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Prémio do PúblicoFoto: © Carlos Porfirio 2018

Prémio do Público

Im Rahmen von KINO 2019 vergaben die Zuschauer*innen der letztjährigen Mostra zum ersten Mal einen Publikumspreis für junge Regisseur*innen. 2019 kürte das Publikum Dídio Pestana für seinen Film Sobre Tudo Sobre Nada zum Sieger. Zur Auswahl stehen auch 2020 wieder acht Erstlingswerke junger Filmschaffender.

Über den Preis. Der Publikumspreis für junge Regisseur*innen wird im Zeichen der Förderung des jungen deutschsprachigen Kinos vergeben, das sich in den letzten Jahren zu einem stetig wachsenden Schwerpunkt der Mostra KINO entwickelt hat. Die Wahl zum Publikumspreis soll den nominierten Debütfilmen eine besondere Plattform bieten und die außerordentliche Arbeit der jungen Regisseur*innen honorieren sowie dem Publikum die Möglichkeit geben, ihre Stimme für die teilnehmenden Filme abzugeben. Außerdem hat das Publikum im Rahmen der Teilnahme dank der Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentrale für Tourismus die Chance, eine Reise für zwei Personen nach Deutschland zu gewinnen.

Das Gewinnspiel. Nach jeder Vorführung der nominierten Filme hat das Publikum die Möglichkeit, den soeben gesehenen Film zu bewerten und einen Loszettel mit Namen und Kontaktdaten in eine Urne einzuwerfen. Nach der Festivalwoche wird aus sämtlichen Loszetteln die/der Gewinner*in der Deutschlandreise gezogen. Organisiert und gestellt wird die Reise von der Deutschen Zentrale für Tourismus. Die diesjährige Reise gilt für zwei Personen für ein Wochenende in Dresden inklusive Hin- und Rückreise und Hotel sowie Welcome Card.

Die Nominierungen. Nach der Festivalwoche werden alle Loszettel ausgewertet und über die durchschnittliche Bewertung die/der Gewinner*in des Publikumspreises ermittelt. Der mit 800,00 € dotierte Preis wird im Rahmen des Berlinale-Filmfrühstücks des Goethe-Instituts überreicht.

Lesen Sie hier mehr zum Publikumspreis 2019.
 
 


Publikumspreis 2020: Die Nominierten

Porträt Mehmet Akif Büyükatalay Foto: © Tessa Langhans

Mehmet Akif Büyükatalay

Nominiert für: Oray (DE 2019)

Kurzbiografie: Ist 1987 in Bad Hersfeld geboren, in Hagen aufgewachsen und hat an der Kunsthochschule für Medien Köln Film und Literatur studiert. Mit Oray machte der Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes seinen Hochschulabschluss.

„Viele Leute werden sich des eigenen Glaubens oder Unglaubens nur durch den Glauben Dritter bewusst. Letztere sind es, die sichtbar machen, was unserer Wahrnehmung ansonsten verborgen bleibt – sei es aus Gewohnheit oder durch allgemeine Übereinkunft.“

Porträt Hannes Baumgartner Foto: © Contrast Film

Hannes Baumgartner

Nominiert für: Der Läufer (CH 2018)

Kurzbiografie: Ist 1983 in Männedorf geboren und hat an der Zürcher Hochschule der Künste seinen Master in Filmmaking gemacht. Den Weg zum Film fand er bereits zu Schulzeitzeiten über die Fotografie. Sein Abschlusskurzfilm Teneriffa (2012) ist festivalerprobt und preisgekrönt.

„Ich denke, dass es für viele Leute geradezu notwendig ist, eine plausible Erklärung für so brutale Handlungen zu finden. Der Schrecken darf nicht unerklärbar bleiben. Im Laufe unserer Recherchen, die sich über mehrere Jahre zogen, musste ich jedoch feststellen, dass die tragischen Handlungen unserer Hauptfigur durch keinen monokausalen Erzählstrang erklärt werden können.“

Porträt Miriam Bliese Foto: © Heike Blenk

Miriam Bliese

Nom. für: Die Einzelteile der Liebe (DE 2019)

Kurzbiografie: Ist 1978 in Wuppertal geboren, in Berlin und Paris aufgewachsen und hat nach einem Germanistik/Philosophiestudium an der Freien Universität Berlin Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) studiert. Die Einzelteile der Liebe ist nach mehreren Kurzfilmproduktionen ihr erster langer Spielfilm.

