erfindungen in den Katalog aufgenommen werden sollen. 

Deutsche Erfindungen - Aufgabe © © Colourbox Deutsche Erfindungen - Aufgabe © Colourbox
Ihr entwerft zu dritt ein Poster, mit dem ihr für eine von den vorgeschlagenen Erfindungen werbt und begründen sollt, warum gerade diese Erfindung in der Ausstellung auftauchen soll. 

Danach findet eine Abstimmung statt, bei der die drei „besten“ Erfindungen ausgewählt werden, die in den Katalog aufgenommen werden.

  1. Bildet Dreier-Gruppen und verteilt die Rollen:
    • die Rolle des Texters (sucht sachliche Informationen)
    • die Rolle des Layout-Spezialisten (sucht Bilder)
    • die Rolle des Sprechers (denkt Mottos und Slogans aus, sucht nach Argumenten für die praktische Anwendung der Erfindung und versucht sie überzeugend mit entsprechenden Redemitteln darzustellen)
    Zeit: 10 Minuten
     
  2. Ihr wählt aus den vorgeschlagenen Erfindungen eine aus (jede Erfindung kann nur einmal ausgewählt werden).
    Zeit: 15 Minuten

    Zur Wahl stehen:
    Aspirin, Currywurst, Chipkarte, Goldbär
    Dübel, Kaffeefilter, Teebeutel, Thermosflasche
    Jeans, Mensch ärgere Dich nicht, Zahnpasta

    v.l.n.r. Aspirin, Currywurst, Chipkarte, Goldbär, Dübel, Kaffeefilter, Teebeutel, Thermosflasche, Jeans, Mensch ärgere Dich nicht, Zahnpasta © © Colourbox v.l.n.r. Aspirin, Currywurst, Chipkarte, Goldbär, Dübel, Kaffeefilter, Teebeutel, Thermosflasche, Jeans, Mensch ärgere Dich nicht, Zahnpasta © Colourbox
  3. Jeder von den Spezialisten führt eine individuelle Recherche im Internet durch.
    • der Texter sucht sachliche Informationen
    • der Layout-Spezialist sucht Bilder
    • der Sprecher denkt Mottos und Slogans (z.B. mit Hilfe des „Sloganizers“) aus, sucht nach Argumenten für die praktische Anwendung der Erfindung und nach entsprechenden Redemitteln.
    Zeit: 30 Minuten
     
  4. Ihr setzt euch wieder zusammen und entwerft ein multimediales Poster mit Hilfe von Glogster (z.B. Pic-CollageCanva) . Alternativ zu Glogster könnt ihr auch andere Techniken gebrauchen: das Poster malen, zeichnen, skizzieren o.ä. Berücksichtigt dabei möglichst viele von den folgenden Punkten:
    • Wer hat diese Erfindung gemacht und wann?
    • Was hat zu dieser Erfindung geführt?
    • Welche Bedeutung hatte und hat immer noch diese Erfindung?
    • Wie hat sie unser Leben verändert?
    Versucht, das Poster möglichst kreativ und ansprechend zu gestalten. Es sollte außer dem Text viele Abbildungen, ein Motto oder einen griffigen Werbeslogan enthalten. Ihr könnt den Werbespruch aufnehmen und als Audiodatei hochladen. Denkt daran, den Werbeslogan dem Inhalt entsprechend (ernst, lustig, geheimnisvoll, feierlich) vorzulesen, um die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu wecken. Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
    Zeit: 45 Minuten
  5. Präsentiert (zusammen mit den anderen Ausstellungsagenturen) euer Poster. Hier findet ihr entsprechende Redemittel. Danach findet eine Abstimmung statt. Ihr müsst entscheiden, welche Erfindung euch besonders gefallen hat, welches Glog und welche Präsentation euch überzeugt hat.
    Zeit: 5-10 Minuten pro Gruppen-Präsentation + 5 Minuten für die Abstimmung


Inhalt und Aufbau des Posters
0 Punkte:
Nur sehr wenige Informationen enthalten, keine Begründung für die Wahl angegeben. 
1 Punkt:
Wenige  Informationen enthalten, das Wesentliche bleibt ungesagt. Begründung nicht überzeugend.
2 Punkte:
Viele Informationen, gute Argumente für die Wahl der Erfindung. Der Aufbau klar und übersichtlich.
3 Punkte:
Viele interessante Informationen, überzeugende Argumente. Alles hat einen durchgehenden roten Faden.

Grafische und mediengerechte Darstellung
0 Punkte:
Wenige oder keine grafischen Elemente. Langweiliges Layout und Schriftbild.
1 Punkt:
Einige grafische Elemente, jedoch chaotisch platziert. Kein Werbespruch.
2 Punkte:
Grafische Elemente, die gut angepasst sind. Ein griffiger Spruch.
3 Punkte:
Viele grafische  Elemente, die eine interessante Ganzheit mit dem Werbespruch bilden. Das Poster ist sehr kreativ und ansprechend.

