Über das Projekt „Bildung für die Zukunft: Schule“

Bildung der Zukunft
© studio Jowita - adobe.stock.com

Schulentwicklung ist über alle Grenzen hinweg zu einem wichtigen gesellschaftlichen und bildungspolitischen Thema geworden. Über die Zukunft der Schule wird viel diskutiert, wobei der Begriff „Schulentwicklung“ sehr unterschiedliche Sichtweisen widerspiegeln kann. Es lassen sich jedoch einige Tendenzen zusammenfassen, die als Ausgangspunkt für das Projekt „Bildung für die Zukunft“ dienen: Digitalisierung, Zukunftsbefähigung und Nachhaltigkeit, informelles Lernen, offenere Gestaltungsspielräume der einzelnen Schule, Förderung der Eigenverantwortlichkeit von Schülerinnen und Schülern, Partizipation, fächerübergreifender Unterricht, Schule und Klasse als attraktiver Lebensraum für Schülerinnen, Schüler und Lehrende.
Die Schulentwicklung wäre ohne Einbindung aller beteiligten Akteure kaum möglich. Eine besondere Rolle spielen dabei die Schulleiter*innen, die eine Schnittstelle zwischen den Bildungsbehörden und Schüler*innen sowie ihren Eltern bilden und somit eine zentrale Position im Schulentwicklungsprozess einnehmen. Im Rahmen des Projekts legt das Goethe-Institut einen starken Fokus auf die Unterstützung der Schulleitungen bei der Entwicklung ihrer Kompetenzen im Kontext der Schulentwicklung.
Das Goethe-Institut möchte mit seiner Expertise in der Umsetzung zukunftsweisender Konzepte bei der Schulentwicklung dazu beitragen, im Rahmen des Deutschunterrichts an russischen Schulen neue Perspektiven aufzuzeigen und innovative Angebote für Schulleiter*innen zu entwickeln. In Verbindung mit bereits bestehenden Angeboten wie der Digitalen Kinderuni, der Digitalen JuniorUNI und der Digitalen Netzwerkuniversität entsteht so eine (digitale) Schule der Zukunft in Form eines umfassenden, modular verwendbaren Fort- und Weiterbildungsangebots.

Im Rahmen des Projekts sind folgende Maßnahmen geplant:
·         Russisch-deutsche Auftakt-Konferenz zum Thema „Schule der Zukunft“ mit Entscheidungsträger*innen im Bildungsbereich, Fachexpert*innen, Schulleitungen, Lehrpersonen zur gemeinsamen Festlegung der Zielsetzungen und Umsetzungsformate der Schule der Zukunft;
·         Konzipierung und Entwicklung digitaler Fort- / Weiterbildungsangebote für Entscheidungsträger*innen / Schulleitungen zum Ausbau von Leitungskompetenzen im Kontext der Schulentwicklung;
·         Besucherreisen nach Deutschland, die einen interkulturellen Dialog und Erfahrungsaustausch mit deutschen Kolleg*innen und eine praxisnahe Einführung in die aktuellen Entwicklungen im deutschen Schulbereich ermöglichen sollen;
·         Entwicklung eines Konzepts für eine digitale Vernetzungsplattform für Entscheidungsträger*innen, wo sich die Bildungsakteure aus verschiedenen Regionen treffen, sich über verschiedene Themen rund um die Entwicklung der Bildung in allen möglichen Facetten informieren und austauschen können.
·         Maßnahme zur partizipativen Umgestaltung der Klassenräume durch Deutschlernende „Deutsch hat Klasse“. Diese Maßnahme soll Schüler*innen, Lehrende, Schulleitungen und Eltern für die Bedeutung der Lernumgebung im Lernprozess und gemeinsame lernfördernde Gestaltung des Klassenzimmers, in dem der Deutschunterricht stattfindet, sensibilisieren und dadurch das Thema „Partizipation“ den Teilnehmenden (und durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit auch einer breiteren Öffentlichkeit) näherbringen.

Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes

Top