Projekt „Woche der Veränderungen“ in Kaliningrad

Projekt Anastasia Woronzowa © Goethe-Institut

Mo, 25.09.2017 -
Fr, 29.09.2017

MAOU Lyzeum Nr. 49


Kaliningrad

Das Projekt "Woche der Veränderungen" (Peremenedelja) wird vom September bis Dezember 2017 in acht Städten im Nordwesten Russlands durchgeführt. Eine Woche lang werden Schülerinnen und Schüler aus der 10. Klasse zusammen mit russischen und deutschen Künstlern das Thema "Was kann ich an meiner Schule verändern?" untersuchen. Die SchülerInnen teilen sich in Gruppen ein, wählen aus den angebotenen Workshops einen aus und bearbeiten mit Hilfe der Tutoren ein bestimmtes Thema. Dabei entdecken sie selbst mögliche Veränderungen an ihrer Schule, die sie umsetzen könnten.
Die SchülerInnen bekommen dadurch die Möglichkeit, ihr alltägliches Umfeld mitzugestalten und Erfahrungen bei der Realisierung eines künstlerischen Projekts zu sammeln. Anregungen dafür holen sich die jungen Projektteilnehmer beim Besuch von Museen und Kultureinrichtungen ihrer Stadt.

Am Ende der Woche werden die SchülerInnen ihre Ergebnisse einem größeren Publikum (ihren Lehrern, Mitschülern, eingeladenen Experten und Eltern) vorstellen.

Das Projekt wird vom Goethe-Institut St. Petersburg und dem Festival "Kindertage in St. Petersburg" mit Unterstützung des Auswärtigen Amts veranstaltet.

KALININGRAD

SCHULE

In Kaliningrad führt eine "Woche der Veränderungen" Lyzeum Nr. 49 durch. Im vergangenen Jahr hat die Schule ihr 50-jähriges Jubiläum gefeiert. Die Schule hat sieben Abschlussklassen mit verschiedenen Schwerpunktbereichen, unter anderem „künstlerisch-ästhetisch (theatralisch)“, „humanistisch (philologisch-linguistisch)“, „chemisch-biologisch (medizinisch)“ usw. Schon seit mehreren Jahren wird jährlich ein „Kinofest“, ein Festival für Kurzfilmliebhaber, organisiert. Diese Kurzfilme werden von den Schülern und Schülerinnen selbst aufgenommen.

„Meiner Meinung nach gibt die Teilnahme an dem Projekt mir und meinen Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit, in die Welt, die außerhalb der Schule und den Klassenzimmern existiert, einzutauchen, an einer realen, neuen und interessanten Sache teilzunehmen und seine kreativen Ideen (selbst die, die sich noch nicht aufgetan haben) in die Tat umzusetzen.“ (D. W. Jakschina)

PROJEKTTEAM

Mascha Kolosowa (St. Petersburg) – Theaterpädagogin, Projektkoordinatorin des Theaterprojektes Vmeste“ (St. Petersburg), Methodiktrainerin zum Forumtheater. Absolventin der Pädagogischen Hochschule Herzen St. Petersburg. Teilnahme an den internationalen Theaterprojekten „Delta 2“ und „ARENA: Community theatre & public art“. Als Trainerin zum Forumtheater arbeitete sie mit nichtkommerziellen Organisationen, Studenten, Aktivisten, Frauen und Kindern zusammen und rief das Schülerprojekt „Buena Peremena“ ins Leben. Arbeitete im Rahmen des Theaterprojektes „Wmeste“ gemeinsam mit dem Upsala-Zirkus als Theaterpädagogin bei den Projekten „Tochka“ in der geschlossenen Anstalt Sonderschule Nr. 1 sowie im gleichen Rahmen gemeinsam mit dem Jugendzentrum der Eremitage bei „Intermedia: Wasserkreise“ mit. Co-Regisseurin des Dokumentarfilms „Zemlja online“ (wörtl. „die Erde online“) im A. S. Popov-Museum für Kommunikation (Theaterprojekt „Wmeste“ im Rahmen der 11. Kindertage in Sankt Petersburg). Für das Projekt „Peremenedelja“ („Woche der Veränderungen“) führte sie 2016 das Forumtheater durch.

