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Öffentlicher Nahverkehr in Porto
Gemeinsam unterwegs

Öffentlicher Nahverkehr in Porto
Foto: Goethe-Institut / Tatiana Carvalho

In Porto, einer Stadt im steten Wandel, wurde in den letzten Jahren das öffentliche Verkehrsnetz bedeutend erweitert. Doch trotz dieser Fortschritte und des wachsenden Interesses an nachhaltigen Lösungen läuft nicht alles bestens. Diese Bildreportage gibt einen realitätsnahen Einblick in die Vorteile und die Herausforderungen der öffentlichen Verkehrsmittel der „Invicta“.

Von Tatiana Carvalho

Ich bin im Zentrum einer verhältnismäßig kleinen Stadt aufgewachsen. Meine Schule lag stets wenige Gehminuten von meinem Zuhause entfernt. Alle Ziele, die nicht zu Fuß erreichbar waren, wurden mit dem Auto angefahren. Deshalb habe ich die Welt der öffentlichen Verkehrsmittel und deren Bedeutung für eine Gesellschaft dort nie am eigenen Leib erfahren. Später musste ich, um zur Universität in Porto zu fahren, den Zug nehmen, da die Autofahrt zu lang und zudem wenig planbar war. Glücklicherweise bietet Porto seinen Bewohnern ein umfangreiches Verkehrsnetz und eine moderne Infrastruktur, die zu einem fließenden und ausgeglichenen Autoverkehr in der Stadt und der Umgebung beiträgt.

In dieser Zeit begriff ich, dass das Wachstum einer Metropole eng mit den Mobilitätsangeboten für ihre Bewohner und Touristen verbunden ist. Urbane Mobilität ist ein wesentlicher Faktor für die Lebensqualität – in jeder Stadt.

Auch Rita Sousa, 22 Jahre alt, macht täglich diese Erfahrung. Sie lebt in Póvoa de Varzim und fährt täglich mit der Stadtbahn die rund 30 Kilometer zu ihrer Arbeit im Zentrum Portos. „Der größte Vorteil ist finanzieller Natur – es ist viel billiger, die Monatskarte zu zahlen, als jeden Tag mit dem Auto nach Porto hereinzufahren“, erklärt Rita. „Hinzu kommt, dass man nicht im Stau steht. Und auch von der Umweltbelastung her macht es natürlich einen Unterschied, ob man mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto fährt.“ Es kann zwar auch unangenehm sein, Tag für Tag einige Zeit auf so engem Raum mit Unbekannten zu verbringen. Doch Rita unterstreicht, dass die positiven Aspekte überwiegen: „Es ist ungemütlich, fast zwei Stunden am Tag in Verkehrsmitteln voller Leuten zu verbringen (zu Stoßzeiten ist es die Hölle!), und die Verspätungen und Störungen können einem den Arbeitstag vermiesen. Dennoch fallen meiner Meinung nach die Vorteile stärker ins Gewicht.“

Die Bildergalerie zeigt das tagtägliche Panorama des öffentlichen Verkehrsnetzes der Stadt Porto, auf das Menschen wie Rita in ihrem Alltag angewiesen sind.  

