Diskussionsrunde Europawahl: Was steht auf dem Spiel?

Quo vadis, Europa? © shutterstock

07.05.2019, 19:30 Uhr

Goethe-Institut Lissabon

Campo dos Mártires da Pátria, 37
1169-016 Lissabon

Im Rahmen der Reihe „Quo vadis, Europa?“

Im Vorfeld der Europawahlen diskutieren Tanja Bueltmann, Verena Ringler und Pedro Magalhães das Thema Europawahl: Was steht auf dem Spiel?. Dabei geht es um die Herausforderungen, vor denen die Europäische Union in den nächsten Jahren steht, und um die kommende Europawahl, die angesichts antieuropäischer und populistischer Tendenzen in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union als Schicksalswahl bezeichnet wird. Die drei Gäste beleuchten in Kurzvorträgen Themen wie: Was lernen wir aus dem Brexit für die Zukunft Europas? Ist die Migration tatsächlich der Prüfstein Europas? Welche Lösungen und Zukunftsansätze bieten neue Allianzen und Akteure in Wirtschaft und Zivilgesellschaft?

Die Diskussionsveranstaltung am 7. Mai um 19:30 Uhr im Goethe-Institut in Lissabon setzt die Reihe „Quo vadis, Europa?“ fort. Es diskutieren der portugiesische Sozialwissenschaftler Pedro Magalhães, aus Deutschland die in Großbritannien lebende Historikerin und Migrationsforscherin Tanja Bueltmann und die österreichische Beraterin für europäische strategische Fragen Verena Ringler. Die Moderation übernimmt die Chefredakteurin der portugiesischen Ausgabe von Le Monde DiplomatiqueSandra Monteiro.
 
Tanja Bueltmann ist Professorin für Geschichte mit Schwerpunkt Migrationsforschung an der Northumbria Universität in Newcastle upon Tyne. Bueltmann, die sich als Bürgerin Europas bezeichnet, spricht sich offen für den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union aus. Sie war Mitglied von Historians for Britain in Europe und engagiert sich im Remain movement in Großbritannien. Als Deutsche, die in Großbritannien lebt, ist ihr Interesse am Brexit gleichermaßen persönlich wie beruflich.
 
Verena Ringler ist Direktorin der Projektboutique European Commons und Kuratorin der ERSTE Stiftung Tipping Point Talks 2019. Ringler konzipiert und realisiert Praxisprojekte an der Schnittfläche von Politik und Gesellschaft mit dem Ziel, die Handlungsfähigkeit des gemeinsamen Europas zu fördern. Von 2013 bis 2018 gestaltete sie das Europaprogramm der deutschen Stiftung Mercator, von 2002 bis 2006 arbeitete sie als Redakteurin für das Washingtoner Politikmagazin Foreign Policy. Später baute sie die EU-Kommunikation in Pristina (Kosovo) für den Europäischen Rat auf.
 
Pedro Magalhães hat an der Ohio State University im Fach Politikwissenschaft promoviert und ist nun Prüfungsleiter am Institut für Sozialwissenschaften der Universität von Lissabon. Er befasst sich in seiner Forschung mit den Themen Öffentliche Meinung und Wahlverhalten. Darüber hinaus ist er Direktor des PASSDA-Konsortiums (Production and Archive of Social Science Data) und Koordinator der ICS/ISCTE-Meinungsumfragen.

 
Die Diskussionsreihe „Quo vadis, Europa?“ thematisiert gegenwärtige gesellschaftliche, politische, ökonomische und kulturelle Herausforderungen in Europa. Führende Intellektuelle, Politiker und Wissenschaftler aus Portugal und den deutschsprachigen Ländern diskutieren in dieser Reihe über aktuelle europäische Fragen mit dem Ziel, das gegenseitige Verständnis zu fördern und gemeinsame Zukunfts- und Handlungsoptionen zu entwickeln. Initiatoren und Träger von „Quo vadis, Europa?“ sind das Goethe-Institut Portugal, die Deutsch-Portugiesische Industrie- und Handelskammer sowie die Bartholomäus-Brüderschaft der Deutschen in Lissabon. Die Veranstaltung zur Europawahl wird unterstützt durch die Österreichische Botschaft und die Friedrich-Ebert-Stiftung Portugal.
 
 

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