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Sowohl in Portugal als auch in Deutschland wurde die Monarchie vor langer Zeit zu Gunsten der Republik abgeschafft. Die stattliche Anzahl der Ehen zwischen Angehörigen des deutschen und des portugiesischen Hochadels aber erstaunt uns auch heute noch. Nicht weniger als elf Prinzessinnen oder Prinzen deutscher Herkunft ehelichten portugiesische Monarchen. Alles begann im Jahre 1518, als Dom Manuel I eine deutsche Prinzessin zur Frau nahm, und die letzte königliche Hochzeit fand 1913 mit der Heirat von Dom Manuel II, der zu jener Zeit bereits im Exil lebte, und Augusta-Victoria von Hohenzollern-Sigmaringen statt. Dom Pedro IV und Dona Maria II heirateten sogar jeweils zweimal Deutsche. Nach dem Untergang der Monarchien in den beiden Ländern gab es keine königlichen Hochzeiten mehr, doch portugiesisch-deutsche Ehen werden nach wie vor geschlossen.

Und das trotz der unterschiedlichen Mentalität der Deutschen und der Portugiesen (oder sind das wohl vor allem Klischees?). Beispielsweise ist es sicher nicht einfach, die berühmte deutsche Pünktlichkeit mit der Nachlässigkeit der Portugiesen in Einklang zu bringen; die sprichwörtliche Gefühlskälte der Deutschen mit der Warmherzigkeit unserer Landsleute; teutonisches Sauberkeits- und Ordnungsbedürfnis mit dem "Laissez-faire" und Durcheinander in Portugal. In Portugal ist der Genuss einer "bica" (eines Espresso) fast ein religiöser Akt, während man in Deutschland dünnen Kaffee aus Pappbechern trinkt, während man zur Arbeit hastet... Wie bei solchen Unterschieden Beziehungen zwischen Portugiesen und Deutschen überhaupt möglich sind, wissen wir nicht. Wir wissen auch nicht, wie viele dieser Differenzen wirklich existieren oder nur mehr aus dem Reich der Klischees und Vorurteile stammen. Was wir hingegen wissen, ist, dass sich deutsch-portugiesische Paare häufiger finden, als man glaubt!

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