Unser neues Institut!!

Neues Institut Goethe-Institut Bukarest
Goethe-Institut

Ein Heritage Gebäude, ein Kulturpavillon, ein neues Bibliothekskonzept und ein moderner Büroturm – so sieht seit September 2018 das Gesicht des kulturellen Lernens in Calea Dorobanților 32 aus!
Nach 11 Jahren in der Tudor Arghezi- Straße war die Zeit gekommen, in eine größere Liegenschaft, im D‘OR Business Center (Calea Dorobanților 32) umzuziehen. Unsere drei neuen Gebäude bieten zahlreiche Möglichkeiten für den (inter)kulturellen Austausch und für interaktives Lernen.
 

Auf einer Pressekonferenz im Juli 2018 berichtete die Institutsleiterin, Dr. Evelin Hust, über die Chancen, die die neue Liegenschaft mit sich bringt.

Warum eine neue Liegenschaft?


Die bisherige Liegenschaft in der Straße Tudor Arghezi war immer nur als Zwischenunterkunft geplant gewesen. Als wir 2007 aus dem Gebäude in der Henri Coanda - Straße ausziehen mussten, hatte man gedacht, dass man eben für ein paar Jahre hier einzieht und sich dann eine größere Liegenschaft sucht. Erst nach elf Jahren ist es nun soweit, dass wir endlich umziehen. Die Planung  begann schon 2015. Als ich nach Rumänien kam, hatte ich den Auftrag zu schauen, ob wir eine neue Liegenschaft finden können. Unser Wunsch war es, einen Platz zu finden, in dem wir kulturelles Lernen in größeren, moderneren Räumen anbieten können, die interaktives Lernen fördern, und in dem wir vor allem auch mehr Platz haben für eigene kulturelle Veranstaltungen sowie die Bibliothek. Es war immer klar, dass wir einen solchen Umzug nur dann auf uns nehmen, wenn wir wirklich eine wesentlich bessere Liegenschaft finden und ich bin überzeugt, dass wir die tatsächlich gefunden haben.
Nicht zuletzt haben wir durch das historische Gebäude wieder ein visuelles Landmark, das uns in der alten Liegenschaft gefehlt hat.

Was macht das neue Haus so besonders?

Das neue Haus ist besonders, weil wir eigentlich nicht ein Haus haben, sondern drei und die Aktivitäten unseres Instituts sich sehr schön an den Gebäuden ablesen lassen.
Wir haben zum einen ein historisches Gebäude, das sogar einmal der Deutsche Kindergarten Nr. 85 war und in dem der Großteil der Mitarbeiter_innen arbeiten werden, also Verwaltung, Sprachabteilung, Institutsleitung und Kulturprogramm.
In der ersten Etage des Büroturms werden wir sechs große und freundliche Klassenzimmer haben, mit Fensterfronten, die natürliches Licht gewährleisten, technisch ultramodern eingerichtet, mit interaktiven Whiteboards, mit Lounge-Areas für den Aufenthalt vor und nach dem Unterricht. Dazu verfügen wir jetzt auch über ein Klassenzimmer mit spezieller Ausstattung für unser Jugendpublikum und freuen uns auf unsere jungen Kursteilnehmer. Funktional haben wir im Büroturm alles was die Kursteilnehmer betrifft in einem Stockwerk und darunter, im Erdgeschoss dieses Gebäudes, werden die Einschreibungen stattfinden.
Das dritte Gebäude ist unser Kulturpavillon – den wir Pavillon 32 getauft haben. Es besteht aus einem Veranstaltungsraum von etwa 100 m² im Erdgeschoss und darüber, im 1. Stock, unsere Bibliothek mit neuer konzeptioneller Ausrichtung, da sie neben der klassischen Ausleihe auch als Coworking Space und Game Hub eingerichtet wird. Wir hoffen, dass die neue Bibliothek als ein gemütlicher Ort wahrgenommen wird und dass Freelancer, Künstler, Schüler und Studenten in unserer neuen Liegenschaft Zeit verbringen werden, wann immer sie einen Platz brauchen, um kreativ zu sein, Ruhe suchen, um an ihren Projekten zu arbeiten oder einfach andere kulturinteressierte Menschen kennenlernen wollen. Die neue Liegenschaft bietet damit für uns wie auch für unser Publikum eine neue Chance, uns gemeinsam weiterzuentwickeln. Durch modernere Bedingungen gibt es neue Möglichkeiten für kulturellen Austausch. Und das ist eine Win-Win-Situation für uns alle.
In diesem Sinne haben wir in den Gebäuden Verwaltung, Sprache, Kultur und Bibliothek als Einheiten präsentiert. Das macht das Haus besonders. Dazu kommt die Lage: wir werden ganz in der Nähe vom British Council und vom Institut Français sein und planen in Zukunft verstärkt mit unseren Liegenschaften zusamenzuarbeiten.
Außerdem sind wir knapp 100 m vom Goethe-Kolleg entfernt, der deutschsprachigen Schule in Bukarest, und von der Universität ASE, die unter anderem deutschsprachige Studiengänge in Wirtschaft anbietet. Nicht zuletzt sind es nur 500 m bis zur nächsten Hauptmetro-Station Piața Romană. Das heißt, die Lage ist sehr zentral und vor allem werden wir eine neue Sichtbarkeit erlangen, weil es ein sehr frequentierter Teil Bukarests ist.
 
