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Architekturen der Moderne in der arabischen Welt

In der Architektur von arabischen Städten ist der Wirkungsgrad der Moderne durch konkrete Beispiele sichtbar. Das Goethe-Insitut Palästinensische Gebiete begab sich gemeinsam mit Dr. George Arbid (Beirut) und Prof. Dr. Philipp Oswalt (Berlin), beides Experten historiografischer Architekturforschung der Moderne, seit 2019 auf eine Spurensuche. Das durch das Auwärtige Amt gefördete regionale Buchprojekt wird voraussichtlich im Winter 2021 in arabischer und englischer Sprache herausgegeben.

Befasst man sich mit regionalen Architekturen der Moderne in der arabischen Welt findet man nur selten Texte, Informationen, Recherchematerialien, Dokumentationen oder gar Ausstellungen. In Städten wie Beirut, Amman, Kuwait Stadt, Jericho, Gaza Stadt oder Kairo ist der Wirkungsgrad der Moderne durch konkrete Beispiele sichtbar, jedoch nur wenig bekannt. Es gilt, die Spuren für ein breites Publikum erkennbar zu machen. 
Carlton Hotel in Al Bireh (um 1950), Skizze von Mohammad Abulrob. Carlton Hotel in Al Bireh (um 1950), Skizze von Mohammad Abulrob. | © Riwaq Ziel der Publikation, die voraussichtlich im Winter 20201 erscheint, ist es, sich auf die wenig erforschten Spuren der Moderne zu begeben. In enger Kooperation mit regionalen Partner*innen werden Fragen der Korrelation moderner Architektur in dem Zeitraum von 1945 bis 1973 durch intensive Recherchearbeiten beantwortet und die parallele stilistische Ausprägung auf die Architektur im Levant, dem Maghreb und in Nordafrika sowie den Golfstaaten und Kuwait betrachtet. Im Fokus stehen die Länder Ägypten, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Palästina, Marokko und Kuwait.

In enger Zusammenarbeit mit lokalen, regionalen und deutschen sowie europäischen Akteur*innen entsteht eine Publikation mit acht Regionalstudien. Forscher*innen wurden für die Regionalstudien ausgewählt, um die Biografien ausgewählter Gebäude oder Gebäudekomplexe vom Auftrag über den Gestaltungsprozess bis zur Fertigstellung und Gebäudenutzung anhand von Texten, zeitgenössischem Bildmaterial und Archivmaterial zu erforschen und zu dokumentieren. Die Buchpublikation, die es auch im digitalen Format geben soll, dient dem deutsch-arabischen Kulturaustausch. Ein arabischer und europäischer Verlag arbeiten Hand in Hand an der Veröffentlichung. Auch die bilinguale Herausgabe bedarf einer engen Zusammenarbeit in der Gestaltung und Übersetzung.
Alhambra Cinema in Jaffa (1937). Alhambra Cinema in Jaffa (1937). | © Matson Collection, The Library of Congress. In Kooperation mit dem Bauhaus Dessau und der Bundeszentrale für politische Bildung findet im Januar 2021 ein digitales transregionales Forschungstreffen statt: eine Auftaktveranstaltung, bei der Forschende ihre Recherchen und Narrative im Plenum vorstellen und diese gemeinsam mit den kuratorischen Leiter*innen und weiteren ausgewählten Expert*innen aus der internationalen Architekturszene diskutieren und verhandeln. Dadurch entsteht eine neue Plattform der Vernetzung und des Austauschs für ein wenig erforschtes Themenfeld aus der Perspektive der arabischen Kultur- und Architekturgeschichten der beteiligten Länder.

Projektpartner


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