Stummfilm-Konzert „Das alte Gesetz“

Das alte Gesetz, Deutschland 1923, Regie Ewald André Dupont, Quelle: Deutsche Kinemathek © Deutsche Kinemathek

Do, 29.03.2018

Warszawa

Museum der Geschichte der polnischen Juden POLIN
ul. Anielewicza 6
Warszawa

Regie Ewald André Dupont (1923),
Musik Philippe Schoeller
Ausführung Orchester Jakobsplatz München, Dirigent Daniel Grossmann

 
Eintrittskarten 30,- pln
POLIN. Eintrittskarten kaufen
In der Reihe Berlinale Classics präsentierten die 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin mit Ewald André Duponts Das alte Gesetz (Deutschland, 1923) ein besonderes Stummfilm- und Konzert-Highlight. Die digitale Restaurierung der Deutschen Kinemathek erlebte mit einer neuen Musik des französischen Komponisten Philippe Schoeller am 16. Februar 2018 im Friedrichstadt-Palast ihre Weltpremiere. Erstmals wurde die verschollene deutsche Premierenfassung in ihrer ursprünglichen Länge und in einer zeitgenössischen Einfärbung wieder zugänglich.

Die Aufführung des Films bei der Berlinale war der Auftakt einer Tournee durch einstmals bedeutende Zentren jüdischen Lebens vor allem in Osteuropa. Zu den Stationen dieser Tour gehören Vilnius (Nationalphilharmonie Litauens), Budapest, Warschau und Wien. In San Francisco wird er beim Silent Film Festival vorgestellt.

Das alte Gesetz, ein wichtiges Werk der deutsch-jüdischen Filmgeschichte, kontrastiert die in sich gekehrte Welt eines osteuropäischen Schtetls mit dem liberalen Wien der 1860er Jahre und thematisiert die Assimilation der Juden im Europa des 19. Jahrhunderts.

Die neue Musik von Philippe Schoeller entstand im Auftrag von ZDF/ARTE. Schoeller nähert sich dem Film mit einer minutiös durchgearbeiteten Ensemblemusik, die sich moderner Techniken der Filmmusik bedient. Sie macht die historische Distanz zum Film bewusst und unterstreicht in ihrem transparenten Klangbild seine besondere visuelle Qualität.
 
Aufgeführt wird diese Komposition vom Orchester Jakobsplatz München unter der Leitung von Daniel Grossmann. Der 2005 gegründete Klangkörper, der sich inhaltlich stark auf Werke jüdischer Komponisten und die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts konzentriert und mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag zur deutsch-jüdischen Gegenwartskultur leistet, war bei der Berlinale zuletzt 2013 zu Gast.

Eine Produktion von: Deutsche Kinemathek, Berlin, ZDF/ARTE, Orchester Jakobsplatz München. In Kooperation mit: Goethe-Institut und Sunrise Foundation for Education and the Arts, San Diego.
 
Die Veranstaltung in Warschau wird in Zusammenarbeit mit dem Museum der Geschichte der polnischen Juden POLIN organisiert.
 

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