Bibliotheken der Dinge: Gemeinschaftliche Nutzung der Dinge in einer besseren Welt

Bibliothek der Dinge
© goethe-Institut Thailand

Der letzte Literaturklub vor der Sommerpause

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Anmeldung Kein eigenes Auto zu besitzen hat Vorteile. Die lästige Suche nach einem Parkplatz fällt endlich weg. Auch die Gebühren für den Parkplatz in der Stadt kann man sich sparen. Das Konzept des Carsharings ist in den meisten Großstädten bekannt und wird gut angenommen. In der Regel ist das Auto getankt, geputzt und befindet sich immer genau dort, wo man es gerade braucht.
 
Auf dem Land sieht es mit der Verfügbarkeit von preiswerten Kurzzeit-Mietwagen meist schwieriger aus. Vom Teilen der kleineren Alltagsgegenstände ist hierbei noch gar nicht die Rede.
 
Bibliotheken der Dinge sind ein Konzept, das bereits existiert. Sie sind vor allem in Nordamerika und in Teilen Europas zu finden. Leihen kann man dort fast alles, was das Herz begehrt – oder wenigstens das, was einem gerade fehlt. Zum Beispiel eine Bohrmaschine, um ein Regal an die Wand zu schrauben oder ein Bügeleisen, weil für den anstehenden Termin alles perfekt sitzen muss. Handwerkszeug im Allgemeinen oder gewisse Haushaltsgegenstände und Küchengeräte nutzen die meisten Menschen nur äußerst selten. Trotzdem besitzt jeder Haushalt ein eigenes Exemplar, das in der schmalen Küchenzeile Platz wegnimmt und Staub fängt. Nach einigen Jahren muss das Gerät meist doch ersetzt werden. Wenn es repariert werden muss, ist die Anschaffung eines neuen Geräts vielleicht sogar günstiger. Die Umwelt freut sich darüber ganz und gar nicht.
 
Nicht nur der*die Einzelne, sondern auch Unternehmen könnten von der sogenannten Share Economy profitieren: Der Ökonomie des Teilens. Warum tun sie es noch nicht?
 
Die Autorin Dr. Najine Ameli erklärt in ihrem Buch „Die neue Share Economy: Bibliotheken der Dinge“, wie das Konzept der gemeinschaftlichen Nutzung bereits aussieht und wie es in Zukunft aussehen könnte. Sie erklärt auch die psychologischen Hintergründe, warum es die meisten Menschen bevorzugen, ein Objekt selbst zu besitzen, anstatt es bei Bedarf gegen ein kleines Entgelt zu leihen. Die Ausleihe schont nicht nur Ressourcen, sondern auch den eigenen Geldbeutel. Damit mehr Menschen von dieser Möglichkeit erfahren, sie befürworten und tatsächlich in Anspruch nehmen, muss über die Thematik gesprochen werden.
 
In der nächsten Diskussion des Literaturklubs des Goethe-Instituts wird es um das Thema der Share Economy gehen. Der Literaturklub findet am 14. Juni 2021 um 19:00 Uhr statt. Zur Veranstaltung anmelden könnt ihr euch hier:
 
Vielleicht kommt dann bald auch schon die erste Bibliothek der Dinge in eure Nähe.

Das Buch in der Onleihe

Details

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Sprache: Deutsch
Preis: Teilnahme frei, Anmeldung erforderlich

natalia.borissowa@goethe.de