Workshop Projekt "Woche der Veränderungen" in Murmansk

Ausschreibung Peremenedelja Foto: Julia Atapina

Mo, 18.09.2017 -
Fr, 22.09.2017

Gymnasium №3


Murmansk

Das Projekt "Woche der Veränderungen" (Peremenedelja) wird vom September bis Dezember 2017 in acht Städten im Nordwesten Russlands durchgeführt. Eine Woche lang werden Schülerinnen und Schüler aus der 10. Klasse zusammen mit russischen und deutschen Künstlern das Thema "Was kann ich an meiner Schule verändern?" untersuchen. Die SchülerInnen teilen sich in Gruppen ein, wählen aus den angebotenen Workshops einen aus und bearbeiten mit Hilfe der Tutoren ein bestimmtes Thema. Dabei entdecken sie selbst mögliche Veränderungen an ihrer Schule, die sie umsetzen könnten.
Die SchülerInnen bekommen dadurch die Möglichkeit, ihr alltägliches Umfeld mitzugestalten und Erfahrungen bei der Realisierung eines künstlerischen Projekts zu sammeln. Anregungen dafür holen sich die jungen Projektteilnehmer beim Besuch von Museen und Kultureinrichtungen ihrer Stadt.

Am Ende der Woche werden die SchülerInnen ihre Ergebnisse einem größeren Publikum (ihren Lehrern, Mitschülern, eingeladenen Experten und Eltern) vorstellen.

Das Projekt wird vom Goethe-Institut St. Petersburg und dem Festival "Kindertage in St. Petersburg" mit Unterstützung des Auswärtigen Amts veranstaltet.

Murmansk

Schule

In Murmansk führt eine "Woche der Veränderungen" Gymnasium Nr.3 durch. Die Geschichte der Schule beginnt mit dem Jahr 1935, in dem sie als mittlere allgemeinbildende Schule Nr. 8 gegründet wird. Im Zweiten Weltkrieg wird das Gebäude der Schule zunächst als Quartier des Oberkommandos des Militärbezirks verwendet und danach als Krankenhaus. Seit 1995 befindet sich dort das Gymnasium Nr. 3 der Stadt Murmansk.

Die Kinder nehmen aktiv an Freiwilligen- und Umweltaktionen teil. Auch haben sie einen Wohltätigkeitsjahrmarkt durchgeführt. Die unteren Klassen geben gemeinsam mit Tomsk das Journal „Dobrjata“ heraus. Auch finden Unterrichtsstunden zu Themen rund um das Museum statt und die Schüler und Schülerinnen schlüpfen in die Rolle eines Co-Kurators.

"Unsere Schule – ist eine der ältesten Schulen in Murmansk, sie existiert bereits seit 82 Jahren. Das Gebäude der Schule wurde bereits 1935 gebaut. Die großartigen Räumlichkeiten sind sehr traditionell organisiert. Wir erwarten, dass das Projekt uns neue Ideen für die Schaffung von modernen, nicht-alltäglichen Räumlichkeiten in unserer Schule gibt. Wir wären sehr froh, wenn es uns im Verlauf des Projektes gelingt einigen Räumen, die bisher nicht sehr effektiv genutzt worden sind, neues Leben einzuhauchen."
(Lehrerin N. Batujewa)

Projektteam

Katharina Iva Nagel (Berlin) Tanzkünstlerin, Tanzpädagogin und Diplom Politologin. Sie arbeitet in unterschiedlichen Projekten der Kulturellen Bildung und realisiert eigene Tanztheater Projekte mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einem Schwerpunkt auf Site-specific-Performances. Ausbildung Neuer Tanz, Bewegungs-art Freiburg/TIP (2004), Diplom Politikwissenschaftlerin, Freie Universität Berlin (2010), Weiterbildung Tanzpädagogik, SENECA Intensiv/Dock 11 Berlin (2014). Seit 2007 Künstlerische Leitung von Tanztheater& Performance Projekten u.a. Rechercheprojekt "Belonging" Tanzimprovisation seit 2016. Regelmässige Kurse und Workshops zu Tanzimprovisation, Tanztheater & Empowerment.

