Diskussion
Kreative Cluster während einer Pandemie
Die EU-Delegation in Russland, Shaninka und Friedrich-Ebert-Stiftung in Russland organisieren am 21. Mai um 19.00 Uhr eine Diskussion „Kreative Cluster während einer Pandemie. Wie können vertrauensvolle Beziehungen zu Residenten helfen, die Krise zu überstehen? Die Erfahrung von Berlin und Moskau“. Diese Diskussion ist aus der Reihe der Online-Events „Kreative Industrien und die Pandemie. Das Ende oder der neue Anfang?“
Kreative Unternehmer verloren aufgrund der Krise 30 bis 100% ihres Umsatzes. Viele können keine Räumlichkeiten mehr mieten und sind gezwungen, entweder auszuziehen oder sich mit dem Vermieter über erhebliche Rabatte auf Miete oder sogar Mieturlaub zu einigen.
Wie sieht diese Situation von der Seite der Vermieter aus – der Gründer von kreativen Clustern? Wie gehen sie mit einem Umsatzrückgang um, wie zahlen sie Kredite und Kosten für die Instandhaltung der Infrastruktur? Wie beeinflussen ihre Situation das wirtschaftliche Modell des Clusters, das anfängliche Mietpreisniveau und die bestehenden Beziehungen zu Residenten?
Diese Fragen werden beantworten:
- Daniela Bram und Les Schließer, Künstler und Gründer des ExRotaprint-Kreativclusters in Berlin. ExRotaprint befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Rotaprint-Druckmaschinenfabrik. 2007 wurde sie von einer Gruppe ehemaliger Mieter unter der Leitung von Les und Daniela gekauft, um mit einem niedrigen, transparenten und stabilen Mietpreis freien Raum für Arbeit, Kreativität und soziale Projekte zu schaffen und den Bewohnern Vertrauen in die Zukunft zu geben. ExRotaprint ist ein einzigartiges Beispiel für Selbstorganisation, bei dem die Interessen der Gruppe Vorrang vor individuellen Interessen haben.
- Asya Filippova, Gründerin und Direktorin des Zentrums für Kreativwirtschaft FABRIKA in Moskau, und Kristina Pestova, Koordinatorin des Programms „Künstler in der Residenz“. FABRIKA ist ein Cluster, der Künstlerwerkstätten und kreative Produktion vereint. Er wurde 2005 auf dem Gelände der Moskauer Papierfabrik „Oktober“ eröffnet. Ziel des Projekts war der Wunsch, in Moskau einen komfortablen Raum für Arbeit und Kreativität, eine Plattform für Präsentation gemeinnütziger Kunstprojekte und Unterstützung zeitgenössischer Autoren zu schaffen. In der FABRIKA koexistieren Werkstätten von Künstlern, Residenzen, Musikstudios, Architektur- und Designbüros, Theatertruppen und Zeichentrickfilmmacher, Verlage und vieles mehr.
Die Diskussion wird von Polina Kuzavleva, Gründerin und Programmdirektorin des ART-WERK Forums, moderiert.
Die Veranstaltung wird von der Deutschen Botschaft in Russland unterstützt.
Das Treffen findet in Zoom auf Englisch und Russisch mit Simultanübersetzung statt.
Details
online
Sprache: Englisch und Russisch mit Simultanübersetzung
Preis: Teilnahme frei, Anmeldung erforderlich