Diskussion Sonntagsgespräche
- Bojana Kunst

wolne niedziele © Goethe-Institut Krakau

So, 28.06.2020 -
Sa, 11.07.2020

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Unsere Körper sind von Grund auf ungehorsam - ein Interview mit Bojana Kunst
 
Zum Abschluss unseres Zyklus "Sonntagsgespräche" treffen wir uns mit Bojana Kunst - Philosophin, Dramaturgin und Forscherin im Bereich der performativen Künste. Wir setzen uns mit der Frage auseinander, wie sich in der Zeit der Corona-Pandemie die Wahrnehmung unserer Körper im öffentlichen Raum verändert hat. Bojana Kunst erzählt darüber, warum wir "nicht auf Wettbewerbsfähigkeit, sondern auf Affektivität basierende Beziehungen bauen sollten, um Gemeinschaften zu bilden, die auf gegenseitiger Unterstützung beruhen." Wir sprechen auch über das Bedürfnis nach Fürsorge, neue Widerstandsinstrumente und Menschen, die wir in Folge der Pandemie aus unserem Blickfeld verloren haben.

Das Gespräch  mit Bojana Kunst schliesst die erste Reihe der "Sonntagsgespräche", im Herbst 2020 folgt die Fortsetzung. Wir danken sehr herzlich allen Gästen, die unsere Einladung zur Teilnahme an diesem Projekt angenommen haben.  Videoaufzeichnungen der Gespräche mit Agata Diduszko-Zyglewska, Ben J. Riepe, Katarzyna Kozyra, Ranga Yogeshwar, Matthias Lilienthal, Agnieszka Holland, Zbigniew Izdebski und Ewa Zgrabczyńska finden Sie auf der Internetseite des Projekts.
 

ÜBER DAS PROJEKT

In einer Welt der Konflikte, die zunehmend auf Polarisierung anstatt auf gegenseitiges Verständnis ausgerichtet ist, wird es immer schwieriger, einen Raum für den freien Austausch von Meinungen zu finden, einen Raum, der auf dem Akzeptieren des Anderen und einem wirklichen Interesse an dem Gegenüber, seinen Ansichten, Überzeugungen und Bedürfnissen, basiert. „Sonntagsgespräche“ ist ein gemeinsames Projekt des Goethe-Instituts und des Teatr Nowy Proxima: eine Veranstaltungsreihe, an der bedeutende deutsche und polnische Intellektuelle teilnehmen und die sich mit den wichtigsten Aspekten unseres gesellschaftlichen und politischen Lebens auseinandersetzt. Wir wollten mit der Veranstaltungsreihe „Sonntagsgespräche“ einen Raum für einen freien und offenen Gedankenaustausch, ein Aufeinandertreffen unterschiedlicher Meinungen und gegenseitige Inspiration schaffen. Als wir unsere Veranstaltungsreihe ins Leben riefen, setzten wir uns gemeinsam mit unseren Gästen und unseren Zuhörern an einen Tisch und diskutierten miteinander: Über die Kirche. Über unsere Umwelt. Über Vielfalt. Über den Körper. In einer Situation, in der sich unser soziales Leben – sowohl im Kleinen als auch im Großen – maßgeblich verändert hat, verlagern wir uns Projekt ins Internet. Wir wollen mit unseren Gästen über unsere Ängste diskutieren und darüber, wie die Erfahrung der Pandemie und der sozialen Isolation unser Bewusstsein verändert und neue Modelle sozialer Koexistenz hervorgebracht hat. Aufzeichnungen dieser Gespräche werden jeden Sonntag auf den Facebook- und Internetseiten des Goethe-Instituts und des Teatr Nowy Proxima erscheinen. Wir wollen die Ursprünge unserer Ängste untersuchen und uns dabei unterschiedlichen Bereichen unseres Lebens zuwenden: der Kultur, der Politik und den Medien. Indem wir uns bewusst machen, auf welche Weise gesellschaftliche Ängste erzeugt und geschürt werden, wollen wir eine Antwort auf die Frage finden, wie wir diese Ängste überwinden können.
 
Die in den Interviews geäußerten Meinungen geben ausschließlich die persönliche Auffassung der Interviewten wieder, und stellen nicht notwendigerweise den Standpunkt des Goethe-Instituts oder des Teatr Nowy Proxima dar.

 

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