Zina Scherschun (Kaliningrad) – Kunstvermittlerin, Autorin und Koordinatorin einer Reihe von Bildungsprojekten für Erwachsene und Kinder. Absolventin der Baltischen Föderalen Immanuel-Kant-Universität im Studiengang Pädagogik, später auch Philosophie. Abteilungsleiterin für Bildungsprojekte des Staatlichen Zentrums für Moderne Kunst in Kaliningrad (GZSI), Ausstellungskuratorin und Projektkoordinatorin für künstlerischen Austausch zwischen Kaliningrad und Arenshoop. Nahm als Künstlerin an unterschiedlichen Festivals teil, u.a. am SPEIGAS IV – post-industrial electronic music soundscapes festival in Litauen, an der Gruppenausstellung „Kuratorium“ (Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem GZSI), den Dresdner Tagen für zeitgenössische Musik sowie am internationalen Filmfestival „Moving Baltic Sea“ (Deutschland, Polen, Russland, Litauen, Lettland, Estland). Nahm an vielen Artist-Residenzen und professionellen Praktiken für Kuratoren und Kunstvermittler teil.

Natalia Lukomskaja (Moskau) – Architektin, Künstlerin, Dozentin. Absolventin des Moskauer Institutes für Architektur (MArchI), Zusatzausbildung in architektonischem Sketching an der Schule für Sketching und Design Arte de grass. Nahm ebenso an einem städteplanerischen Workshop zur Entwicklung eines Konzepts für das Grenzgebiet in Lille teil. Seit ihrem Studienabschluss arbeitet sie als Architektin bei der Firma City-Arch. Wurde für ihre architektonischen Projekte (INTERARCH, „Baukunst“, „Goldener Schnitt“) für zahlreiche Prämien nominiert und ausgezeichnet. Viele Preise gewannen Natalias Projekte wegen ihrer ökologischen Komponente. Seit 2013 organisiert sie kreative Outdoor-Programme für Kinder und Erwachsene. 2016 wirkte sie an der Organisation des Kunstfestivals „Die Dolmetscher“ im Likhoslawski-Gebiet mit. 2017 wurden persönliche Ausstellungen von Natalia in Moskau und Kasan gezeigt.

Sven Linnert (Düsseldorf) – Sozialpädagoge, Tape-Art Künstler. Er arbeitet in den unterschiedlichsten, künstlerischen und kreativen Disziplinen mit Erwachsenen aber auch mit Kindern und Jugendlichen. Er organisiert regelmäßig Workshops für Kinder und Jugendliche wie auch möglichst viele Flächen, die es kreativ zu gestalten gilt. Er stand einem Düsseldorfer Kunstverein vor und hat viele  Projekte in diesem Verein realisiert - u.a. einen Künstleraustausch mit dem Pushkinskaya 10 in Skt. Petersburg oder einen russischen Themensommer (Leto) in Düsseldorf, bei dem unterschiedliche Künstler aus Russland ihre Projekte, Kunst und Initiativen präsentierten. Ferner beschäftigt er sich schon sehr lange mit der Ästhetik alter Videospiele und präsentiert mit Sebastian Kalitzki seit 2010 unter dem Projektnamen Konsolenkinder themenorientierte Veranstaltungen und Ausstellungen zum Thema Retrogaming und Spieleästhetik.

Julia Pozelujewa (St. Petersburg) – Kuratorin des Projektes "Woche der Veränderungen", Direktorin für die Entwicklung des Museumsfestivals "Kindertage in Petersburg", Direktorin des "Theaterlabors von Jana Tumina", Koordinatorin Projektes „Schule Inklusion“ in St. Petersburg. Sie hat 2010 die St. Petersburger Staatliche Universität für Kultur und Kunst abgeschlossen. Sie ist Absolventin der Schule für Führungskräfte im Theater am Meyerhold-Zentrum (Moskau, 2014).

Daria Kononez (St. Petersburg) – Koordinatorin des Projektes "Woche der Veränderungen", Koordinatorin "Östliche Partnerschaften" & "Kulturelle Bildung" in Goethe-Institut St. Petersburg, Redaktorin der Zeitschrift "KuBi". Sie hat philosophische Fakultät Sankt Petersburger Staatlicher Universität abgeschlossen. 2014 hat sie Masterstudienprogramm "Europhilosophie" an der UNI Toulouse, Karlsuniversität Prag, UNI Bonn und Bergischen Universität Wuppertal absolviert.

Zurück