Natascha Borenko (St.Petersburg) – Bühnenautorin, Pädagogin im Theaterprojekt „Vmeste“. Absolventin der Staatlichen Universität Nowosibirsk an der Fakultät für Psychologie, der SPbGATI für Dramaturgie (unter Natalia Skorokhod) sowie der Hochschule für Theatermanagement (Moskau, Meyerhold-Theater). Eignete sich bei Trainern aus Argentinien, Deutschland und der Ukraine Techniken zum Forumtheater an. Arbeitet im Bereich des sozialen, Dokumentations- und Partizipationstheaters. Natalia Borenkos Stücke und Inszenierungen werden von Theatern in St. Petersburg, Moskau, Kemerowo, Perm, Iževsk, Irkutsk, Ulan-Ude und Tomsk aufgeführt. Leitete ein Dramaturgieseminar für Jugendliche auf der Neuen Bühne des Alexandrinski-Theaters. Gastdozentin für Pädagogikseminare am Tovstonogov-Bolschoi-Dramentheater. Co-Regisseurin und Bühnenautorin für Dokumentarstücke, Performances und auditive Abenteuerspiele, die in Zusammenarbeit mit Jugendlichen und Studenten, mit dem Bolschoi-Dramentheater, der Eremitage, dem Popow-Kommunikationsmuseum, dem Kinderfestival St. Petersburg, dem Upsala-Zirkus u.v.m. ausgearbeitet und durchgeführt wurden.
Für das Projekt „PEREMENEDELJA“ führte Borenko 2016 ein Forumtheater durch.

Alena Ljangazowa (Murmansk) – Projektmanagerin, Projektkoordinatorin in der Öffentlichkeitsarbeit, Sozialpädagogin. Absolventin der Pädagogischen Hochschule Murmansk im Fachbereich „Lehramt für internationale Kunstkultur“. Arbeitet seit über 17 Jahren im Bereich Jugendpolitik, ehrenamtliche Bewegung und öffentliche Initiativen. In der Jugendabteilung des Ministeriums für Innenpolitik und Massenkommunikation in der Oblast Murmansk koordinierte sie die Aktivitäten von Kinder- und Jugendverbänden/Initiativgruppen und förderte die Entwicklung der ehrenamtlichen Tätigkeit in der Region. 
Alena bietet sozialpsychologische Gruppentrainings sowie Outdoor-Teambuilding-Aktivitäten für Kinder und Erwachsene an. Gründerin / ehrenamtliche Koordinatorin der größten regionalen Tierschutzorganisation, des Murmansker Sozialfonds für streunende und Straßentiere  „Mensch gesucht“ („Istschju tscheloweka“).

Jekaterina Barsukowa (Moskau) – Industriedesignerin, Spezialistin für Analyse und Projektion von Bildungsräumen. Absolventin der Staatlichen TU Moskau im Studiengang „Industriedesign“. Führte 2014-2016 innerhalb von Studiengruppen des MArchI (Moskauer Instituts für Architektur) sowie der TU Designstudien zur Innenausstattung an Moskauer Schulen durch. Teilnehmerin der laufenden Studie der TU Moskau zum Einfluss des Umfeldes auf die Leistungen der Schüler. Referierte auf Konferenzen zum Thema Bildungstechnologien über #EdCrunch und Bildungsmanagement. Veröffentlichte zahlreiche Artikel zu den verschiedenen Bildungsumfeldern von Schülern. Barsukowa entwirft Designermöbel für schulische und öffentliche Räume. Sie arbeitet in Kooperation mit dem Labor für Bildende Infrastruktur der Moskauer Pädagogischen Hochschule sowie mit Martela.

Julia Pozelujewa (St. Petersburg) – Kuratorin des Projektes "Woche der Veränderungen", Direktorin für die Entwicklung des Museumsfestivals "Kindertage in Petersburg", Direktorin des "Theaterlabors von Jana Tumina", Koordinatorin Projektes „Schule Inklusion“ in St. Petersburg. Sie hat 2010 die St. Petersburger Staatliche Universität für Kultur und Kunst abgeschlossen. Sie ist Absolventin der Schule für Führungskräfte im Theater am Meyerhold-Zentrum (Moskau, 2014).

Daria Kononez (St. Petersburg) – Koordinatorin des Projektes "Woche der Veränderungen", Koordinatorin "Östliche Partnerschaften" & "Kulturelle Bildung" in Goethe-Institut St. Petersburg, Redaktorin der Zeitschrift "KuBi". Sie hat philosophische Fakultät Sankt Petersburger Staatlicher Universität abgeschlossen. 2014 hat sie Masterstudienprogramm "Europhilosophie" an der UNI Toulouse, Karlsuniversität Prag, UNI Bonn und Bergischen Universität Wuppertal absolviert.

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