„Ich glaube, dass eine Trennung an sich keine Katastrophe ist. Die wahre Katastrophe ist die Unfähigkeit, mit der Trennung umzugehen. Wir brauchen keine Anleitungen, wie sich die Trennung vermeiden lässt, wir brauchen Rüstzeug für die Zeit danach."

Porträt: Nora Fingscheidt Foto: © Philip Leutert

Nora Fingscheidt

Nominiert für: Systemsprenger (DE 2019)

Kurzbiografie: Ist 1983 in Braunschweig geboren, in Deutschland und Argentinien aufgewachsen und hat Szenische Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg studiert. Die Wahlhamburgerin hat die selbst organisierte Filmschule filmArche in Berlin mitaufgebaut. Das recherchebasierte Drehbuch zu Systemsprenger ist mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden.

„Als Kind ist man seinen Eltern ausgeliefert, unabhängig davon, in welches Elternhaus man hineingeboren wird. Nahezu alle Kinder wie Benni wollen zu Mama und Papa zurück, selbst wenn sie dort Missbrauch und krasse Gewalt erlebt haben. Das macht uns Erwachsene oft sprachlos, aber es ist ein Fakt.“

Porträt Luzie Loose Foto: © P. Nungeßer

Luzie Loose

Nominiert für: Schwimmen (DE 2018)

Kurzbiografie: Ist 1989 an der Ostsee geboren, in Berlin aufgewachsen und hat Regie für Spielfilm und Werbefilm an der Filmakademie Baden-Württemberg studiert. Im Rahmen von Projekten mit La Fémis, Paris, dem Atelier Ludwigsburg-Paris und Giorgio Armani hat sie mehrere Kurzfilme realisiert. Schwimmen ist ihr erster abendfüllender Spielfilm.

„Ich setze mich intensiv und leidenschaftlich damit auseinander wie Kinder und Jugendliche heute aufwachsen. Ich beobachte, dass sie in unserer sich immer schneller drehenden Welt immer schneller erwachsen werden. Sie sind unabhängig, gebildet und weltgewandt – sie sind aber auch überfordert und orientierungslos.“

Portrait David Nawrath Foto: © 235 Filmproduktion / Gerald von Foris

David Nawrath

Nominiert für: Atlas (DE 2018)

Kurzbiografie: Ist 1980 in Berlin geboren, in Deutschland und im Iran aufgewachsen und hat an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) Regie studiert. Nach mehreren Kurzfilmen sowie dem abendfüllenden Dokumentarfilm Moharram ist Atlas sein erster Langspielfilm.

„Ich musste dabei immer wieder daran denken, was mein Vater einmal zu mir gesagt hat: Egal was du tust – ich werde immer hinter dir stehen. - Das gleiche Versprechen könnte ich meinen Kindern geben. Aber nicht andersrum. Als Kind könnte ich nicht hinter meinen Eltern stehen, egal was sie tun."


 

Porträt Lukas Marxt Foto: © sixpackfilm

Lukas Marxt

Nom. für: Ralfs Farben (AT/DE/ES/FR 2019)

Kurzbiografie: Ist 1983 in Schladming, Steiermark, geboren und aufgewachsen und hat Audiovisuelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz studiert. Für ein Jahr hat er die Faculdade de Belas Artes in Lissabon besucht, woraufhin er an der Kunsthochschule für Medien Köln sein Diplom machte.

„Es ist ein Tanz mit der Natur. Ich bitte zum Tanz und werde von meiner Umgebung geführt. Während des Drehs reagiere ich auf alles, das im Alltäglichen geschieht. Sobald mir ein Thema durch den Kopf geht, entwickle ich es weiter.“

Nina Wesemann Foto: © Leykauf Film

Nina Wesemann

Nominiert für: Kinder (DE 2019)

Kurzbiografie: Ist in Köln geboren und aufgewachsen und hat an der Hochschule für Fernsehen und Film in München Dokumentarfilm studiert. Sie führt nicht nur Regie, sondern auch eigenständig die Kamera und verbindet in ihrer Arbeit Filmisches mit ihrer zweiten großen Leidenschaft Tanz. Mit dem Dokumentarfilm Kinder machte sie ihren Hochschulabschluss.

„Mit einem Bein sind sie noch voll in der Kindheit und können das noch total leben. Und mit dem anderen Bein fängt etwas anderes an und sie treten in eine andere Welt über.“

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