ad libitum
Wiersze

ad libitum

ad libitum

 
Für die Oboe. Für die Harfe. Für das Horn. Den Ton der Singstimme.
Heimlich, zart. Auf den Lofoten: hohe See. Fängt das Schlingern an.
Beginne das Krabbenpuhlen. Hummerzangen, Scheren. Für das Piano-
forte. Für Violine. Zart und mit Ausdruck. Die Harfe spielenden Brüste.
Ganz aus Zucker. Bin ich in karamellisierten Wogen. Fliege in Bausch
und Bogen. Davon. Fahr ab: rasch und mit Feuer. Für die Klarinette.
Für den Fagott. Den Schneebesen. Auf dem Meer weiße Tonnen. Eine
Partie Schunkeln verboten. Die weißen Schwingen auf dem weißen
Wasser. Heißen Willkommen. Eagle and seagull. Landen. Die Schwanen-
schwalbe meines Herzens. Sturmschwalbe. Weiße Kreide. Weiße Sch***e.
Laufmaschen. Noch zwanzig Kilometer bis Biarritz. Noch fünfzehn Minuten.
Die Gischt im Herzen. Restposten Welt. „Ja, Herr. Ich bin.“ Auf verlorenen
Strandmatten. Verwundet von deinen Augen. Smaragdgrün. „Auf den Strand.
In die Brandung“. Ein Frühstück. Welt. Oder die Asiasuppe. Mir schmeckt sie
heute wie dem Kasper. Gut. Lebhaft, leicht. „Ich halte drauf hin.“ Für die Flöte.
Für die Viola. Wärst du eine leibhaftige Frau aus Bagdad. Schriebst Sätze wie:
Ich habe Sekt versteckt. Hinter der Sonnenallee. Für das Violoncello. Für
Windinstrumente. Schiffbruch mit schlingernden Träumen. Unterdeck. Schiffskoch
sucht Wildfang. Seeigel, stachlig schön. Im Wachtraum die Melodie, wechselhaft.
Für die Bratsche. Den Schellfisch. Nicht zu schnell. Mit viel Ton spielen. Sinken.
„Und die Welle reißt ihn empor!“. Liebe und Lohn. Ganz aus Zucker. Kehre
mich auf den Tisch. Spiel Harfe. Auf Blech. Auf dem Kamm. Einfach, innig.