Kino-Konzert NOSFERATU: 100 Jahre des Horrors, der das Genre definierte

Kinokonzert NOSFERATU: 100 Jahre des Horrors, der das Genre definierte @TIFF

Sa, 18.06.2022

21:45

Bánnfy Schloss, Bonțida, Cluj-Napoca

Im Jahr 1922 kam ein Film auf die Leinwand, der die Welt des Kinos revolutionieren und das Horrorgenre definieren sollte. 100 Jahre später bringt das Internationale Filmfestival von Siebenbürgen den Film als außergewöhnliches Kinokonzert an die Öffentlichkeit zurück. Das Kinokonzert wird am 18. Juni in der spektakulären Kulisse des Schlosses Bánffy in Bonțida zum ersten Mal präsentiert. NOSFERATU, das deutsche Meisterwerk des legendären Regisseurs F.W. Murnau, läuft am ersten  Wochenende des Festivals unter freiem Himmel. Musiker*innen der ungarischen Staatsoper Cluj-Napoca begleiten es live mit Originalmusik von Simona Strungaru unter der Leitung vom deutschen Dirigenten Stefan Geiger. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem TIFF Festival und dem Deutschen Kulturzentrum Cluj-Napoca durchgeführt.
 
Besetzung:
Mihaela Maxim - Sopran
Iustinian Zetea - Bass
Cătălin Petrescu - Bariton
Orchester der ungarischen Staatsoper Cluj-Napoca

Dirigent: Stefan Geiger
Komposition: Simona Strungaru 


Tickets können im Voraus auf der Eventbook-Plattform gekauft werden.

 "NOSFERATU, einer der poetischsten Horrorfilme aller Zeiten" (Time Out Magazine), basiert auf den Roman "Dracula" von Bram Stoker und ist eines der Hauptwerke des deutschen Expressionismus. Sein Erscheinen auf der Kinoleinwand versetzte das Publikum in Angst und Schrecken und die Kritiker*innen in helle Aufregung. Nachdem Stokers Erb*innen die Macher*innen des Films wegen Verletzung des Urheberrechts verklagt hatten, wurde 1925 beschlossen, alle Kopien zu vernichten. Einige von ihnen haben überlebt. Nach jahrzehntelangen Recherchen wird NOSFERATU auf dem TIFF in einer Version zu sehen sein, die der vor einem Jahrhundert gezeigten Version entspricht.

Thomas Hutter ist Sekretär eines Immobilienmaklers in Wisborg, wo er mit seiner Frau Ellen glücklich lebt. Eines Tages schickt ihn sein Chef geschäftlich nach Transsilvanien, um mit Baron Orlok über den Kauf eines Hauses zu verhandeln. Ellen spürt, dass etwas nicht stimmt und ist sich der Gefahr bewusst, die ihrem Mann droht. Sie kann ihn aber nicht davon abhalten, das Haus zu verlassen. Bei Einbruch der Dunkelheit trifft Hutter auf Orlok, den seltsamen Hausherrn, gespielt von Max Schreck. Die Kultfigur wird von Kritikern als Vater aller bizarren Kreaturen angesehen, die auf Leinwänden zum Leben erweckt wurden. 

Auf dem #TIFF2022 wird NOSFERATU in einer restaurierten Fassung von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden präsentiert. Die musikalische Darbietung der 27 Solist*innen der Ungarischen Staatsoper Cluj-Napoca, darunter die Sopranistin Elena Dediu, zusammen mit Cătălin Petrescu (Bariton) und Iustinian Zetea (Bass), wird durch den Klang eines eigens für dieses Konzert von der Komponistin Simona Strungaru und dem Bildhauer Misha Diaconu entworfenen Instruments ergänzt.

In zahlreichen Gastdirigaten arbeitete Stefan Geiger u.a. mit dem Schleswig-Holstein Festival Orchester, dem Ensemble Resonanz, den Würzburger Philharmoniker*innen, den Nürnberger Symphoniker*innen, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Transylvania State Philharmonic Orchestra, dem Orquestra de Câmara da Cidade de Curitiba, dem Orquestra Sinfônica de Porto Alegre, der Banater Philharmonie, dem Romanian Radio Orchestra, dem Orquestra Sinfônica da Universidade de Sao Paulo im Sala Sao Paulo, und dem Buenos Aires Philharmonic Orchestra am Teatro Colon in Argentinien. Seit mehreren Jahren gastiert Stefan Geiger bei der NDR Elbphilharmonie Orchester Hamburg. Seit Beginn des Jahres 2016 ist Stefan Geiger GMD am Teatro Guaira in Curitiba (Brasilien).

Die Komponistin Simona Strungaru, die bereits mehrmals beim Internationalen Filmfestival Transilvania auftrat, ist ständige Dirigentin des Bukarester Jazzorchesters und von Sonomania. Sie hat symphonische Suiten für Orchestren, Live-Elektronik und Live-Straßenkunst sowie Soundtracks für Animationen und Musicals komponiert. 2016 dirigierte die Künstlerin das Orchester der Ungarischen Oper Cluj in einem denkwürdigen Kinokonzert im Schloss Banffy: Haxan, und führte 2021 sie bei TIFF ihre eigene Version des Malombra-Soundtracks mit Sebastian Burneci (Trompete) und Adi Tetrade (Schlagzeug) auf.
 

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