„Metropol“ von Eugen Ruge

Hotel Metropol Foyer © A.Savin, WikiCommons

Die Übersetzung des neuen Romans „Metropol“ vom berühmten Berliner Autor Eugen Ruge ist soeben im Moskauer Verlag „Logos“ erschienen. Wie bereits sein erster Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ ist es eine Familiengeschichte. Charlotte Germaine (im wirklichen Leben die Großmutter des Autors), eine Geheimdienstoffizierin der Komintern, lebt von 1936 bis 1938 im Hotel Metropol. Stalinistische Säuberungen, Verhaftungen von Gleichgesinnten und Freunden sind an der Tagesordnung. Charlotte selbst wartet auf ihre Verhaftung.

Eugen Ruge mit dem Roman „Metropol“ © Ekaterina Mostovaia

Eugen Ruge liest aus dem Roman „Metropol“

Anlässlich der Veröffentlichung von Eugen Ruges Roman „Metropol“ in russischer Übersetzung las Ruge kurze Auszüge aus seinem Buch. Anschließend beantwortete er einige Fragen seines Moskauer Verlegers Oleg Nikiforow und der Nowosibirsker Übersetzerin Elena Stern.

Alexej Rozin und Marina Wassiljewa

Im Frühling 2020 lasen der Schauspieler Alexej Rozin und die Schauspielerin Marina Wassiljewa im wegen Quarantäne geschlossenen Hotel Metropol Auszüge aus dem Roman und tauchten in die Atmosphäre jener schrecklichen Jahre ein.

Zu den Schaupielern

Alexej Rozin © Privatarchiv

Alexej Rozin
ist Schauspieler, Regisseur, Absolvent der Schauspielwerkstatt von Dmitry Brusnikin am Moskauer Kunsttheaterstudio im Jahr 2003 und einer der Gründer von „Le Cirque De Charles La Tannes“. Er nahm teil an Produktionen des Tschechow-Moskauer Kunsttheaters, des Puschkin-Theaters, des Russischen Akademischen Jugendtheaters, des Praktika-Theaters u.v.a.

Filmrollen: „Elena“ (Regie: Andrei Swjaginzew), „Bis die Nacht uns trennt“ (Regie: Boris Chlebnikow), „Leviathan“ (Regie: Andrei Swjaginzew), „Loveless“ (Regie: Andrei Swjaginzew) und andere.
 
Marina Wassiljewa © Privatarchiv

Marina Wassiljewa
ist Schauspielerin und Absolventin der Schauspielwerkstatt von Dmitry Brusnikin am Moskauer Kunsttheaterstudio. Sie spielte in den Stücken „Brusnikins Werkstatt“, „Konarmia“ (Regie: Maxim Didenko), „Das bin auch ich“ (Regie: Dmitri Brusnikin, Juri Kwjatkowskij), „Schwan“ (Regie: Juri Kwjatkowskij), „Die Dämonen“ (Regie: Michail Mokeev), „Tschapajew und die Leere“, (nach dem Roman von Wiktor Pelewin; in Deutschland 1999 als Buddhas kleiner Finger herausgegeben) (Regie: Maxim Didenko).

Filmrollen: „Wie ich heiße“ (Regie: Nigina Saifullajewa), „Loveless“ (Regie: Andrei Swjaginzew).

Eugen Ruge

Eugen Ruge Foto: © Mitja Vachedin

Eugen Ruge, 1954 in Soswa (Ural) geboren, studierte Mathematik an der Humboldt-Universität und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Physik der Erde. Er war beim DEFA-Studio für Dokumentarfilm tätig, bevor er 1988 aus der DDR in den Westen übersiedelte. Seit 1989 arbeitet er hauptberuflich als Autor und Übersetzer für Theater und Rundfunk. 2009 wurde Eugen Ruge für sein erstes Prosamanuskript „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ mit dem Alfred-Döblin-Preis, 2011 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Im Jahr 2017 drehte der Regisseur Matti Geschonnek den darauf basierenden, gleichnamigen Film. „Metropol“ ist sein neuster, im Oktober 2019 erschienener Roman.

Das Buch ist in der digitalen Bibliothek des Goethe-Instituts Onleihe verfügbar ebenso wie Ruges Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“


Eugen Ruge „Metropol“
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2019
ISBN 9783498001230
Gebunden, 432 Seiten

 

Das könnte Sie auch interessieren

Eugen Ruge 21.04.2017 © Anastaisia Tsaider

Videoaufzeichnung
LESUNG MIT EUGEN RUGE: IN ZEITEN DES ABNEHMENDEN LICHTS

Der Roman von Eugen Ruge „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ spiegelt die Geschichte der DDR anhand des Schicksals von vier Generationen wider.


Top