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„DOCMOBIL“ in Jakutien - oratio directa

Docmobil Jakutsk
© DOKer

„Dokumentarfilme eröffnen uns andere Länder, Kulturen und deren Lebensweise, werfen kontroverse Fragen auf und behandeln besondere Themen… meist sind sie realitätsnah und mutig – und noch dazu aktuell“, so Irina Engels, Geschäftsführerin des Jakutsker internationalen Filmfestivals, das in der Republik Sacha zum Podium für das Projekt „DOCMOBIL“ wurde:
 

„Dieses Projekt wurde zweifellos gebraucht, denn dank dem DOCMOBIL konnten die Bewohner*innen Jakutiens herausragende Filmwerke und verschiedene Dokumentarfilm-Genres kennen lernen und für sich etwas Neues entdecken – das Wichtigste aber ist, dass sich während der Workshops und Filmbesprechungen ein Dialog zwischen Filmschaffenden und Publikum entwickelt hat.“

„DOCMOBIL“ hat in Jakutien die Filme „24 Schnee“ (2015, Russland), „Zoja und Valera“ (2017, Russland) und „Happy“ (2015, Deutschland) vorgestellt. Philipp Baben der Erde, Kameramann des letztgenannten Filmes, erzählt von der Reise nach Russland und von der Teilnahme am Festival:
 
„Das „DOCMOBIL“ ist ein ausgezeichnetes Projekt, das unsere Zuschauer*innen heute so dringend brauchen wie noch nie. Ich komme ja selber aus der Provinz und weiß sehr gut, dass es teilweise nicht einmal in der Stadt – und erst recht nicht auf dem Dorf – die Möglichkeit gibt, sich Autoren- oder gar Dokumentarfilme anzusehen. Und dieses Projekt ist auch genau darauf ausgerichtet, Dokumentarfilme und ihre Kultur an das Massenpublikum unseres riesigen Landes heranzuführen. Die Reise nach Jakutien wurde für mich zu einer einzigartigen Erfahrung: Ich habe schon lange keine so warmherzigen, offenen und interessierten Zuschauer*innen mehr erlebt. Mir als jungem Filmemacher ist es sehr wichtig, Feedback für meine Arbeit zu bekommen, um mich beruflich weiterzuentwickeln. Und es ist so wohltuend, wenn dieses Feedback von einem interessierten Publikum kommt. Zusammenfassend kann ich sagen, dass solche einzigartigen Projekte wie das „DOCMOBIL“ zwar in kleinen Schritten und punktuell, aber auf eine sehr wichtige und effiziente Weise die allgemeine Kultur des Publikums positiv beeinflussen.“

In ihrer Funktion als Filmexpertin des Projekts reiste auch die Direktorin des internationalen Dokumentarfilmfestivals „DOKer“, Irina Schatalowa, nach Jakutien:
 
„Für mich waren alle Stationen des Projekts wichtig, und jede hatte etwas für sich. Doch der Besuch Jakutiens war eine wirkliche Entdeckung: Es war interessant, in die vielseitige Filmindustrie der Region einzutauchen, die relativ unabhängig von der gesamtrussischen ist. Mich haben die hohen Besucherzahlen der Filmvorführungen in Jakutsk erfreut – das hat gezeigt, dass der Horizont des Publikums dort unglaublich weit ist. Die Zuschauer*innen waren bereit, in die verschiedensten Themen einzutauchen und sie waren ebenso interessiert daran, den russischen Beitrag „Zoja und Valera“ zu diskutieren wie den deutschen Film „Happy“, obwohl Thema und Aufbau der Filme unterschiedlicher nicht sein könnten. Außerdem habe ich dank der Jakutsker Station des „DOCMOBIL“ freundschaftliche Kontakte zu den Organisator*innen des Jakutsker internationalen Filmfestivals geknüpft und hoffe sehr, dass dies in der Zukunft zu einer Zusammenarbeit der beiden Filmfestivals führen wird. Hier auf dem Festival konnte „DOKer“ neue Dokumentarfilme von Jakutsker Filmschaffenden kennen lernen, die ich vorher gar nicht gekannt hatte.“

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