  • Der Bahnhof São Bento, ein wichtiges Tor in das Herz der „Invicta“, ist jeden Tag Ziel und Startpunkt unzähliger Menschen. Für die Bewohner und Studenten der Stadt jedoch, die sich in den Stoßzeiten in überfüllte Eisenbahnwagen pferchen müssen, ist der von tagtäglich hunderten Touristen bewunderte historische Charme kein Trost. Foto: Goethe-Institut / Tatiana Carvalho
    Der Bahnhof São Bento, ein wichtiges Tor in das Herz der „Invicta“, ist jeden Tag Ziel und Startpunkt unzähliger Menschen. Für die Bewohner und Studenten der Stadt jedoch, die sich in den Stoßzeiten in überfüllte Eisenbahnwagen pferchen müssen, ist der von tagtäglich hunderten Touristen bewunderte historische Charme kein Trost.
  • Obwohl das Zugnetz um Porto modern ist und – zum Stolz der Portuenser –  mehr Komfort bietet als die Lissabonner Nahverkehrszüge, hört man auf den Fahrten hier und da Klagen. Bis vor Kurzem hätte ich gesagt, dass die vereinzelten Verspätungen und die hohen Preise der Monatskarten der Grund für diese Klagen sind. Doch mit einer erheblichen Preisreduzierung hat sich die Lage für die Reisenden kürzlich signifikant verbessert. Foto: Goethe-Institut / Tatiana Carvalho
    Obwohl das Zugnetz um Porto modern ist und – zum Stolz der Portuenser – mehr Komfort bietet als die Lissabonner Nahverkehrszüge, hört man auf den Fahrten hier und da Klagen. Bis vor Kurzem hätte ich gesagt, dass die vereinzelten Verspätungen und die hohen Preise der Monatskarten der Grund für diese Klagen sind. Doch mit einer erheblichen Preisreduzierung hat sich die Lage für die Reisenden kürzlich signifikant verbessert.
  • In den Straßen der Stadt hat der Bus die Vorherrschaft. Er ist aus dem Teil des Stadtbildes Portos nicht wegzudenken. Das unermüdliche und zuweilen chaotische Hin und Her dieser Fahrzeuge, die Bewohner, Studenten und Touristen transportieren, kann in der ganzen Stadt beobachtet werden. Für Strecken innerhalb der Stadt ist der Bus aufgrund des großen Haltestellennetzes ohne Zweifel die beste Wahl. Das Hauptproblem dieses Verkehrsmittels ist die Unzuverlässigkeit der Fahrpläne. Foto: Goethe-Institut / Tatiana Carvalho
    In den Straßen der Stadt hat der Bus die Vorherrschaft. Er ist aus dem Teil des Stadtbildes Portos nicht wegzudenken. Das unermüdliche und zuweilen chaotische Hin und Her dieser Fahrzeuge, die Bewohner, Studenten und Touristen transportieren, kann in der ganzen Stadt beobachtet werden. Für Strecken innerhalb der Stadt ist der Bus aufgrund des großen Haltestellennetzes ohne Zweifel die beste Wahl. Das Hauptproblem dieses Verkehrsmittels ist die Unzuverlässigkeit der Fahrpläne.
  • Der größte Vorteil des ÖPNV ist der Umweltschutz. Öffentliche Verkehrsmittel sind nicht nur praktischer als die endlose Suche nach einem Parkplatz oder die verzweifelten Versuche, den allgegenwärtigen Staus auszuweichen – sie tragen auch wesentlich zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei. Die neuen „grünen“ Fahrzeuge der STPC sind ein weiteres gutes Argument dafür, das Auto stehen zu lassen. Foto: Goethe-Institut / Tatiana Carvalho
    Der größte Vorteil des ÖPNV ist der Umweltschutz. Öffentliche Verkehrsmittel sind nicht nur praktischer als die endlose Suche nach einem Parkplatz oder die verzweifelten Versuche, den allgegenwärtigen Staus auszuweichen – sie tragen auch wesentlich zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei. Die neuen „grünen“ Fahrzeuge der STPC sind ein weiteres gutes Argument dafür, das Auto stehen zu lassen.
  • Die Straßenbahn ist eher ein Fotomotiv als ein brauchbares Verkehrsmittel. Dass sie überhaupt noch fährt, hat sie vor allem den Touristen zu verdanken, die auf eine etwas andere Art die Innenstadt kennenlernen möchten. Ihre Langsamkeit und die veraltete und ungemütliche Ausstattung schrecken die Mehrheit der Ortsansässigen ab, besonders aber die jüngere Bevölkerung. Foto: Goethe-Institut / Tatiana Carvalho
