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Universelle wissenschaftliche Puschkin-Gebietsbibliothek Tambow
Olga Suslowa

Участники летней школы 2018
© Ravshan Amirow

Ich habe über die Facebook-Seite des Goethe-Instituts vom Projekt erfahren. Die Idee, eine Sommerschule zu besuchen, schien mir sehr verlockend: Das Programm umfasste die Auseinandersetzung mit der strategischen Planung einer Bibliothek auf der Basis der UNO-Agenda 2030 und deren Diskussion mit Kolleg*innen aus verschiedenen Ländern der Welt. Unsere Bibliothekar*innen betrachten ihre Tätigkeit nur sehr selten aus dieser Perspektive, und so dachte ich mir, dass eine solche Erfahrung sehr nützlich sein könnte.

Der von mir ausgewählte Kurs bestand aus zwei Teilen, und beide stellten sich als äußerst effizient heraus. Erst arbeiteten wir am Thema Schutz und Weiterentwicklung (advocacy) unserer Bibliotheken auf der Basis der strategischen Pläne der UNO (Agenda 2030). Es gelang uns, konkrete Lösungen für unseren eigenen Arbeitskontext zu finden und wir lernten, unser Projekt zu beschreiben, es auszuarbeiten und zu präsentieren.

Der zweite Teil, in dem es um Re-design ging (sowohl äußerlich als auch inhaltlich), erlaubte eine Neubewertung unserer Bibliotheken bezüglich ihrer Positionierung zur ortsansässigen Gesellschaft sowie ihrer Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Besucher*innen. Wir hatten wirklich Glück: Alle Lektor*innen waren nicht nur in professioneller Hinsicht kompetent, sondern auch kommunikative Menschen mit einem breiten Wissenshorizont.

Der Besuch der Sommerschule erlaubt es nicht nur, die Arbeit in der eigenen Bibliothek im Ganzen und aus einem objektiven Blickwinkel zu betrachten, sondern auch Probleme zu erkennen und ganz neue Möglichkeiten zu entdecken. Das multikulturelle Umfeld (Teilnehmende aus unterschiedlichen Ländern) brachte mich dazu, die Arbeit der Bibliotheken in unserem Land mit anderen zu vergleichen und half mir dabei, neues und nützliches Wissen mitzunehmen. In ihrer Gesamtheit betrachtet kann man die Teilnahme an der Sommerschule als einen Blick über den Tellerrand sehen, der es möglich macht, neue Leser*innen zu erreichen und auf neue Ideen zu kommen.

Diese facettenreiche Erfahrung war für die Ausarbeitung eines Projekts für unsere Bibliothek und dessen nachfolgende Umsetzung sehr nützlich. Deswegen kann ich meinen Kolleg*innen nur nachdrücklich empfehlen, die Sommerschule zu besuchen.

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