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JiGG 2018
Rhythmen auf Kollisionskurs

Trio Heinz Herbert
Foto © Trio Heinz Herbert

Das Trio Heinz Herbert aus Zürich besteht aus Ramon Landolt (E-Gitarre), Dominic Landolt (Keyboards) und Mario Hänni (Schlagzeug). Die im Jazz wurzelnde, improvisierte Musik des Trios erkundet neue Klangwelten mit einem guten Schuss Elektronik. Im Gepäck für den ersten Auftritt des Trios Heinz Herbert in Portugal: das neue Album Live at Wilisau (Intakt, 2017). Gitarrist Ramon Landolt stellt die Gruppe und ihre Musik vor.

Von Nuno Catarino

Warum habt ihr eure Gruppe Trio Heinz Herbert genannt, wo doch keines der Mitglieder so heißt?
 
Heinz Herbert ist der Name einer imaginären Person, die gerne mit der Tradition des Jazz „flirtet“, selbst aber nicht in dieser Tradition steht.
 
Wie habt ihr drei – Ramon Landolt, Dominic Landolt und Mario Hänni – als Trio zusammengefunden?
 
Dominic und ich sind Brüder, wir spielen schon seit unserer Kindheit zusammen. Unser Vater ist auch Musiker, Saxofonist. Mario Hänni haben wir während des Studiums an der Universität kennengelernt. Schon bei unserem ersten gemeinsamen Auftritt war uns klar, dass wir als Trio weitermachen möchten.
 
Eure Besetzung – Gitarre, Keyboards, Schlagzeug – ist ungewöhnlich. Warum habt ihr dieses Format gewählt?
 
Nun, das ist eben dabei herausgekommen, als wir unsere drei Persönlichkeiten als Trio zusammengebracht haben. Im gemeinsamen Spiel haben wir dann begriffen, wie glücklich diese Konstellation ist. Die Mischung zwischen akustischen und elektronischen Instrumenten bringt uns dazu, moderne und alte Einflüsse – zum Beispiel die fast tribale Haltung des Schlagzeugs – miteinander zu verbinden. Die Gitarre bewegt sich zwischen diesen beiden Welten: Stellenweise wirkt sie durch die Modellierung und Verarbeitung ihres Klangs geradezu visionär, aber sie kann auch die ihr eigene Klangcharakteristik entfalten. Die Keyboards hingegen floaten in der Welt synthetischer Klänge und betten die Klangwellen in elektronisch generierte Impulse und Frequenzen. Auf diese Weise entsteht der Kosmos von Heinz Herbert!
 
Welche Einflüsse waren für den Klang der Gruppe in besonderer Weise relevant?
 
Vor allem gute Jazz- und Pop-Musik.
 
Ihr habt bereits vier Alben veröffentlicht: vom Erstling
Rubin (2013) bis zum jüngsten Album The Wilisau Concert (2017). Wie hat sich eure Musik deiner Meinung nach entwickelt?
 
Wir entwickeln uns definitiv in die Richtung der Erforschung neuer Formen, Klänge und Rhythmen. Der klangliche Output unserer Band ist immer eine Überraschung, da wir unsere Stücke gemeinsam komponieren und die meisten unserer Kompositionen in einer intensiven Probenphase weiter wachsen und sich verändern. Unser erstes Album stand in Bezug auf Form, Harmonien und Rhythmen stilistisch dem Jazz näher.
 
Plant ihr, andere Musiker einzuladen, um mit dem Trio Heinz Herbert zu spielen?
 
Noch nicht, aber falls uns da eine tolle Idee kommt, sind wir natürlich offen für solche Kollaborationen.
 
Kennt ihr Lissabon? Was erwartet ihr von der Stadt?
 
Ich war noch nie in Lissabon und die anderen beiden meines Wissens auch nicht. Tatsächlich steht nun das erste Konzert des Trios Heinz Herbert in Portugal an und wir freuen uns schon sehr darauf, die Stadt und die Leute kennenzulernen und unsere Musik mit ihnen zu teilen!
 
In Lissabon spielt ihr bei einem Open-Air-Festival in einem Garten. Was dürfen wir von eurem Konzert bei JiGG erwarten?
 
Kollidierende Rhythmen und sich in Zeit und Raum transformierende Klangwelten mit einer Menge Improvisation, die kein Risiko scheut.
 

TRIO HEINZ HERBERT | SCHWEIZ

Das junge Trio aus Zürich feierte seinen ersten Bühnenerfolg auf dem Jazzfestival Willisau 2016 und erlangte sofort internationale Anerkennung. Ihre ebenso experimentelle wie originelle Herangehensweise verknüpft Rockelemente mit Jazz und weist Referenzen aus Minimalismus, Noise und Metal auf. 

Dominic Landolt: E-Gitarre, Effekte | Ramon Landolt: Synthesizer, Sampler, Klavier | Mario Hänni: Schlagzeug, Effekte 

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