    Die Straßenbahn ist eher ein Fotomotiv als ein brauchbares Verkehrsmittel. Dass sie überhaupt noch fährt, hat sie vor allem den Touristen zu verdanken, die auf eine etwas andere Art die Innenstadt kennenlernen möchten. Ihre Langsamkeit und die veraltete und ungemütliche Ausstattung schrecken die Mehrheit der Ortsansässigen ab, besonders aber die jüngere Bevölkerung.
  • Einige der älteren Bewohner der Stadt benutzen die Straßenbahn auch heute noch, um sich in der Stadt fortzubewegen; vielleicht aus Gewohnheit oder aus Nostalgie. Foto: Goethe-Institut / Tatiana Carvalho
    Einige der älteren Bewohner der Stadt benutzen die Straßenbahn auch heute noch, um sich in der Stadt fortzubewegen; vielleicht aus Gewohnheit oder aus Nostalgie.
  • Der jüngste Neuzugang des ÖPNV-Netzes von Porto ist die Metro do Porto. Diese Stadtbahn eröffnet den Bewohnern des gesamten Distrikts unzählige neue Reisemöglichkeiten. Rita Sousa beispielsweise hätte ohne die Stadtbahn nie ihre Stelle in der Innenstadt Portos annehmen können, da sie in Póvoa de Varzim lebt und kein eigenes Fahrzeug besitzt. Foto: Goethe-Institut / Tatiana Carvalho
    Der jüngste Neuzugang des ÖPNV-Netzes von Porto ist die Metro do Porto. Diese Stadtbahn eröffnet den Bewohnern des gesamten Distrikts unzählige neue Reisemöglichkeiten. Rita Sousa beispielsweise hätte ohne die Stadtbahn nie ihre Stelle in der Innenstadt Portos annehmen können, da sie in Póvoa de Varzim lebt und kein eigenes Fahrzeug besitzt.
  • Die Stadtbahn bringt Rita nicht nur ein Plus an Mobilität, sondern hat auch positive Auswirkungen auf ihren Geldbeutel. Aufgrund des neuen Tarifs ist sie nun noch günstiger in allen Zonen des Liniennetzes der Metro do Porto unterwegs, was vorher nicht der Fall war: „Ich finde das toll. Der einheitliche Tarif bedeutet für mich eine monatliche Ersparnis von 30 €, was für jemanden am Anfang der Karriere sehr wichtig ist“, sagt sie. Foto: Goethe-Institut / Tatiana Carvalho
    Die Stadtbahn bringt Rita nicht nur ein Plus an Mobilität, sondern hat auch positive Auswirkungen auf ihren Geldbeutel. Aufgrund des neuen Tarifs ist sie nun noch günstiger in allen Zonen des Liniennetzes der Metro do Porto unterwegs, was vorher nicht der Fall war: „Ich finde das toll. Der einheitliche Tarif bedeutet für mich eine monatliche Ersparnis von 30 €, was für jemanden am Anfang der Karriere sehr wichtig ist“, sagt sie.
  • Das bescheidene Gebäude des Bahnhofs Trindade ist leicht zu übersehen, wäre da nicht das stete Murmeln der wartenden Fahrgäste der Metro do Porto. Auch als gelegentliche Nutzerin der Stadtbahn starte ich meist hier zu meinen Fahrten, denn dieser Bahnhof ist der zentralste und gleichzeitig der einzige, der alle Linien verbindet. Foto: Goethe-Institut / Tatiana Carvalho
    Das bescheidene Gebäude des Bahnhofs Trindade ist leicht zu übersehen, wäre da nicht das stete Murmeln der wartenden Fahrgäste der Metro do Porto. Auch als gelegentliche Nutzerin der Stadtbahn starte ich meist hier zu meinen Fahrten, denn dieser Bahnhof ist der zentralste und gleichzeitig der einzige, der alle Linien verbindet.
  • Im Gegensatz zu Lissabon bietet Porto keine Stadträder. Vielleicht liegt das an dem nur wenig ausgebauten Fahrradwegnetz. Deshalb sieht man kaum Fahrradfahrer in der Stadt – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Foto: Goethe-Institut / Tatiana Carvalho
    Im Gegensatz zu Lissabon bietet Porto keine Stadträder. Vielleicht liegt das an dem nur wenig ausgebauten Fahrradwegnetz. Deshalb sieht man kaum Fahrradfahrer in der Stadt – Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

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