Filmabend Fontane Effi Briest

Filmstill Fontane Effi Briest © Goethe-Institut

Mi, 11.12.2019

Goethe-Institut Warschau

ul. Chmielna 13A
Zugang ul. Chmielna 11
00-021 Warszawa

Regie: Rainer Werner Fassbinder, Deutschland, 1972-74, 141 Min., mit polnischer Untertiteltung
 
Anschließend an den Film Kommentar und Gespräch mit Agnieszka Drotkiewicz
 
Im Dezember jährt sich der 200. Geburtstag von Theodor Fontane, zu dessen berühmtesten Werken sicherlich der 1896 verfasste Roman „Effi Briest“ zählt. Das Buch wurde fünfmal verfilmt, zuerst 1939, dann 1955, 1970 und 1974, adaptiert von Fassbinder, letztlich 2009 und damit ist es ein Rekord unter den filmischen Adaptionen deutscher Literatur. Jede von diesen Verfilmungen ist ein Zeitzeugnis, wie jeweils in den Jahren der Entstehung der Filme die Frau als Individuum und in der Gesellschaft aufgefasst wurde. Die Verfilmung von Rainer Werner Fassbinder, entstanden vor dem Hintergrund der 68-Bewegung und u.a. der Frauenbewegung, pointiert die kritisch gesellschaftspolitische Problematik, die sowohl zu Fontanes als auch zu Fassbinders Zeit präsent war und heute immer noch aktuell bleibt.


„Effi Briest aus dem Roman von Theodor Fontane ist in einer wohlhabenden preußischen Familie Ende des 19. Jahrhunderts zur Welt gekommen. Kann ihre Geschichte für Frauen von heute relevant sein? Was verbindet sie mit einer anderen berühmten Protagonistin aus der Zeit – Emma Bovary – die Träume, die Revolte, der Preis, den die Gesellschaft bei den beiden erzwingt?“
Agnieszka Drotkiewicz


 
Agnieszka Drotkiewicz Foto: Antonina Samecka Agnieszka Drotkiewicz veröffentlichte vier Romane („Paris London Dachau“, „Dla mnie to samo“, „Teraz“, „Nieszpory“) und mehrere Interviewsammlungen („Jeszcze dzisiaj nie usiadłam“ und „Piano rysuje sufit“ sowie gemeinsam mit Anna Dziewit „Głośniej! Rozmowy z pisarkami“ und „Teoria trutnia i inne“). Sie führte ein ausführliches Interview mit Dorota Masłowska, das unter dem Titel „Dusza światowa“ erschien. Gemeinsam mit Ewa Kuryluk veröffentlichte sie das Buch „Manhattan i Mała Wenecja“, das mit dem Preis Warszawska Premiera Literacka ausgezeichnet wurde. Gemeinsam mit Tessa Capponi-Borawska veröffentlichte sie das Buch „Smak kwiatów pomarańczy“. Außerdem verfasste sie ein Drama mit dem Titel „Daleko od Wichrowych wzgórz“. Sie schreibt für die Zeitschriften „Przekrój“ und „Dwutygodnik“ sowie für das Teatr Wielki in Warschau. Außerdem organisiert sie Veranstaltungen zum Thema Kultur für die Modemarke „Risk made in Warsaw“.

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