Premiere des Films "Streik '88. Keine Freiheit ohne Solidarität"

Strajk 88 © Goethe-Institut Krakau

Di, 27.11.2018

Teatr Łaźnia Nowa

os. Szkolne 25
Krakau

1988 wurde der Streik im Stahlwerk Nowa Huta, der letzte große Arbeiterstreik in der Volksrepublik Polen, brutal niedergeschlagen.
Dieser Moment war ein Wendepunkt, an dem deutlich wurde, dass das autoritäre Regime untergehen musste. Für was für eine Freiheit kämpften die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Streiks? Dreißig Jahre später befragten Studenten und Studentinnen der Jagiellonen-Universität Krakau die Streikenden zu den damaligen Ereignissen.
 
Im Rahmen des Seminars „Die Solidarność – ein abgeschlossenes Kapitel?“ am Institut für Soziologie der Jagiellonen-Universität Krakau entstand auf der Grundlage der geführten Gespräche der Film „Streik '88. Keine Freiheit ohne Solidarität“ als Beitrag des Krakauer-Goethe-Instituts zu dem europaweiten Projekt „Freiraum“.
 
Im Rahmen des Projekts unterhielten sich fast dreißig ehemalige Solidarność-Aktivisten mit Studenten und Studentinnen der Universität Krakau. Die jungen Erwachsenen interessierten sich nicht nur für den Streik selbst, sondern auch für die Motive der Streikenden, die unterschiedlichen Formen des Widerstands und die alltäglichen Dimensionen der Solidarität. Das Ziel war die Freiheit. Doch das Erreichen dieses Ziels war nur möglich durch gelebte Solidarität und die kühne Entschlossenheit, die sich während der schwierigen Achtzigerjahre herausgebildet hatte.
 
Das Thema Freiheit hat heutzutage erneut an Aktualität gewonnen. Wir leben in einer Zeit der Veränderungen und des Euroskeptizismus. Das heutige Europa sieht sich vielschichtigen Herausforderungen gegenüber und sucht nach adäquaten Antworten. Das Goethe-Institut ist gewillt, sich dieser Herausforderung zu stellen und der europäischen Politik neue Impulse zu geben. Aus diesem Bedürfnis heraus entstand das Projekt „Freiraum“, an dem sich 38 Goethe-Institute in ganz Europa beteiligen. Der Film „Streik '88. Keine Freiheit ohne Solidarität“ ist der Krakauer Beitrag zu diesem Projekt.

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