Deutsche hoch vier

Deutsche hoch vier © Goethe-Institut Krakau

Di, 01.12.2020 -
Do, 31.12.2020

ONLINE

Diskussionsreihe zu deutschsprachigen Literatur

Hören Sie die Aufzeichnung der Diskussion (in polnischer Sprache) hier:
 
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An der letzten in diesem Kalenderjahr Diskussion in der Reihe „Deutsche hoch Vier“ nimmt Paulina Bandura teil, Absolventin der Journalistik an der Jagiellonen Universität, Mitbesitzerin der Krakauer Buchhandlung Księgarnia Pod Globusem. Paulina Bandura ist für die Bewerbung der Literatur und für die Leseförderung zuständig.
 
Wir diskutieren über die Romane: „Saisonarbeit“ von Heike Geißler erschienen in der polnischen Übersetzung von Elżbieta Kalinowska im Verlag Czarne und „Der Räuber“ von Robert Walser erschienen in der polnischen Übersetzung von Małgorzata Łukasiewicz im Verlag Państwowy Instytut Wydawniczy.
 
Heike Geißler „Saisonarbeit“
Heike Geißler hat über ihr Buch geschrieben: „Es ist ein Text über Arbeit, das Lesen, über Bücher, den Alltag, das Leben allgemein, über Empfindlichkeit, das Politische des Empfindlichen. Über das, was sein muss und das, was werden sollte.
Es ist ein Text über die Arbeit bei Amazon, aber weil es etwas langweilig ist, immerzu Amazon zu sagen und weil es nicht nur um Amazon geht und A im Text auch als Beispiel verstanden werden kann, ersetzen Sie A einfach durch das Wort DINGS oder ein A vergleichbares Unternehmen, von denen es einige gibt. ”
 
Robert Walser „Der Räuber“
»Edith liebt ihn. Hievon nachher mehr.« Mit diesen beiden kurzen Sätzen beginnt das Manuskript in Form von sog. sog. Mikrogrammen, das Robert Walser im Sommer 1925 geschrieben hat und das 1972 nach mühsamer Transkriptionsarbeit erstmals publiziert wurde.
Der Räuber ist ein Außenseiter, dem es nicht glückt, «sich der bürgerlichen Ordnung brav anzuschmiegen». Er ist ein Zeitgenosse, dem das Entscheidende fehlt, «was fürs Leben und seine Gemütlichkeit wichtig ist». Er ist der «Nichtsnutz», der sich in die Rolle eines «Räubers» gedrängt fühlt, da er kein Geld besitzt noch sich zu arrangieren und auf allgemein respektierte Weise welches zu verdienen versteht. Obwohl er nie eine kriminelle Handlung begeht, provoziert er die Majorität der Angepaßten, die sich schon durch sein bloßes Dasein irritiert und verunsichert fühlt.

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