Konzert-Vortrag Christopher Dell über die Stadt und Improvisation

Christopher Dell © Foto: Ruth Hommelsheim

Di, 05.07.2016

Goethe-Institut Warschau

ul. Chmielna 13A
Zugang ul. Chmielna 11
00-021 Warszawa

Christopher Dell, Musiker, Komponist und einer der renommiertesten Vibraphonisten Europas, sowie Architekturtheoretiker präsentiert einen Konzert-Vortrag. Was kann Architektur von der improvisierten Musik lernen? Wie lassen sich urbane Lebenswelten nicht mehr de-, sondern performierend fassen? Dell  spielt mit einem „musikalischen“ Verständnis, das den Raum als alltäglich koproduziert begreift, und entfaltet daraus eine Technologie der Improvisation als urbane Praxis im 21. Jahrhundert.

Christopher Dell © Lippmann Prof. Dr. habil. Christopher Dell, geb. 1965 in Darmstadt,  ist Theoretiker, Musiker, Komponist und Kurator. Studium der Philosophie, Musik, Komposition und Organisationsentwicklung an den Universitäten Darmstadt, Hilversum, Rotterdam, Boston und Kaiserslautern. Er leitete das Studio für Improvisation an der Akademie für Tonkunst Darmstadt, war Dozent für Architekturtheorie an der Universität der Künste, Berlin. Zur Zeit lehrt Dell als Professor für Städtebautheorie an der HafenCity Universität Hamburg. Eine Professur in dem Fach nahm er auch an der TU München wahr. Dell ist zudem Leiter des ifit, Institut für Improvisationstechnologie, Berlin. Im internationalen Kontext lehrte er u.a. an der  Architectural Association, London, der University of the Witwatersrand Johannesburg, der Columbia University New York und der Academie for Bouwkunst, Arnhem. Sein Interesse gilt Praxen und Organisationsverläufen der zeitgenössischen Stadt. In disziplinübergreifenden Arbeitskonstellationen sucht Dell relationale Handlungsformen als Verfahren zu konzeptionalisieren und für Forschung und Gestaltung fruchtbar zu machen. Monographien: „Prinzip Improvisation“, Köln 2002, „Improvisations on Urbanity“ Rotterdam 2009, „Tacit Urbanism“, Rotterdam 2009, „Replaycity“, Berlin 2011 und „Die improvisierende Organisation“, Bielefeld 2012, „Ware:Wohnen!“, Berlin 2013 und „Das Urbane“, Berlin 2014.
Dell gilt laut Reclam Jazzlexikon als der führende Vibraphonist Europas, die FAZ nannte ihn den „größten Vibraphontechniker der europäischen Jazzgeschichte“. Dell ist und war beteiligt an zahlreichen CD-Veröffentlichungen und Tourneen, u.a. in Kanada, China, USA, Japan, Indien, Afrika, Südamerika. Seine Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, wie z.B. dem Downbeat Allstar Award, Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem JazzArt-Award - Musik des 21.Jahrhunderts, Grammy Nominierung und Musikpreis der Stadt Darmstadt.
 

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