Sprache/ Grammatik/ Rechtschreibung
0 Punkte:
Einfache Sprache. 
Viele grammatische, stilistische und orthografische Fehler.
1 Punkt:
Nicht immer passende Wortwahl, einfache Sätze. Es gibt Fehler, die in manchen Momenten das Verstehen erschweren.
2 Punkte:
Reicher Wortschatz, Gebrauch von Nebensätzen. Es kommen manche Fehler vor, die aber die Kommunikation nicht stören.
3 Punkte:
Reicher Wortschatz, grammatische Strukturen auf fortgeschrittenem Niveau. Es gibt wenige oder sogar keine Fehler.

Präsentation mündlich
0 Punkte:
Schüler/in spricht zu leise, liest ab, Aussprachefehler, schlechte Haltung vor Zuhörern.
Die mündliche Präsentation ist sprachlich unverständlich.
Kein Gebrauch von Redemitteln.
1 Punkt:
Schüler/in spricht undeutlich, liest ab. Die mündliche Präsentation war sprachlich nicht so gut verständlich, manchmal zu chaotisch.
Kein Gebrauch von entsprechenden Redemitteln.
2 Punkte:
Laute und klare Sprache, freie Präsentation, 
sprachlich meist verständlich. 
Gute Präsentations-technik (Gestik, Mimik, Blickkontakt), nicht immer angemessener Gebrauch von Redemitteln.
3 Punkte:
Sehr gute verständliche Sprache, freie, ausgezeichnete, lebendige  Präsentation, sehr gute Präsentationstechnik (Gestik, Mimik, Blickkontakt),
angemessener und sicherer Gebrauch von Redemitteln. 

Gesamteindruck
0 Punkte:
Wenig überzeugend, monoton.
1 Punkt:
Nur bedingt interessant, nicht besonders kreativ, ziemlich schematisch.
2 Punkte:
Interessant und gut durchdacht.
3 Punkte:
Sehr ideenreich, überzeugend, kreativ, einfallsreich.

Ihr habt bei der Vorbereitung eures Posters bestimmt viel Neues erfahren und hoffentlich viel Spaß gehabt. Zur Vertiefung eurer neu erworbenen Kenntnisse könnt ihr folgende Aufgaben machen:
  1. Rollenspiele
    Rolle „Erfinder“: Du bist Erfinder und versuchst eine Firma zu finden, die deine Erfindung herstellen und auf den Markt bringen wird. Argumentiere, warum deine Idee gut ist und wie sie das Leben erleichtern könnte.
    Rolle „Unternehmer“: Du bist der Chef der Firma und überlegst, ob sich die Investition lohnt. Zeige dich skeptisch und stelle viele Fragen.
  2. Wie wäre es damit, selbst Erfinder zu werden? Überlegt in kleinen Gruppen, wozu die so genannten „Chindogus“ (unnütze Erfindungen) dienen sollten. Seht euch nur die Bilder an ohne die Unterschriften zu lesen und ratet, was man damit machen könnte. Präsentiert eure Idee in der Klasse. Wählt anschließend die beste, interessanteste, lustigste oder absurdeste Idee.
  3. Ihr könnt auch eure Erfindung beschreiben und einen Patentantrag an das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) stellen. Vielleicht möchtet ihr sogar an dem Wettbewerb „Jugend forscht“ teilnehmen. Hier sind die Teilnahmebedingungen.
  4. Wenn ihr euch genauer mit (nicht nur deutschen) Erfindern bekannt machen möchtet, findet ihr hier interessante Informationen über Galileo Galilei, Blaise Pascal, Alexander Graham Bell u.a. Lest die Artikel und berichtet dann in der Klasse über spannende Details aus dem Leben der Erfinder.
  5. Ob Deutsche noch heute erfinderisch sind, kann man im Film „Die Wahrheit über Deutschland“ erfahren. Ihr könnt euch den Film ansehen und dann in der Klasse davon erzählen oder andere raten lassen:
    • Wie viele Patente werden jährlich in Deutschland angemeldet?
    • Welchen Platz haben Deutsche in der Welt und in Europa, was die Zahl der Patente angeht?

