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Logo des Kulturradioprogramms "Atheer"Goethe-Institut Ramallah

Kulturradioprogramm „Atheer“

Das Palästinensische Kulturradioprogramm "Atheer" ist ein von der EU gefördertes und vom Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit Interessenvertreter*innen des palästinensischen Kultursektors entwickeltes Projekt. Durch die Etablierung einer unabhängigen und kritischen Kulturberichterstattung im Radio will das Projekt Palästinenser*innen in ihrem kreativ-künstlerischen Ausdruck bestärken.

Das Projekt

Im Rahmen des Projekts sollen kritische kulturelle Inhalte innerhalb und außerhalb Palästinas Verbreitung finden, Orte für die Förderung marginalisierter Gemeinden eingerichtet werden und über die sozialen Medien eine Online-Community sowie ein lebendiges Gemeinschaftsarchiv geschaffen werden. Mit den verschiedenen Aktivitäten des Projekts (Tonstudio, Radioresidenzen, Förderungen, eine Online-Audio-Plattform, ein Radiobus etc.) wird auch Frauen die Möglichkeit gegeben, selbst mit Sound zu experimentieren und innovative Inhalte zu entwickeln. So soll auch ihr Beitrag zur Kunst- und Kulturszene Palästinas allgemein sichtbarer gemacht werden. Die Transformation von Radiokonsumenten zu Radioschaffenden ist ein Ermächtigungsprozess, von dem vor allem junge Menschen profitieren werden. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, den kritischen Kulturaustausch unter Palästinenser*innen weltweit zu fördern und damit Kreativität und Identität zu stärken sowie einen Beitrag zur Bewältigung geografischer und gesellschaftlicher Fragmentierung zu leisten. Dabei soll vor allem die Entwicklung unabhängiger kritischer Kulturinhalte und eines Radiojournalismus für marginalisierte Gemeinden in Palästina vorangetrieben werden.

Projektphasen und Zeitplan

  • 2021/22: Start des Atheer Tonstudios, der Online-Audioplattform und des Radio-Busses
  • 2022: Start des Capacity-Building-Programms: Workshops, Residenzen, Job-Shadowing und Unterstipendien für Radiomacher*innen
  • 2023: Fokussierung aller Projektaktivitäten auf die Diversifizierung wichtiger kritischer Kulturinhalte für das Radio
     
Bausteine des Projekts

Das Projekt „Atheer - Kulturradio Palästina“ sieht den Start mehrerer zukunftsfähiger Initiativen vor, wie das gemeinschaftlich nutzbare Tonstudio, die Online-Audioplattform und den Radio-Bus für die Produktion, Bearbeitung und Verbreitung wichtiger Kulturinhalte. Begleitet werden diese durch Residenzen für Radiomacher*innen, die in Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen und lokalen Gemeinden organisiert werden, sowie eine Radio-Sommerschule und ein zweiwöchiges Programm in Deutschland, bei dem junge palästinensische Radiomacher*innen ihre Kompetenzen bei einem Job-Shadowing weiterentwickeln können („Radio-Brücken“). Zusätzlich dazu findet eine Untervergabe von Zuschüssen (Unterstipendien) an zivilgesellschaftliche Akteur*innen und Organisationen, unabhängige Künstlergruppen und andere statt, die in die Produktion kultureller Audioinhalte fließen.

Das Projekt setzt sich wie folgt zusammen:
  • 1.1 Tonstudio
  • 1.2 Online-Audioplattform 
  • 2.1 Radio-Residenz 
  • 2.2 Radio-Sommerschule 
  • 2.3 „Radio-Brücken“: Job-Shadowing 
  • 3.1 Radio-Bus
  • 3.2 Untervergabe von Zuschüssen 
  • 4.1 Medienkampagnen
  • 4.2 Jährlicher Trip des Programmdirektors nach Europa zum Zweck des Besuchs anderer Radiostationen, Kulturinstitutionen und relevanter Events 

Entwicklung des Projekts

Das Projekt profitiert von Aktivitäten, die das Goethe-Institut Ramallah vor dem Erhalt neuer Fördermittel und Unterstützung seitens der EU durchgeführt hat. So hat das Institut in einer qualitativen Studie die Notwendigkeit der Professionalisierung von Radioarbeit, der Entwicklung kulturjournalistischer Kompetenzen und des Austestens verschiedener Audiotechniken und -formate konstatiert.

Im Sommer 2019 wurden Expert*innen aus verschiedenen Bereichen wie Radio, Journalismus, Kunst und Kultur zu Fokusgruppentreffen eingeladen, um die Bedürfnisse und Anforderungen eines unabhängigen Radioprogramms mit Schwerpunkt auf Kunst und Kultur zu identifizieren.

Außerdem kam dem im Oktober 2019 abgehaltenen Symposium „Overtones“ eine maßgebliche Rolle beim Abstecken des Projektrahmens und der Entwicklung eines breiten Netzwerks an Kooperationen zwischen lokalen, regionalen und internationalen Kulturschaffenden zu. Das „Overtones“-Symposium beschäftigte sich mit der „Politik des Sprechens, Klangs und Hörens“ in Palästina und darüber hinaus. Die viertägige Veranstaltung war Teil des Projekts „RADIONISTS“ des Goethe-Instituts Ramallah zur Anregung eines kritischen Kulturdiskurses und umfasste eine Ausstellung, eine Konferenz, Workshops und „Hör-Führungen“ zur Politik des Hörens.
 

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