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Volha Hapeyeva

Geboren 1982 in Minsk. Lyrikerin und Kinderbuchautorin, Übersetzerin und promovierte Linguistin. Publizierte acht Lyrik- und Prosabände in den letzten 10 Jahren, ferner Lyrikübersetzungen u. a. von Nora Gomringer, Uljana Wolf, Monika Rinck, Sylvia Plath und Ted Hughes.

Veröffentlichungen u.a.:

  • Рэканструкцыя неба („Rekonstruktion des Himmels“) – Minsk: Logvinov, 2003
  • Няголены ранак („Unrasierter Morgen“) – Minsk: Logvinov, 2008 
  • Метад муаравых крэсак („Methode der Moirestreifen“) – Minsk: Galiafy, 2012
  • Прысак і пожня („Asche und Stoppel“) – Minsk: Logvinov, 2012
  • (в)ядомыя гісторыі („(unverg)essbare geschichten“) – Minsk: bybooks.eu, 2013
  • Дзве Авечкі (“Zwei Schäfchen”) – Minsk: Logvinov, 2014
  • Сумны суп („Traurige Suppe“) – Minsk: Galiafy, 2014
  • Граматыка снегу („Grammatik des Schnees“) – Minsk: Galiafy, 2017  

Ein Austug aus dem Inerview mit Volha:

- Wie sind Sie zur Literatur gekommen?

- Ich war von klein auf von Büchern umgeben, die nicht nur in Russisch oder Belarussisch, sondern auch in Französisch und Deutsch waren: Die meisten Familienmitglieder (Großeltern, Tanten) waren Dozenten und Lehrer für diese Sprachen und Literaturen. Ich hatte nicht viele Kinder um mich herum und vergnügte mich selbst so gut ich konnte (dachte mir etwas aus, zeichnete Kreuzworträtsel, versuchte selber Deutsch und Französisch zu lernen). Als ich im Kindergarten und in der Grundschule war, spielte ich mit meiner Mutter häufig Wortspiele, und vielleicht ist das der Grund für meine Liebe zu Sprachen. Viele Jahre später sagte meine Doktormutter zu mir: „Volya, Sie schreiben über Wörter, als wären das Menschen“. Ich glaube, sie hatte Recht: Wörter sind für mich sehr greifbar und subjekthaft.

Meine „literarische Kariere“ begann in einer Literatur-AG in der Schule, die unsere Lehrerin für belarussische Sprache und Literatur organisiert hatte. Dort lernte ich Reimtypen und Versmaße kennen, aber die meiste Zeit paraphrasierten wir Gedichte von unseren Klassikern und machten daraus Schulparodien: Ich begann also als Satirikerin. In der Oberstufe schrieb ich dann schon meine eigenen Gedichte, und meine zweite Belarussischlehrerin empfahl mir die Literaturgesellschaft der Zeitschrift „Perschazwet“, die sich jeden Montag im Gebäude des damaligen Schriftstellerverbandes versammelte. Es war sehr aufregend, dort hinzugehen, aber schon ein Jahr später erschien in der Zeitschrift meine erste Publikation, und vier Jahre später kam mein erstes Buch heraus.

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