Krasnojarsk | Ausstellung Die Grenze

THE BORDER © Goethe-Institut

Sa, 22.04.2017 -
So, 28.05.2017

Museumszentrum "Platz des Friedens"


Krasnojarsk

Eine Ausstellung des Goethe-Instituts, kuratiert von Inke Arns und Thibaut de Ruyter

Wo endet Europa, wo beginnt Asien? Oder anders herum: Wo endet Asien, wo beginnt Europa? Welchen Einfluss haben Grenzen, und vom wem werden sie gezogen? Das sind Leitfragen des mehrjährigen Kunstausstellungsprojekts „Die Grenze“, das das Goethe-Institut von 2017 bis 2018 in Kooperation mit zahlreichen Partnerinstitutionen in Osteuropa, Deutschland und Zentralasien realisiert. Die Ausstellung ist, nach Stationen in Moskau und St. Petersburg, ab dem 22. April in Krasnojarsk zu sehen.  Danach wandert sie nach Kiew, Tiflis, Minsk und Dortmund und im kommenden Jahr nach Zentralasien.
 
„Die Grenze“ erkundet und reflektiert Grenzen und Grenzziehungen unterschiedlichster Art. Die Grenze kann als territoriale Ein- oder Ausgrenzung oder als kulturelle, persönliche oder soziale Trennlinie verstanden werden, als ein Instrument, das das „Wir“ von den „Anderen“ unterscheidet oder diese Dichotomie überhaupt erst erschafft. „Grenze“ ist als Metapher zu verstehen, als eine Figur, die nicht statisch ist, sondern Gegenstand von Übereinkünften und Veränderungen – ein hochaktuelles Thema also sowohl für Russland und die ehemaligen Sowjetrepubliken als auch für Deutschland und Europa. Dabei dient die geografische und auch die kulturelle Grenze zwischen Europa und Asien als roter Faden dieses Projekts. Es nähert sich seiner Thematik aus künstlerischer Sicht und lenkt den Blick über eine rein politische und ökonomische Betrachtung hinaus auf die kulturelle Dimension der Grenze. „Unser Ziel ist es, eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Prozessen, Motivationen und Ursachen von Grenzziehungen zu befördern“, so Astrid Wege, Leiterin der Kulturprogramme am Goethe-Institut Moskau.
 
Im Fokus der Ausstellung steht eine jüngere Generation von Künstlern, die ihre Reflexionen und Einsichten ab 2017 erstmals gemeinsam in einer Wanderausstellung in Osteuropa, Russland, Zentralasien und Deutschland zeigen. Kuratoren sind Inke Arns, Direktorin des HMKV in Dortmund, und Thibaut de Ruyter, Kurator und Kunstkritiker, Berlin.
 
An der Ausstellung nehmen teil: Umida Ahmedova & Oleg Karpov (Taschkent, Usbekistan), Alisa Berger (Köln, Deutschland), Aytegin Djumailiev (Bischkek, Kirgisistan), Natalya Dyu (Almaty, Kasachstan), Saule Dyussenbina (Almaty, Kasachstan), Farhad Farzaliyev (Baku, Aserbaidschan), Hamlet Hovsepian (Ashnak, Armenien), Katya Isaeva (Moskau, Russland), Olga Jitlina (St. Petersburg, Russland), Anton Karmanov (Kemerowo/Nowosibirsk, Russland), Khinkali juice (Sophia Tabatadze und Nadia Tsulukidze, Tiflis, Georgien), Alina Kopytsa (Kiew, Ukraine), Gaisha Madanova (Almaty, Kasachstan/München, Deutschland), Taus Makhatcheva (Moskau, Russland), Eleonore de Montesquiou (Berlin, Deutschland), Stanislaw Mucha (Berlin, Deutschland), Marat Raiymkulov (Bischkek, Kirgisistan), Alla Rumyantseva & Alexey Rumyantsev (Duschanbe, Tadschikistan), Sergey Shabohin (Minsk, Belarus), Alexander Ugay (Almaty, Kasachstan), Viron Erol Vert (Berlin, Deutschland), Where Dogs Run (Jekaterinburg, Russland), Anastasiia Zhyvkova (Kiew, Ukraine).
 
Rahmenprogramm:
 

22. April
20:00 – Ausstellungseröffnung
Gäste: Stefanie Peter, Leiterin des Goethe-Instituts Nowosibirsk, Natalia Sabrodskaja, regionale Koordinatorin der Ausstellung, Goethe-Institut Moskau, Anton Karmanow, Künstler.
21:30 – Führung durch die Ausstellung mit Natalia Sabrodskaja und Anton Karmanow
 
18. Mai
19:00runder Tisch zum Thema „Frontier als (offene) Grenze“
 
Gegen Voranmeldung bietet das Museum außerdem Führungen durch die Ausstellung an.
Weitere Informationen erhalten Sie im Museum.
 
Anton Karmanow © Anton Karmanow/privat Anton Karmanow - geboren 1987 in Kemerowo, Russland. Studium der Politikwissenschaft und Philosophie, Tätigkeiten als Musiker und am Theater, Studium an der Rodchenko Art School in Moskau und an der Chto Delat School for Engaged Art in St.
Petersburg. Realisiert in Sibirien Bildungsprogramme zur Theorie und Praxis der zeitgenössischen Kunst. Mitglied der Künstlergruppe „Art dacha“ in Ischewsk, Russland, und der „Allrussian Saints Society“.

„Die Grenze” ist ein Ausstellungsprojekt des Goethe-Instituts mit Stationen in Moskau, St. Petersburg, Krasnojarsk, Kiew, Tiflis, Minsk, Dortmund und in Zentralasien und wird kuratiert von Inke Arns und Thibaut de Ruyter. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes.
 

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