Diese SprachenQuest wurde entwickelt von:
Justyna Sobota & Aleksandra Łyp-Bielecka

Sprachniveau:
Vorausgesetztes Sprachniveau: A2-B1
Altersgruppe: Die Webrecherche wurde für Jugendliche/Erwachsene entwickelt, die seit etwa drei-vier Jahren Deutschunterricht haben. Die Lernenden sollten über grundlegende Computerkenntnisse verfügen.
Arbeitsform: Dreier-Gruppen

Lernziele:
  • Entwicklung der Lesefertigkeit- authentische Texte aus dem Internet verstehen
  • Entwicklung der Hörfertigkeit- authentische Audiodateien aus dem Internet verstehen
  • Das Produkt/ das Poster interessant vorstellen und dabei entsprechende Redemittel gebrauchen können
  • Zusammenhängend argumentieren und die Zuhörer überzeugen können
Zeitumfang:
Der Zeitumfang beträgt etwa 4 Unterrichtsstunden.
  • Vorbereitungsphase und Rollenverteilung (ca. 10 Min.)
  • Internetrecherche (ca. 30 Min.)
  • Postervorbereitung (ca. 45 Min.)
  • Präsentation der Ergebnisse (ca. 5-10 Min. pro Gruppe)
  • Abstimmung (ca. 5 Min.)
  • Rückblick und Auswertung (ca. 45 Min.)
Einige Aktivitäten wie die Arbeit mit Glogster, die individuelle Recherche im Internet können von den Schülern auch als Hausaufgabe gemacht werden.

Durchführung:
  1. Die Schüler sollen Dreier-Gruppen bilden und innerhalb der Gruppen die Rollen verteilen, wobei drei Rollen zu Verfügung stehen:
    - die Rolle des Texters (sucht sachliche Informationen),
    - die Rolle des Layout-Spezialisten (sucht Bilder, Graphiken usw.),
    - die Rolle des Sprechers (denkt Mottos und Slogans aus, sucht nach Argumenten für die praktische Anwendung der Erfindungen und versucht sie überzeugend mit entsprechenden Redemitteln darzustellen.)
     
  2. Dann sollen die Schüler eine von insgesamt elf vorgeschlagenen Erfindungen auswählen, die praktische Anwendung in unserem Alltag finden und ohne die unser tägliches Leben kaum vorstellbar wäre. Das ermöglicht den Schülern passende Argumente aus der eigenen Erfahrung zu finden. 
    Um das Thema auszuschöpfen, schlagen wir vor jede Erfindung nur einmal auswählen zu lassen:
    • Aspirin
    • Chipkarte
    • Currywurst
    • Dübel
    • Goldbär
    • Mensch ärgere Dich nicht
    • Jeans
    • Teebeutel
    • Thermosflasche
    • Kaffeefilter
    • Zahnpasta
    Die Schüler führen individuelle Recherchen im Internet durch.
    Anschließend sollen sie sich in den Dreier-Gruppen zusammenfinden, die Ergebnisse ihrer Recherche besprechen und ein Poster mit Hilfe von Glogster entwerfen.

    Glogster ist ein Internet-Tool zur Erstellung von multimedialen Postern, das sehr einfach in der Handhabung ist und sehr viele Möglichkeiten im Vergleich zu traditionellen Postern bietet. Es ermöglicht nicht nur Texte, sondern auch viele multimediale Inhalte einzubauen wie Bilder, Audio- und Videodateien:
    Anleitung und Besprechung
    Anleitung zur Bedienung
    Video Tutorial (Youtube, englisch)

    Bei der Präsentation (mit Hilfe von Redemitteln) sollen die Schüler möglichst viele der folgenden Punkte berücksichtigen: Wer hat diese Erfindung gemacht und wann? Was hat zu dieser Erfindung geführt? Welche Bedeutung hatte und hat immer noch diese Erfindung? Wie hat sie unser Leben verändert?
    Die Poster sollen kreativ und ansprechend gestaltet werden und außer dem Text viele Abbildungen, ein Motto oder einen griffigen Werbeslogan enthalten. Dabei können die Schüler bekannte Werbeslogans verwenden oder eigene mit Hilfe eines so genannten „Sloganizers“ erstellen. Die Werbeslogans können die Schüler aufschreiben oder selber aufnehmen und dabei ihre Aussprache üben. Die Schüler können ihrer Phantasie freien Lauf lassen und mit dem Text spielerisch umgehen, ihn auf verschiedene Art und Weise vorlesen (ernst, lustig, geheimnisvoll, feierlich, usw.). Was zählt, ist die Kreativität.
    Die Präsentation der Poster sollte in der Klasse stattfinden. Es wäre gut, einen Beamer zu haben, damit die multimedialen Elemente voll zur Geltung kommen.
    Nach den Präsentationen aller Gruppen findet eine Abstimmung statt. Die ganze Klasse muss entscheiden, welche drei Erfindung ihr besonders gefallen haben, welche Glogs und welche Präsentationen überzeugend waren.
    Dabei kann man sich des von uns bereitgestellten Rasters bedienen oder eigene Kriterien festlegen und dabei die Vorschläge der Schüler miteinbeziehen. 
    Weitere im Rückblick vorgeschlagene Aufgaben können zur Vertiefung des Themas, zur weiteren autonomen Arbeit der Schüler und zur Binnendifferenzierung in der Klasse dienen.

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