D21 Kunstraum

  • Baladran © Peter Grosse
  • Petition of the initiative group © D21
  • Katharina Zimmerhakl © Paula Gehrmann
  • Tarot for collective bodies © D21

Based on these new dependencies, we define five normal forms

Ausstellung von 16. Mai bis 26. August 2018.

Wie können wir in einer komplexen, vernetzten und unbeständigen Welt agieren? In was für Beziehungen stehen wir zueinander und von welchen träumen wir? Von der Kernfamilie bis zu Verbündeten aus menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren – „Based on these new dependencies, we define five normal forms“ zielt darauf ab, die Entwicklung neuer sozialer Beziehungen anzustoßen, unartikuliertes Begehren nach anderen Beziehungsweisen auszudrücken und alternative Vorschläge für das Zusammenleben zu machen. Dafür wird in der Ausstellung der Blick auf einen Moment in der Geschichte geworfen, in dem utopische Formen des Zusammenlebens und -arbeitens ausprobiert wurden. Die Ausstellung und das Begleitprogramm greifen Bruchstücke aus dem Proletkult heraus, um heutige soziale Beziehungen radikal zu rekombinieren.

Die Proletkult-Bewegung wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter anderem vom Philosophen und Revolutionär Alexander Bogdanov geprägt. Er sah die Welt als komplexe Beziehungsgeflechte und vertrat die Ansicht, dass für eine wirkliche Veränderung der Verhältnisse zuerst eine neue Kultur entstehen müsse. Innerhalb kurzer Zeit gründeten sich in Russland Hunderte von Proletkultklubs, -ateliers und -fabrikgruppen, in denen durch Selbstbildung eine neue, unabhängige, proletarische Kultur entstehen sollte, die den Geist des Kollektivs widerspiegelte.

„Based on these new dependencies, we define five normal forms“ sucht und spinnt Verwandtschaften und Verbindungen zwischen den Werken der MMOMA-Sammlung und zeitgenössischen Werken. Inspiriert von historischen Arbeiterklubs bietet die Ausstellung Raum für eine Vielzahl unterschiedlicher Nutzungsweisen: als Ort, um Kunst zu erleben, aber auch als Bibliothek, Trainingsfeld und Orakel.

Die Ausstellung ist Teil des Parallelen Pragramms von der Moskauer Internationalen Biennale für Junge Kunst.

Young Biennale _ Prallel program Young Biennale _ Prallel program



 
 

D21 Team © Paula Gehrmann Im April 2006 gründete sich der D21 Kunstraum mit dem Ziel ein internationales Ausstellungsprogramm zeitgenössischer Kunst, vor allem aus den Bereichen Neue Medien, Installation und Performance, in Leipzig zu zeigen. Im selben Jahr konnte durch den Einsatz der Gründungsmitglieder ein eigener Ausstellungsraum in Leipzig-Lindenau eröffnet werden.                                          

Der D21 Kunstraum versteht sich als Plattform und Experimentierfeld für Künstler/innen und Ausstellungsmacher/innen. Im D21 Kunstraum engagieren sich ehrenamtlich Freiberufler, Kulturarbeiter/innen, Wissenschaftler/innen und Studierende.

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