Diskussion Kunst als Zukunftsraum - Science-Fiction im 21. Jahrhundert

View of Earth from Saturn [annotated] by NASA Goddard Photo and Video (2013) © NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute

Do, 08.12.2016

Warschau

View of Earth from Saturn [annotated] by NASA Goddard Photo and Video (2013) https://www.flickr.com/photos/gsfc/9351236640/ Attribution https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/ Photo Attribution by PhotosForClass.com

Ein Gespräch mit Ana Brzezińska und Philipp Theisohn, moderiert von Wojciech Orliński

Was ist Science-Fiction im Zeitalter des Posthumanismus? Ein Treffen von drei Experten, die Vorstellungen von der Zukunft und von weit entfernten Welten in der Kunst, Literatur und im Film erforschen und beschreiben. Im Gespräch mit Wojciech Orliński wird Dr. Philipp Theisohn außerirdische Literatur vorstellen und Ana Brzezińska die futurologische Weltvision, die fast zur Wirklichkeit geworden ist, erläutern.
 
Philipp Theisohn „Was ist außerirdische Literatur?“
„Was ist außerirdische Literatur? Keinesfalls lässt sich diese Frage mit einem Verweis auf das Motiv extraterrestrischer Welten und Wesen in der Literatur beantworten. Vielmehr soll und darf gefragt werden, wozu die Literatur eigentlich das Weltall braucht, was sie von ihm erwartet - und ob sie dort auch gelesen wird. Der Vortrag will dem Schicksal der Bücher im All nachgehen und zugleich offenlegen, inwiefern dieses Schicksal unweigerlich mit unserem Leben im 21. Jahrhundert verknüpft ist.“
 
Ana Brzezińska „Wie erzählt man über die Zukunft, in der wir bereits sind?“
„Transhumanismus, der bereits zu einer der wichtigsten Gedankenströmungen der Gegenwart wird, will den Menschen vom Tod und Krankheiten mit Hilfe der Technologie befreien, die Entwicklung der künstlichen Intelligenz soll uns digitale Unsterblichkeit sichern und Elon Musk und NASA wollen innerhalb von zwei-drei Jahrzehnten die Menschheit zum Mars bringen. Die Wirklichkeit holt utopische Träume ein, die jahrelang auf Papier und Band festgehalten wurden…“
 
Ana Brzezińska, Regisseurin, Produzentin und Autorin von Reportagen. Aktuell arbeitet sie an einem Dokumentarfilm über die Zukunft der Menschheit The Future of Forever. Seit 2013 ist sie Mitglied der europäischen Szene der neuen Medien.
 
Wojciech Orliński, Journalist, Publizist, arbeitet seit 1997 mit der Gazeta Wyborcza zusammen. Er ist Autor u.a. der Bücher Co to są  sepulki? Wszystko o Lemie (2007), Ameryka nie istnieje (2010), Internet. Czas się bać (2013) und Drehbuchautor für den Dokumentarfilm Autor Solaris von B. Lankosz.
 
Philipp Theisohn, geboren 1974 in der Pfalz, studierte Neuere Deutsche Literatur, Medävistik und Philosophie in Tübingen und Zürich. Er promovierte in Jerusalem und Tübingen und ist heute Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Zahlreiche Publikationen zur deutschen und europäischen Literaturgeschichte vom 13. bis zum 21. Jahrhundert, u.a. zum literarischen Zukunftswissen. In den Jahren 2013–2017 leitet er das Forschungsprojekt „Conditio extraterrestris Conditio extraterrestris. Das bewohnte Weltall als literarischer Imaginations- und Kommunikationsraum zwischen 1600 und 2000“.

>> Mehr über das Programm Science Fiction „Nicht von dieser Welt“

Der Themenraum Science Fiction entstand im Rahmen der Kooperation des Goethe-Instituts mit der zlb – Zentrale Landesbibliothek Berlin.

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