Wie sah Ihr Alltagsleben im Rahmen Ihrer Aktivität im Goethe-Institut aus, seit Sie 2015 die Leitung des Instituts übernahmen?

Solch ein großes Projekt in Angriff zu nehmen war eine große Herausforderung. Insofern war mein Institutsleiterinnenleben in den letzten Jahren sehr von der Suche nach der neuen Liegenschaft, langen Mietverhandlungen, komplexen Planungen zur Herrichtung, der Vorbereitung des Umzugs, dem Umzug selbst und der dann hoffentlich besonders feierlichen und schönen Eröffnung geprägt. Schade war es manchmal für mich, dass das alles sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und ich deswegen in anderen Bereichen weniger machen konnte als ich es normalerweise gemacht hätte. Hier meine ich insbesondere eine aktivere Rolle in der Kulturszene, aber auch meine Mitarbeiter haben manchmal Aufmerksamkeit vermisst. Es war eine sehr komplexe Aufgabe, die nicht nur mich, sondern insbesondere auch unsere Verwaltungsleitung, unseren Technik- und IT- Spezialisten und viele andere im Institut in den letzten Jahren beschäftigt hat. Ich bin aber der Überzeugung, dass sich unsere Mühen gelohnt haben, und dass eine gute Liegenschaft letztlich unsere Basis ist, die auf lange Sicht die Arbeit des Goethe-Instituts in Rumänien positiv beeinflussen wird. In dem Sinne bin ich sehr stolz auf das gesamte Team, was wir hier in den letzten Jahren geschafft haben.

Was plant das Goethe-Institut für den Sommer?

Bis zum 20. Juli finden Sie uns noch in dem alten Gebäude. Zwischen dem 20. Juli und dem 4. August ist das Institut für den Umzug geschlossen.
Wir werden ab dem 13. August für unsere Kursteilnehmer schon öffnen und auch die Bibliothek kann ab dem 3. September besucht werde. Wir planen natürlich für die Öffentlichkeit und unsere Partner eine feierliche Eröffnung am 5. und 6. Oktober! Die Planung zur Eröffnung ist im vollen Gange; das gesamte Institut bereitet sich schon seit Monaten darauf vor, aber heute wollen wir noch nicht so viel verraten, was Sie bei uns erleben können. Eins ist aber klar: Goethe-Institut DESCHIDE pentru tine!