Literarische
Leuchttürme

  • Martin Schäuble in © Goethe-Institut
  • Matthias Nawrat © Goethe-Institut
  • Gregor Sander © Goethe-Institut
  • Martin Schäuble © Goethe-Institut
  • Abdulla Sher © Goethe-Institut
  • Claudia Rusch © Goethe-Institut

Das Regionale Projekt „Literarische Leuchttürme“ der Bereiche Information und Bibliothek fördert seit 2016 den Austausch zwischen der Literaturszene in Deutschland und in der Region Osteuropa / Zentralasien, auch mit dem Ziel, deutschsprachige Gegenwartsautoren in Russland, Usbekistan, der Ukraine, Belarus, Kasachstan und Georgien bekannter zu machen. Die ersten Autorenresidenzen 2016 ermöglichten zahlreiche Lesungen und Diskussionen mit deutschen Schriftstellerinnen und Schriftstellern: mit Martin Schäuble, Dagmar Leupold und Matthias Nawrat in Russland; Matthias Jügler in Usbekistan, Svenja Leiber und Jan Wagner in der Ukraine, Claudia Rusch in Georgien, Gregor Sander in Belarus und Gert Heidenreich in Kasachstan. Alle Autoren schrieben über ihre Erlebnisse im Projektblog.

2017 reisen die „Literarischen Leuchttürme“ von den Ländern in der Region Osteuropa / Zentralasien nach Berlin, in das Literarische Colloquium (LCB) am Wannsee. Von März bis Juni werden fünf zentralasiatische Autoren die Literaturszene Berlins kennenlernen und sich bei Veranstaltungen wie auch Diskussionen mit deutschen Autorinnen und Autoren austauschen. Die ersten Gäste waren Abdulla Sher aus Usbekistan und Rakhymzhan Otarbayev aus Kasachstan.

Mitte Mai empfängt das Literarische Colloquium Berlin Anna Kordzaia-Samadashvili aus Georgien, Azam Abidov aus Usbekistan sowie Aigul Kemelbayeva aus Kasachstan, die sich auf eine einmonatige literarische Reise begeben und am 30. Mai 2017 die Bühne des Literarischen Colloquiums mit einer Lesung betreten.

Anna Kordzaia ist Journalistin, Prosa-Autorin, Übersetzerin und Professorin an der Ilia-Universität in Tbilissi. Ihre Erzählungen, Romane und Übersetzungen wurden mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Auch Azam Abidov arbeitet als Übersetzer und setzt sich für die Förderung literarischer Übersetzungen in Usbekistan ein. Zudem ist er Dichter und Autor von Kurzgeschichten. Die Kasachin Aigul Kemelbayeva ist in Astana als Autorin und Essayistin tätig. Sie hat 20 Literaturpreise erhalten, u. a. den staatlichen Literaturpreis »Daryn« (2000). Das Literarische Colloquium lädt zur Lesung auch die in der Ukraine geborene Journalistin, Übersetzerin und Roman-Autorin Zanna Słoniowska ein, die zurzeit in Krakau lebt und auf Polnisch schreibt. 2016 wurde sie für die bedeutendste literarische Auszeichnung Polens – den Nike-Literaturpreis – nominiert und gewann außerdem den Conrad Award, einen Preis für Debütromane.

Im Projektblog (Deutsche Version, Russische Version) schildern die Autoren regelmäßig ihre Reiseerlebnisse und stehen in direktem Kontakt mit allen Interessierten.

autorenresidezen in russland 2016