Nowosibirsk I Vorträge, Runde Tische, Diskussionen
Internationale Konferenz „Zur Repräsentation von Migrationsgeschichte im Museum“

Ausstellung "Minderheiten" (2012)
© Denis Sinjakow, Ausstellung "Minderheiten" (2012)

Nowosibirsker Staatliches Landeskundemuseum

Die Geschichte Sibiriens ist vor allem die Geschichte von Einwanderern und Migranten. Das nämlich haben die heutigen Sibirier miteinander gemein: Sie sind Migranten in der dritten bis vierten Generation. Ihrem Erbe ist die Sammlung des Museums gewidmet. Auch wenn das Museum naturgemäß mit Relikten historischer Migration zu tun hat, lässt es die Geschichten der gegenwärtigen und neuen Zuwanderer gleichwohl nicht außen vor. Wie sehr es auch die jüngste Migration als Teil der lokalen Geschichte wertschätzt, beweist die Konferenz „Zur Repräsentation von Migrationsgeschichte im Museum“, die vom 24. bis 25. November im Staatlichen Museum für Regionalgeschichte Nowosibirsk stattfindet.
 
Die Konferenz diskutiert das Thema, indem es auf die Erfahrung führender sibirischer Regionalmuseen und weiterer spezialisierter Museen aus Westeuropa zurückgreift, die sich mit historischem Erbe als Migrationseffekt befassen. Für die Konferenz hat das Goethe-Institut Nowosibirsk prominente europäische Experten eingeladen: Elisabeth Tietmeyer (Berlin, Museum Europäischer Kulturen), Jean-Barthélemi Debost (Paris, Musée national de l’histoire de l’immigration) und Moritz Neuffer (Berlin, Humboldt-Universität).
 
Das detaillierte Programm der Konferenz „Zur Repräsentation von Migrationsgeschichte im Museum“ finden Sie im Anhang.
 

Jean-Barthélemi Debost © © Jean-Barthélemi Debost/privat Jean-Barthélemi Debost © Jean-Barthélemi Debost/privat
Jean-Barthélemi Debost ist Leiter der Abteilung für Netzwerke und Partnerschaften am Musée national de l’histoire de l’immigration in Paris. Dort koordiniert er Aktivitäten zwischen dem Museum, Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen und Akteuren. 1984 promovierte Jean-Barthélemi Debost an der Universite Paris I Sorbonne in Afrikanischer Geschichte. Von 1990 bis 2000 leitete er Jugendbildungsprogramme in der Region Île-de-France und war mit der Gründung eines Dezernats für Fragen des kulturellen Erbes im Department Seine-Saint-Denis betraut. Von 2010 bis 2015 war er assoziiertes Mitglied der Forschergruppe 'Institutions patrimoniales et pratiques interculturelles'.
 
Moritz Neuffer © © Moritz Neuffer/privat Moritz Neuffer © Moritz Neuffer/privat
Moritz Neuffer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Geschichte der Geistes- und Sozialwissenschaften und der Geschichtstheorie. 2015 war er Co-Kurator einer Ausstellung zur Bild- und Begriffsgeschichte Reinhart Kosellecks am Deutschen Literaturarchiv in Marbach. 2009 war er an einer Ausstellung über Sport und Migrationsgeschichte an der Cité de l’histoire de l’immigration (heute Musée national de l’histoire de l’immigration) in Paris beteiligt.

Elisabeth Tietmeyer © © Elisabeth Tietmeyer/privat Elisabeth Tietmeyer © Elisabeth Tietmeyer/privat
Elisabeth Tietmeyer ist Direktorin des Museums Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin. Sie studierte Sozialethnologie, Europäische Ethnologie und Soziologie. Ethnographische Feldforschungen führten sie nach Kenia und in die Ukraine. Im Rahmen ihrer Museums- und Forschungsarbeit arbeitet sie zu Fragen von Diversität, Kulturkontakten, Selbst- und Fremdbildern, Gender sowie über Kunsthandwerk. Elisabeth Tietmeyer ist Mitglied des Expertenkommittees 'Immaterielles Kulturerbe der deutschen UNESCO-Kommission'.

Details

Nowosibirsker Staatliches Landeskundemuseum

Krasnyj pr. 23
Nowosibirsk

Sprache: Englisch, Russisch
Preis: Teilnahme gegen Voranmeldung

+7 (383) 362 14 74 info-nowosibirsk@goethe.de