HUMRA – Human Rights Animation

Humra Foto © Goethe-Institut

„HUMRA – Human Rights Animation“ ist ein Kultur- und Bildungsprojekt, das mit Hilfe von Animationen jungen Menschen das Thema Menschenrechte nahebringt und mit ihnen einen Dialog in einer lebendigen, für sie verständlichen Sprache führt. Im Rahmen des 2014 begonnenen Projekts arbeitete der bekannte russische Comickünstler Heehoos an einem Animationsfilm sowie an einer Serie von Bildungsepisoden. Parallel entstanden Amateuranimationen in Workshops unter der Leitung von professionellen Animationskünstlern. Auf der Basis der bereits fertiggestellten Animationen baut ein umfassendes Bildungsprogramm auf. Das Projekt lief bis Februar 2017 in Zusammenarbeit mit Partnern aus Russland, der Ukraine, Georgien und Belarus. Doch auch nach offiziellem Projektende bleiben alle im Projekt entstandenen Materialien auf der Website zugänglich und können weiterhin genutzt werden.

Was geschieht im Projekt?

Animationsserie „Humra. Eine Legende über die Rechte der Menschenleute“
Der Animationsfilm zeigt in einer Science Fiction ähnlichen Geschichte, wie schwer es ist, die Ideale der Menschenrechte umzusetzen. Auf dem weit entlegenen und von allen vergessenen Planeten Humra gerät die Hauptfigur Cheggie unverschuldet in die repressive Staatsmaschinerie von Präsidentin Stabilina. Gemeinsam mit dem in Ungnade gefallenen ehemaligen Historiker Pankrat und der mutigen Jukka versucht er, den Menschenleuten ihre Rechte zurückzugeben... Geschaffen wurde dieser Animationsfilm von dem bekannten russischen Animationskünstler Heehoos und dem international bekannten Studio Komardin.

Bildungsserie „HUMRA. Geschichten über die Menschenrechte“
Aufbauend auf den Animationsfilm entwickelte Heehoos gemeinsam mit Menschenrechtsexperten sieben Episoden als innovatives Instrument für die Bildungsarbeit im formellen und informellen Bereich. Dialogisch aufgebaut bietet jede Episode Informationen über konkrete Menschenrechte und erläutert wesentliche Aspekte zu einem vertieften Verständnis der Idee der Menschenrechte. Gewidmet sind sie Episoden folgende Themen:

Folge 1: Regeln, Recht und Rechte
Folge 2: Staat und Minderheiten
Folge 3: Die Rechte der Menschenleute: Geschichte
Folge 4: Die ersten 4 Grundrechte
Folge 5: Gerechte Rechtsprechung. Schutz der Privatsphäre
Folge 6: Bürgerliche Freiheiten
Folge 7: Verteidiger der Rechte der Menschenleute

Amateuranimationen aus den Workshops mit Kindern und Jugendlichen
Kann man einen guten Animationsfilm machen, ohne darin Erfahrung zu haben? Sicher! Schüler/innen und Studierende aus Mitgliedsländern des Projekts haben das bewiesen. 2015 und 2016 fanden zahlreiche Workshops statt, in denen Jugendliche unter der Leitung von erfahrenen Animationskünstler/innen eigene Animationsfilme produzierten. Darin ging es unter anderem um Fragen ging wie: „Was ist ein Mensch?“, „Wer baut Mauern und wozu?“, „Was sind Rechte?“, „Warum muss man einander respektieren?“, „Was bedeutet es, frei zu sein?“ etc.

Bildungsprogramm, methodische Materialien und Lektüre zu Menschenrechten
Zusätzlich zu den Animationsfilmen wurde ein umfassendes Bildungsprogramm angeboten. Dieses umfasste Unterricht zu Menschenrechten für Teenager und Jugendliche in Schulen und Universitäten unter Einsatz professioneller und nicht-professioneller Animationen sowie ein mehrstufiges Vorbereitungssystem von Multiplikatoren im Bereich der Menschenrechte zur Umsetzung von innovativen Methoden der nicht-formellen Bildung. Im Rahmen des Projekts wurden das  methodische Handbuch für die Arbeit mit Animation sowie die eine HUMRA gewidmete  Sonderausgabe der Zeitung des internationalen Netzwerkes des Youth Human Rights Movement herausgegeben.

Das Projekt „HUMRA – Human Rights Animation“ wurde vom Goethe-Institut Moskau in Zusammenarbeit mit YHRM (Russland), Amadeu Antonio Stiftung (Deutschland) und ACICC (Georgien) sowie mit Partnern aus Belarus und der Ukraine realisiert. Gefördert wurde das Projekt von der EU.

HUMRA Animationen