Film-Gala: "In Zeiten des abnehmenden Lichts" von Matti Geschonneck

Bild © Goethe-Institut

Fr, 03.11.2017

Cinemateca Eforie, Strada Eforie 2

In Zeiten des abnehmenden Lichts von Matti Geschonneck (2017, 100‘)
OV: Deutsch / rumänische und englische Untertitel  |  ohne Altersbeschränkung

In Zeiten des abnehmenden Lichts: das Ende des Herbstes im Ural-Gebirge, zur Zeit der Kartoffelernte, wenn sich die Utopien auflösen, sich die Rhythmen verlangsamen, kurz vor dem Schluss.
Während einer Familienfeier verursacht die Abwesenheit des geflüchteten erwachsenen Enkels des 90-jährigen Genossen Powileit (Bruno Ganz) eine Katastrophe: der für die zahlreichen Gäste grandios angerichtete Tisch bricht unter der Last der üppigen Speisen zusammen, eine Metapher für den großen Sturz der DDR - gebrechlich, geschwächt und überdekoriert. (Ozana Oancea)

Ost-Berlin im Frühherbst 1989: Wilhelm Powileit (Bruno Ganz) wird 90 und lässt diesen Geburtstag mit stoischer Gelassenheit über sich ergehen. Seit 75 Jahren überzeugter Kommunist, ist er einst aus Nazi-Deutschland geflohen und war im Exil in Mexiko. Heute aber bringen ihm junge Pioniere ein Ständchen, und er wird mit Orden behängt. Während Wilhelm hartnäckig verleugnet, dass sein Ideal einer besseren Welt nur eine Chimäre war, und die großen Hoffnungen von einst in Bürokratie und Angst erstickt sind, verlässt die junge Generation das Land. Auch in seinem privaten Umfeld gibt es Risse, die nicht mehr zu kitten sind.
 
Matti Geschonneck wurde 1952 in Potsdam geboren. Er studierte vier Jahre Regie am Staatlichen Institut für Kinematographie (WGIK) in Moskau und brachte 1991 sein Kinodebut mit Moebius. Er gewann 2012 den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Bester Fernsehfilm und den Grimme-Preis für Das Ende einer Nacht.

Filmprogramm
 

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